ZFS ist kein normales Dateisystem — es vereint Dateisystem, Volumemanager und RAID in einem. Keine separate Partitionierung, kein mdadm, kein LVM. Ein Befehl erstellt einen Pool, ein zweiter ein Dataset. Snapshots, Compression, Verschlüsselung und Replikation sind eingebaut. Ursprünglich von Sun Microsystems für Solaris entwickelt, läuft ZFS heute als OpenZFS auf FreeBSD, Linux und macOS.

Was ZFS anders macht

Copy-on-Write: Daten werden nie überschrieben — jede Änderung wird an eine neue Stelle geschrieben. Erst wenn der neue Block vollständig ist, wird der Zeiger umgehängt. Dadurch gibt es kein Write Hole wie bei klassischem RAID und Snapshots sind praktisch kostenlos.

Checksummen und Selbstheilung: Jeder Block hat eine Checksumme, gespeichert im übergeordneten Block (Merkle Tree). Beim Lesen wird die Checksumme geprüft — bei einem Fehler repariert ZFS den Block automatisch aus der Redundanz. Silent Data Corruption wird erkannt, bevor sie Schaden anrichtet.

Integrierter Volumemanager: ZFS weiß, welche Blöcke belegt sind und welche nicht. Beim Resilvering (Neusynchronisation nach Plattenausfall) werden nur belegte Blöcke kopiert — ein 80-GB-Mirror mit 4 GB Daten ist in Minuten fertig statt Stunden.

Technische Eckdaten

Adressierung128 Bit
Max. Dateisystemgröße16 EiB (16 × 2⁶⁰ Byte)
Max. Poolgröße256 ZiB (256 × 2⁷⁰ Byte)
Max. Dateien pro Verzeichnis2⁴⁸
Max. Geräte pro Pool2⁶⁴
RAID-LevelMirror, RAID-Z (1–3 Paritäten), Striping, Spare
VolumemanagerIntegriert

ZFS im Detail — die Artikelserie

Jedes Feature ist in einem eigenen Beitrag erklärt:

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