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Schlagwort: RightToRepair (Seite 2 von 2)

Notebook Akku def.

Das ist doch nicht zu glauben 🙁 Mein Notebook Akku ist im Eimer!

Für einen passenden neuen muss ich knapp 100/120€ auf den Tisch legen. Klar, irgendwann gibt ein Akku halt mal auf… Nur dieser hat besonders schnell aufgegeben. Nach knapp 2,5 Jahren ist er nun tot. Die letzten haben im Schnitt 3 – 4 Jahre bei mir gehalten. Meine Art mit den Notebook zu arbeiten ist dabei fast unverändert. Na ja, der Stromverbrauch ist denn noch nicht ohne, daher mache ich dem Akku mal keinen Vorwurf. Große CPU, viel Speicher, zwei Festplatten, 17″ (ja, ich renne mit so einem riesigen Schläptop herum).

 

[kernel@errorlap:~]$ acpiconf -i 0
Design capacity:        5200 mWh
Last full capacity:     2093 mWh
Technology:             primary (non-rechargeable)
Design voltage:         14800 mV
Capacity (warn):        0 mWh
Capacity (low):         0 mWh
Low/warn granularity:   100 mWh
Warn/full granularity:  0 mWh
Model number:           BAT0
Serial number:          123456789
Type:                   LiON
OEM info:               PTL
State:                  high 
Remaining capacity:     97%
Remaining time:         unknown
Present rate:           0 mW
Present voltage:        16403 mV

 

In diesem Sinne… Werde ich wohl mal einen Ersatzakku bestellen, oder gleich ein neues Notebook? Ach ich bin da noch etwas unschlüssig. Das Gerät selbst ist noch ganz gut, hat aber schon einiges geleistet…

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Samsung Galaxy S2: Überhitzung durch defekten BCM4330 und Mainboard-Tausch

Das ärgert mich jetzt. Es hat tatsächlich einige Zeit gedauert, bis ich mich überhaupt zu einem Smartphone habe hinreißen lassen. Damals fiel die Wahl auf das Samsung Galaxy S II. Es lief ein paar Jahre tadellos, vor allem mit CyanogenMod 11.

Das Problem

Irgendwann hielt der Akku nicht mehr den ganzen Tag. Es ging so schleichend, dass ich es zunächst nicht bemerkt habe. Als es dann massiv wurde, dachte ich natürlich zuerst an den Akku selbst, der hatte ja bereits zwei Jahre auf dem Rücken. Beim Laden wurde das Handy besonders warm, um nicht zu sagen heiß.

Also einen originalen Samsung-Akku über eBay besorgt. Leider änderte sich damit nichts. Dann habe ich gelesen, dass Dreck an der USB-Buchse zu Kriechströmen führen kann. Buchse gereinigt, nichts. Netzteil getauscht, nichts.

Die Fehlersuche

Also aufgeschraubt. Inzwischen verbrannte das Gerät selbst im abgeschalteten Zustand so viel Strom in Wärme, dass es trotz angeschlossenem Ladegerät nicht mehr reichte, den Akku zu laden. Ich wollte herausfinden, welches Bauteil die Hitze erzeugt.

Unter einer Schirmung mit der Aufschrift GT-I9100 #4 vermutete ich die Quelle zuerst. Es stellte sich aber heraus, dass es der IC auf der anderen Seite des Mainboards war: SWB-B42. Das ist der Broadcom BCM4330, zuständig für WLAN, Bluetooth und FM-Radio. Meine Hoffnung, dass nur die nahe am Mainboard verlötete CMOS-Batterie ein Problem hatte, war damit dahin.

Reparatur-Optionen

Den BCM4330 bekommt man für etwa 15 Dollar plus Porto. Mit drei Wochen Wartezeit und 30 Euro Einsatz wäre das machbar gewesen. Den alten IC mit Heißluft lösen, neuen auflöten. Viel Arbeit, und gemacht haben sollte man es auch schon mal.

Ich habe mich stattdessen für ein neues Mainboard entschieden. Neu lag ich bei 150 bis 200 Euro. Zu teuer. Aber auf eBay fand ich ein Galaxy S2 mit defektem Display, irgendjemand war wohl draufgetreten. 50 Euro. Gekauft, Mainboard getauscht.

Ergebnis

Es funktioniert. So blieb mir das Galaxy S II doch noch eine Weile erhalten.

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D-Link DWL-900AP+ aufbohren: Sendeleistung per Lötkolben erhöhen

Vor einiger Zeit hat sich mitten im Download mein Access Point verabschiedet. Ein D-Link DWL-900AP+ Version B. Über das kabelgebundene LAN noch erreichbar, konfigurieren kein Problem. Nur WLAN: tote Hose.

Aufschrauben

Ich bin jemand, der defekte Geräte erstmal aufschraubt. Garantie war durch, also schauen wir mal. Im Access Point war nicht viel zu sehen, bis auf eine Kleinigkeit: Auf der Hauptplatine steckte eine normale PCMCIA-WLAN-Karte. Nicht schön bedruckt, jemand hatte eine externe Antenne an das Kärtchen gelötet, aber es war eindeutig eine PCMCIA-Karte.

Etwas Recherche ergab, dass die verbaute Karte fast baugleich mit der DWL-650+ ist. Und genau so eine lag bei mir im Schrank und staubte ein. Kurz entschlossen reingesteckt und schon ging das WLAN wieder.

Das Antennen-Problem

Zufrieden alles zusammengeschraubt, AP zurück an seinen Platz. Aber die Verbindung war nicht mehr wie früher. Das Signal riss nach kürzerer Entfernung ab, der Datendurchsatz war geschrumpft. Also direkt wieder aufgeschraubt.

Die externe Antenne musste an die neue Karte. Nach einigem nicht sehr professionellem Gefummel hatte ich die Platine meiner DWL-650+ freigelegt. Tatsächlich: eine Buchse für den Antennenanschluss. Die Antenne im AP hatte allerdings keinen Stecker, sondern war aufgelötet. Also Buchse ablöten, Antenne direkt anlöten.

Die Datenblätter

Da ich nun schon das SMD-Besteck auf dem Tisch liegen hatte, schaute ich mir die Bauteile genauer an. Auch vor dem HF-Gehäuse habe ich nicht Halt gemacht. Die Chipbezeichnungen bei Google eingetippt, und zwei Datenblätter fielen mir in die Hände: MAX2242 und RF2948B.

Mit diesen Dokumenten fand ich heraus, dass die Sendeleistung der DWL-650+ über die Spannung am Vorverstärker im RF2948B eingestellt wird. PIN 8 ist ein analoger Eingang: Mehr Spannung bedeutet mehr Sendeleistung. Direkt daneben liegt PIN 7, das ist VCC (etwa 2,7 V). Schließt man PIN 8 mit PIN 7 kurz, sagt man dem Vorverstärker: Arbeite mit maximaler Leistung.

Der Lötpunkt

Der DAC gibt nun einen Strom ab, den er normalerweise nie liefern würde. Der liegt aber unter 1 mA, was an einem Widerstand Richtung DAC liegt. Nicht tödlich für den Chip, er wird nur etwas wärmer. Ich habe 32 bis 38 °C unter Last gemessen, bei 25 °C Umgebungstemperatur.

Der IC gibt seine Wärme nur über die Beinchen und das Kupfer der Platine ab. Im Sommer könnte es im HF-Gehäuse zu Rechenfehlern kommen. Einen Metallkühlkörper kann man im HF-Gehäuse nicht einfach draufsetzen, der könnte die Felder stören. Lösung: Ein Klecks nicht leitende Wärmeleitpaste auf den IC, damit er etwas Kontakt zum Metalldeckel des HF-Gehäuses hat. Da er ohnehin nicht sonderlich warm wird, reicht das.

Ergebnis

Die Konstruktion lief über ein Jahr problemlos. Statt der normalen ~17 dBm kommen nun ~22,5 dBm raus. Ein ordentlicher Gewinn. Die Lötpunkte sind allerdings winzig, man sollte mit dem Lötkolben umgehen können. Und: Die maximal zulässige Sendeleistung beachten. Mit einer guten Antenne dazu bewegt man sich schnell außerhalb des Erlaubten.

RF2948B Chip auf der DWL-650+ Platine
Antennenanschluss auf der DWL-650+ Platine
D-Link DWL-650+ PCMCIA WLAN-Karte
D-Link DWL-900AP+ geöffnet, Blick auf die Hauptplatine
D-Link DWL-900AP+ geöffnet, Detailansicht

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