Brennprogramme wie xfburn melden unter FreeBSD gerne, dass kein Laufwerk gefunden wurde oder die Berechtigungen nicht stimmen. Als root funktioniert es, als normaler Benutzer nicht. Das Problem sind nicht die Berechtigungen auf /dev/cd0, sondern auf dem zugehörigen SCSI-Passthrough-Device.
atapicam laden
Brennprogramme greifen über das CAM-Subsystem (Common Access Method) auf den Brenner zu. Dafür muss das Modul atapicam geladen sein. In der /boot/loader.conf:
atapicam_load="YES" hw.ata.atapi_dma="1"
Die erste Zeile macht den ATA-Brenner als SCSI-Gerät sichtbar, die zweite aktiviert DMA für ATA-Geräte.
Das pass-Device finden
Mit camcontrol sieht man welches pass-Device zum Brenner gehört:
camcontrol devlist # Ausgabe: #at scbus0 target 0 lun 0 (ada0,pass0) # at scbus1 target 0 lun 0 (cd0,pass1)
Der Brenner ist cd0 mit dem Passthrough-Device pass1. Ein Blick auf die Berechtigungen zeigt das Problem:
ls -la /dev/cd0 # crw-rw-rw- 1 root operator ... /dev/cd0 ls -la /dev/pass1 # crw------- 1 root operator ... /dev/pass1
/dev/cd0 ist für alle lesbar und schreibbar, aber /dev/pass1 ist nur für root zugänglich. Die Brennsoftware braucht aber genau dieses Device.
Berechtigungen dauerhaft setzen
Zum Testen reicht ein chmod 0666 /dev/pass1. Damit die Berechtigungen nach einem Neustart erhalten bleiben, den Eintrag in /etc/devfs.conf hinterlegen:
# /etc/devfs.conf perm /dev/cd0 0666 perm /dev/pass1 0666
Die Device-Nummer von pass kann sich ändern, wenn USB-Geräte dazukommen oder die Boot-Reihenfolge wechselt. Im Zweifelsfall vorher mit camcontrol devlist prüfen.
Siehe auch: FreeBSD auf dem Desktop
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So ging es mir mit allem was man so mal eben in die Kiste stopfen kann. Ob es nun ein USB-Stick, eine CD/DVD oder eine Wechselplatte ist. Sie wird sauber erkannt und automatisch eingebunden. Es gibt ein schönes Symbol auf dem Gnome Desktop und in dessen Dateiverwaltung. Selbst der Zugriff auf alles klappt tadellos. Aber wehe man möchte das Teil wieder los werden.
Sobald man auf „Aushängen“ klickt, springt einem das System mit der GUI-Meldung an: cannot unmount volume
Sehr nervig…. Konsole aufmachen, su, unmount…..
Dass dieses ein Problem mit irgendeiner Berechtigung sein muss ist schnell klar, aber welcher? Google konnte mir schnell helfen. Das Problem besteht seit 147 bzw. Solaris Express, soll aber inzwischen gefixt sein. Ist es auch, nur taucht es inzwischen durch eine andere Änderung wieder auf. Das ganze ist bekannt und soll gelöst werden. Bisher gibt es einen Workaround.
Einfach nachstehende Zeile in die folgende Datei packen: