Ich bin inzwischen ja von ZFS schon sehr verwöhnt… Vor allem was so Dinge angeht sich Kombinationen aus Laufwerk, Partition, Mountpunkt und SATA-Port zu merken. Man denkt einfach nicht mehr darüber nach 🙁 Heute bin ich damit mal wieder auf die Nase gefallen. Ok ok…. Natürlich kann man zur Konfiguration auch einfach die UUID nutzen, diese ist dann eindeutig und man kann ähnlich wie bei ZFS die ganzen Zusammenhänge „vergessen“….. Ich finde die UUID-Geschichte aber anstrengend. Diese viel zu lange Nummer zu tippen geht überhaupt nicht, sich diese erst in Konfigurationsfiles zu schieben und dann…. bäääähhhh. Dann kann ich mir die Nummer auch nur wieder schlecht merken.
Wie auch immer. Der Ansatz ist gut und wenn es Konfiguriert ist, geht es ja auch. Um mir nicht noch ein Komando mehr merken zu müssen friemel ich die Zuordnung UUID ==> Devicename immer wie folgt heraus:
Ein Scrub ist die Integritätsprüfung von ZFS — jeder Block im Pool wird gelesen und seine Checksumme verifiziert. Beschädigte Blöcke werden automatisch aus der Redundanz repariert (Mirror oder RAID-Z). Ohne Redundanz erkennt ZFS den Fehler immerhin, kann ihn aber nicht korrigieren.
Empfehlung: Einmal pro Woche oder mindestens einmal im Monat. Auf Produktivsystemen am besten per Cronjob.
Scrub starten
zpool scrub backup
Fortschritt prüfen
zpool status backup
pool: backup
state: ONLINE
scan: scrub in progress since Sun May 27 11:11:00 2012
4.20G scanned out of 74.5G at 102M/s, 0h11m to go
0 repaired, 5.64% done
Scrub abbrechen
Braucht man die I/O-Leistung gerade für etwas anderes:
zpool scrub -s backup
Im Status sieht man dann den Unterschied — stopped statt completed:
# Abgebrochen
scan: scrub stopped after 0h7m with 0 errors on Sun May 27 11:18:52 2012
# Normal beendet
scan: scrub completed after 0h7m with 0 errors on Sun May 26 10:52:13 2012
Ein abgebrochener Scrub setzt beim nächsten Start nicht dort fort, sondern beginnt von vorne.
Scrub per Cronjob
# Jeden Sonntag um 02:00 alle Pools scrubben
0 2 * * 0 /sbin/zpool scrub backup
Unter FreeBSD läuft der Scrub standardmäßig über periodic daily — dort muss man nichts extra einrichten. Unter Linux gibt es je nach Distribution einen systemd-Timer (zfs-scrub-weekly.timer) oder man legt den Cronjob selbst an.
Veraltet: OpenIndiana und Solaris werden kaum noch als Desktop eingesetzt. Unter Linux gibt es zahlreiche RSS-Reader (Thunderbird, Liferea, Newsboat).
Ich habe gerade meinen lieblings RSS-Feed Reader Liferea auf der Solariskiste kompiliert. Ich finde es gibt einfach keinen besseren! Spannenderweise konnte ich auch keinen „fertigen“ finden. Na bis auf Thunderbird…. Aber Thunderbird? So gefällt es mir besser *hüpf*.
Mein Creative ZEN Mozaic lässt sich nur per MTP mit Daten befüllen. Unter Windows kein Problem, unter Linux bringen die meisten Distributionen FUSE-Treiber mit. Solaris und OpenIndiana bringen von Haus aus nichts mit. Die Lösung: gMTP.
gMTP installieren
Das Paket gibt es direkt auf der gMTP-Downloadseite. Auspacken und installieren:
Veraltet: OpenIndiana und Solaris werden kaum noch als Desktop eingesetzt. USB-Kameras und Scanner funktionieren unter Linux mit SANE/XSane problemlos.
Man man man… Jetzt habe ich mich doch tatsächlich 1 Stunde lang in etwas sehr sinnlosem verrannt. *kopfschüttel*
Da will ich mal eben ein Bild mittels xsane von einem USB-Scanner einlesen. Da findet xsane auf dem Solaris 11 System den Scanner nicht. Genau so verhält es sich mit einer USB Digitalkamera….. Ich habe ja überall nachgeschaut, nur wohl ohne Verstand!
Die Lösung war natürlich recht simpel. Einfach mal das Paket: libusbugen installieren. *Narf*
Veraltet: Citrix XenServer wird seit 2024 nicht mehr in dieser Form angeboten. Die hier beschriebene Nagios-Überwachung bezieht sich auf XenServer 6.x/7.x. Wer heute Virtualisierung überwachen will, sollte sich Proxmox VE oder XCP-ng anschauen.
Das folgende habe ich auf den Citrix XenServer in Version 5.6SP2 bis 6.2.0 anwenden können. Im Grunde geht es darum auf dem „freien“ Citrix XenServer nrpe (Nagios Remote Plugin Executor) zu installieren um diesen mit Nagios auf einfache Weise überwachen zu können. Natürlich bietet der Cirtix XenServer ebenfalls die Möglichkeit ihn per SNMP zu überwachen und diese Version zu zu bevorzugen…. Für das eine oder andere Script ist die Ausführung per nrpe denn noch einfacher und schneller umzusetzen, als per snmp. Denn noch bitte beachten… Diese Version ist zwar absolut funktionsfähig und fast gefahrlos für das System, denn noch ist es „hereingefummelt“ und muss nach Versionsupgrade wieder (passend für die jeweilige Version) eingespielt werden. Die eigentliche Nagiosanbindung soll hier nicht Thema sein. Beispiele dazu kann man gerne bei mir erfragen.
So dann wollen wir mal:
Ich habe eine -schlechte- Angewohnheit. Ich erstelle immer gerne im Root das Verzeichnis 001 um dort meine Daten „herum zu würfeln“.
$ mkdir /001
$ cd /001
Im Grunde basiert der Citrix XenServer auf Redhat Linux/Fedora… Also können wir für diesen Fall auch die (Extra Packages for Enterprise Linux) epel nutzen.
So und schon sollten wir die zusätzlichen Pakete nutzen können. In diesen findet sich sinnigerweise auch direkt nrpe, was wir gleich installieren:
$ yum install --enablerepo=epel nrpe
$ chkconfig nrpe on
Das chkconfig nrpe on sorgt dafür dass der Service direkt beim Start des Systems mitgestartet wird. Wichtig ist nun noch die passenden Löcher in die Firewall des XenServers zu schießen. Sonst läuft zwar der Dienst, wir bekommen von außen aber keine Verbindung. Hier muss nur in der folgenden Datei eine Zeile ergänzt werden:
$ nano -w /etc/sysconfig/iptables
…..
-A RH-Firewall-1-INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 80 -j ACCEPT
-A RH-Firewall-1-INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 443 -j ACCEPT
-A RH-Firewall-1-INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 5666 -j ACCEPT
-A RH-Firewall-1-INPUT -j REJECT --reject-with icmp-host-prohibited
COMMIT
….
Damit wären wir schon feritg. Natürlich sollte man nun noch die Nagios Plugins installieren, Programme und Temperaturen von Festplatten oder IPMI auszulesen.
Für IPMI (Intelligent Platform Management Interface) müssen ggf. noch die nötigen Kernelmodule geladen werden:
$ modprobe ipmi_devintf
$ modprobe ipmi_si
Konfigurieren lässt sich nrpe nun wie bekannt über:
$ nano -w /etc/nagios/nrpe.cfg
Die Konfiguration von nrpe und Nagios ist aber unabhängig von der Installation auf dem XenServer.
Ich habe gerade den Hinweis bekommen, dass es helfen könnte wenn ich hier erwähne dass man sich die Nagios Plugins noch zusätzlich installieren muss. Dieses Stimmt natürlich. Ich habe mir mit der Zeit einen Satz recht weit „angepasste“ Nagios Plugins zusammengestellt. Diese schiebe ich mir oft (unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten) einfach passend hin und her kopiere. Vielleicht ein Grund warum ich das -vergessen- habe zu erwähnen.
Veraltet: OpenIndiana und Solaris werden kaum noch eingesetzt. Lokale Paketquellen lassen sich unter FreeBSD mit poudriere und unter Linux mit apt-mirror oder createrepo einrichten.
Citrix XenServer und local ISO Repository
Man kann zwar über das „klickbunit“ Interface XenCenter für seinen einzelnen XenServer neue ISO libarays anlegen, diese können dann leider nur auf einem Windows File Shareing (CIFDS) oder NFS ISO Share liegen. Klar, man könnte nun eine VM auf dem XenServer installieren und dort einen solchen Share anlegen. oder eine Kiste neben den Server stellen, welcher die ISOs vorhält. In größeren Umgebungen kein Problem… Im „Kleinen“ schon mal nervig.
Ich habe für mich eine einfache Lösung gefunden. Ich schraube einfach eine weitere kleine Platte in den Server, lege dort die für mich wichtigen ISOs ab und baue mir eine lokale ISO library. So habe ich die nötigen ISOs immer auf der Kiste, selbst wenn alles andere aus sein sollte.
Also lokalen Speicherplatz für die ISOs habe ich an eine 160GB SATA Platte von WD gedacht. Diese wird nicht gespiegelt oder ähnliches, da die ISO Files für mich erstmal keinen Wert haben. Brennt die Platte wirklich ab, kopiere ich die ISO Files halt auf eine neue.
Nach dem Einbau ist die WD Platte in meinem System als /dev/sde zu finden. Als erstes werde ich nun auf ihr eine primäre Patrion vom Type 83 (Linux) anlegen:
$ fdisk /dev/sde
The number of cylinders for this disk is set to 19457.
There is nothing wrong with that, but this is larger than 1024,
and could in certain setups cause problems with:
1) software that runs at boot time (e.g., old versions of LILO)
2) booting and partitioning software from other OSs
(e.g., DOS FDISK, OS/2 FDISK)
Command (m for help):
Die Hilfe zu fdisk kann sicher jeder selbst lesen… Ich schaue als erstes über p nach ob ich wirklich auf der richtigen Platte bin, denn p listet mir die Partitionen auf der Platte auf. Dann erstell ich mit n ==> p ==> 1 eine neue primäre Partition und schreibe am Ende alles mit w auf die Platte. q beendet als letztes fdisk.
Nun muss ich die neue Partition noch formatieren. Als Dateisystem finde ich ext3 ganz passend:
$ mkfs.ext3 -L ISO-Store /dev/sde1
mke2fs 1.39 (29-May-2006)
Filesystem label=ISO-Store
OS type: Linux
Block size=4096 (log=2)
Fragment size=4096 (log=2)
19546112 inodes, 39072080 blocks
1953604 blocks (5.00%) reserved for the super user
First data block=0
Maximum filesystem blocks=0
1193 block groups
32768 blocks per group, 32768 fragments per group
16384 inodes per group
Superblock backups stored on blocks:
32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208,
4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872
Writing inode tables: done
Creating journal (32768 blocks): done
Writing superblocks and filesystem accounting information: done
This filesystem will be automatically checked every 26 mounts or
180 days, whichever comes first. Use tune2fs -c or -i to override.
Nun erstelle ich einen Mountpoint unter welchem ich die Platte einbinden möchte:
$ mkdir /ISOs
Schon kann ich die Platte mounten:
$ mount /dev/sde1 /ISOs
Noch schnell eine kontrolle ob alles dort ist wo es hin soll:
$ mount|grep ISO
/dev/sde1 on /ISOs type ext3 (rw)
Mit einem Eintrag in die fstab (ich muss immer aufpassen nicht vfstab zu schreiben) sorge ich nun dafür dass die neue Platte bei jedem Start des Servers wieder eingebunden wird.
$ vi /etc/fstab
und dann folgende Zeile einfügen:
/dev/sde1 /ISOs ext3 defaults 0 0
Jetzt kommt das wirklich spannende. XEN die neue Platte als localen ISO Speicher schmackhaft zu machen:
Schaut doch schon gut aus, oder? Dann lassen wir uns mal die neue ISO library anzeigen:
$ xe sr-list uuid=00da02b3-8b46-bade-6d00-e109e262ede9
uuid ( RO) : 00da02b3-8b46-bade-6d00-e109e262ede9
name-label ( RW): ISOs
name-description ( RW):
host ( RO): xenserver01-kernel-error.local
type ( RO): iso
content-type ( RO): iso
Warum auch immer, wird die Platte bei mir an diesem Punkt immer ausgehangen. Ich könnte es jetzt einfach wieder mounten und nutzen, würde denn noch vorschlagen hier den Server selbst einmal zu rebooten. So kann man gleich sehen ob die Platte wieder richtig eingebunden wird. Nach dem Reboot schaue ich also nach ob die Platte wieder richtig eingehangen wurde:
Im XenCenter sollte man nun schon das neue SR mit dem Namen „ISOs“ sehen. Klicke man nun am Reiter Storage auf Rescan wird das hochgeladene ISO gefunden und kann verwendet werden. Ich muss nun also nur noch alle meine ISOs dort hochschieben und fertig ist!
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt die ZFS-Verschlüsselung unter Solaris 11 und OpenIndiana. Unter OpenZFS (FreeBSD 13+, Linux) gibt es seit 2019 native Verschlüsselung mit zfs create -o encryption=aes-256-gcm -o keyformat=passphrase pool/dataset — das funktioniert ohne die Solaris-spezifischen PAM-Module. Für verschlüsselte Backups auf FreeBSD mit geli siehe ZFS-Backup auf USB-Platte mit geli.
Verschlüsseltes Dataset anlegen
Ab ZFS Version 30 lässt sich ein Dataset beim Erstellen verschlüsseln — mit AES-128, AES-192 oder AES-256. Bei Schlüsseln größer 128 Bit macht eine Hardwarebeschleunigung Sinn (SPARC T2/T3, Intel AES-NI). Für die meisten Szenarien reicht AES-128 völlig aus.
zfs create -o encryption=on rpool/export/home/kernel/DatenSafe
Enter passphrase for 'rpool/export/home/kernel/DatenSafe':
Enter again:
Nach einem Reboot wird das verschlüsselte Dataset nicht automatisch eingehängt — man muss es manuell mounten:
zfs mount rpool/export/home/kernel/DatenSafe
Enter passphrase for 'rpool/export/home/kernel/DatenSafe':
Schlüssel als Datei
Statt einer Passphrase kann der Schlüssel auch als Datei auf einem USB-Stick liegen:
Dann den USB-Stick getrennt vom System aufbewahren — und eine Kopie des Schlüssels an einem sicheren dritten Ort. Ohne Schlüssel oder Passphrase sind die Daten nicht wiederherstellbar.
Unter Solaris 11 gibt es ein PAM-Modul (pam_zfs_key.so.1), das den Encryption Key des ZFS-Homedirectories an das Unix-Passwort des Benutzers koppelt. Beim Login wird das Homedirectory automatisch entschlüsselt und eingehängt — transparent für den Benutzer, funktioniert mit Konsole, SSH und GDM.
Neuen Benutzer anlegen und beim ersten Login zur Passwortänderung zwingen — dabei wird das verschlüsselte Homedirectory automatisch erstellt:
useradd sebastian
passwd sebastian
passwd -f sebastian
Beim ersten Login passiert alles automatisch:
login: sebastian
Password:
Choose a new password.
New Password:
Re-enter new Password:
login: password successfully changed for sebastian
Creating home directory with encryption=on.
Your login password will be used as the wrapping key.
Prüfen:
zfs get encryption,keysource rpool/export/home/sebastian
NAME PROPERTY VALUE SOURCE
rpool/export/home/sebastian encryption on local
rpool/export/home/sebastian keysource passphrase,prompt local
So sieht der Vorgang im GDM (Gnome Display Manager) aus:
Ein bestehendes ZFS-Dataset lässt sich nicht nachträglich verschlüsseln. Der Weg: Dataset umbenennen, Benutzer zur Passwortänderung zwingen (erstellt neues verschlüsseltes Home), Daten zurückkopieren:
# Als anderer Admin mit root-Rechten:
zfs rename -f rpool/export/home/kernel rpool/export/home/kernel-alt
passwd -f kernel
# Nach dem Login (neues verschlüsseltes Home wurde angelegt):
cp -rp /export/home/kernel-alt/* /export/home/kernel/
zfs destroy rpool/export/home/kernel-alt
Wichtig: Die alten unverschlüsselten Daten liegen nach dem Destroy noch physisch auf der Platte und werden erst nach und nach überschrieben. Für echte Sicherheit müsste man die gesamte Platte überschreiben — oder besser: gleich bei der Installation verschlüsseln.
Hinweis: Dieser Artikel beschreibt SMB-Freigaben mit dem eingebauten SMB-Server von Solaris/OpenIndiana. Unter FreeBSD und Linux nutzt man stattdessen Samba — dort wird sharesmb nicht unterstützt.
SMB-Server einrichten
Die SMB Server Kernel-Komponenten installieren:
pkg install SUNWsmbskr
Damit lokale Benutzer sich per Benutzername und Passwort authentifizieren können, das PAM-Modul in /etc/pam.conf eintragen:
other password required pam_smb_passwd.so.1 nowarn
smbadm join -w WORKGROUP
After joining WORKGROUP the smb service will be restarted automatically.
Would you like to continue? [no]: yes
Successfully joined WORKGROUP
ZFS-Freigabe erstellen
Ein neues ZFS-Dataset anlegen und direkt per SMB freigeben — ein einziges Property reicht:
zfs create rpool/daten-freigabe
zfs set sharesmb=on rpool/daten-freigabe
zfs get sharesmb rpool/daten-freigabe
NAME PROPERTY VALUE SOURCE
rpool/daten-freigabe sharesmb on local
Das war es. Das Dataset ist jetzt als SMB-Share im Netzwerk sichtbar. Kein Samba, keine smb.conf — der Kernel-SMB-Server von Solaris arbeitet direkt mit ZFS zusammen. Alle ZFS-Features (Snapshots, Compression, Quotas) gelten für die Freigabe genauso wie für jedes andere Dataset.
Zugriff
Von einem Windows-Client aus die Freigabe über \\hostname\daten-freigabe erreichen. Die Authentifizierung läuft über die lokalen Unix-Benutzer — das PAM-Modul synchronisiert die Passwörter automatisch.
ZFS bringt RAID als eingebaute Funktion mit — kein separater Volumemanager nötig. Mirror, RAID-Z (ähnlich RAID-5), RAID-Z2 (ähnlich RAID-6) und RAID-Z3 sind direkt im Pool konfigurierbar. Spare-Platten und Striping ebenfalls.
Mirror anlegen
Einen neuen Pool direkt als Mirror erstellen:
zpool create backup mirror da0 da1
Einem bestehenden Pool eine Spiegelplatte hinzufügen:
zpool attach backup da0 da1
Make sure to wait until resilver is done before rebooting.
Wichtig: Die Reihenfolge der Platten zählt. Die erste Platte (da0) ist die Quelle, die zweite (da1) wird als Spiegel hinzugefügt. Vertauscht man die Platten, spiegelt ZFS die leere Platte auf die Datenplatte.
RAID-Z
RAID-Z verteilt Daten und Parität über mehrere Platten — ähnlich wie klassisches RAID, aber mit Copy-on-Write und ohne Write Hole:
Beim Resilvering zeigt sich ein großer Vorteil von ZFS: Da Dateisystem und Volumemanager nicht getrennt sind, weiß ZFS genau, wo Daten liegen. Es spiegelt nur belegte Blöcke. Ein 80-GB-Mirror mit 4 GB Daten war in 5 Minuten fertig resilvered — klassische Lösungen wie mdadm würden stumpf alle 80 GB Block für Block kopieren.
zpool status backup
pool: backup
state: ONLINE
scan: resilvered 4,04G in 0h5m with 0 errors on Mon Oct 31 13:33:00 2011
config:
NAME STATE READ WRITE CKSUM
backup ONLINE 0 0 0
mirror-0 ONLINE 0 0 0
da0 ONLINE 0 0 0
da1 ONLINE 0 0 0
errors: No known data errors
Root-Pool spiegeln
Gespiegelte Daten helfen nichts, wenn die Systemplatte ausfällt und man nicht booten kann. Daher den Root-Pool ebenfalls spiegeln — und den Bootloader auf beide Platten schreiben.
Unter Solaris/OpenIndiana:
# Partitionslayout der Quellplatte auf die Zielplatte kopieren
prtvtoc /dev/rdsk/c2d0s2 | fmthard -s - /dev/rdsk/c2d1s2
# Zielplatte dem Root-Pool als Mirror hinzufügen
zpool attach -f rpool c2d0s0 c2d1s0
Make sure to wait until resilver is done before rebooting.
# Grub auf die Zielplatte schreiben
installgrub /boot/grub/stage1 /boot/grub/stage2 /dev/rdsk/c2d1s0
Unter FreeBSD ist es einfacher — gpart für die Partitionierung und gptzfsboot für den Bootloader. Unter Linux mit UEFI reicht oft ein zpool attach und die Kopie der EFI-Partition.
Praxistest — Hauptplatte gezogen, System von der Spiegelplatte gebootet:
zpool status rpool
pool: rpool
state: DEGRADED
config:
NAME STATE READ WRITE CKSUM
rpool DEGRADED 0 0 0
mirror-0 DEGRADED 0 0 0
c2d0s0 FAULTED 0 0 0 corrupted data
c2d1s0 ONLINE 0 0 0
errors: No known data errors
Degraded, aber online — genau wie gewünscht. Nach dem Einsetzen einer neuen Platte übernimmt zpool replace den Rest.