IT-Blog von Sebastian van de Meer

Schlagwort: Linux (Seite 3 von 8)

Sabayon Linux – equo / Entropy Geschwindigkeit erhöhen

Veraltet: Sabayon Linux wurde 2020 eingestellt. Der Nachfolger Funtoo existiert noch, Gentoo ist die aktivere Alternative.

Die im Standard voreingestellten Optionen vom Entropy sind bei Sabayon nicht ganz optimal, zumindest wenn man hinter einem normalen Internetanschluss sitzt.

Um nun die Downloadgeschwindigkeit etwas zu erhöhen gibt es ein paar Dinge, die man tun kann.

Als erstes sollte man, den für seinen Standort, besten Spiegelserver herausfinden. Dieses erledigt folgender Aufruf:

$ sudo equo repo mirrorsort sabayon-weekly

Voreingestellt für den gleichzeitigen Download sollte 3 sein. Ab einem normalen A-DSL Anschluss darf man diese Zahl gerne auf 10 ändern.

$ sudo vi /etc/entropy/client.conf
multifetch = 10

Oft ist der eigentliche Unterschied zwischen zwei Paketen, bei einem Upgrade, eher gering. Daher macht es Sinn sich auch nur diesen Unterschied herunter zu laden:

$ sudo vi /etc/entropy/client.conf
packages-delta = enable

So, viel Spaß!

Linux Backintime Datensicherung / Backup

Kaum schreibe ich etwas zur Datensicherung meines FreeBSD Notebooks, schon kommt die Frage, wie ich einen/meinen Linux Desktop sichern würde….

Um es kurz zu machen, ich nutze dazu seit langem bereits das Programm backintime. Es arbeitet mit rsync und hardlinks ebenfalls bietet es die Möglichkeit seine Sicherungen auf alle möglichen Ziele zu schieben, so auch per SSH nach irgendwo.

Wer rsnapshot für Unix Server kennt… Es ist so ähnlich nur bei Bedarf mit GUI. Zusätzlich lässt sich noch schnell und einfach etwas Krypto ins Spiel bringen. Die Datensicherungen lassen sich so sehr schnell und vor allem einfach erstellen und wiederherstellen. Probiert es einfach mal!

Fragen? Dann fragen.

Siehe auch: ZFS Encryption

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Mechanische Tastaturen: Von der IBM Model M zum Das Keyboard

Es soll Menschen geben, denen nur das Wort „bekloppt“ einfällt, wenn es im Zusammenhang mit mir um Tastaturen geht. Zugegeben, da könnte ein Funken Wahrheit dran sein.

IBM Model M

Angefangen hat es, wie bei vielen, mit der IBM Model M. Eine wunderbare Tastatur. Es schreibt sich klasse auf dem Ding, sie hat einen ganz eigenen Sound und man fühlt das Tippen einfach. Leider wurde zuletzt nur noch ein PS/2-Modell entwickelt. Es gibt zwar USB-Adapter, aber da die Tastatur mehr Strom verbraucht als normale PS/2-Tastaturen, sterben diese Adapter gerne mal. Zum Beispiel wenn man die NUM-Taste aktiviert. Lösung wäre, die LEDs aus der Tastatur zu nehmen oder einen USB-PS/2-Adapter mit externer Stromversorgung zu nutzen. Beides nicht ideal. Und die Windows/Linux-Taste fehlt ihr auch.

Die Suche nach Ersatz

Gezwungenermaßen musste ich also eine neue Tastatur nutzen. Ich erinnere mich, dass ich schon beim Kauf dem Verkäufer ziemlich auf die Nerven gegangen bin, weil ich mich durch alle Tastaturen probieren wollte. Zu dem Zeitpunkt war eine Tastatur bereits ein Wegwerfartikel. Selbst eine „gute“ lag bei 60 Euro und war aus seiner Sicht völlig ausreichend. Aus meiner Sicht waren alle überladen mit Sondertasten: Taschenrechner öffnen, Suche öffnen, Play. Ich will tippen.

Es wurde eine Logitech. Sie war OK, wobei OK hier der Bruder von Scheiße ist. Dann eine Cherry, besser, aber nicht richtig gut.

Das Keyboard

Irgendwo hörte ich von einer Tastatur namens „Das Keyboard“. Der Preis war mit knapp 160 Euro heftig, besonders da ich keine Möglichkeit hatte, sie vorher zu testen. Glücklicherweise kann man Online-Bestellungen innerhalb von zwei Wochen zurückschicken. Es wurde also Das Keyboard in Version 1.

Perfekt. Schöne Tastatur, tippt sich wunderbar, klingt auch wieder schön. Zwei kleine Probleme: Erstens die Größe, ähnlich wie die IBM, aber nicht mehr ganz zeitgemäß. Zweitens habe ich ein Glas Dr Pepper über die Tastatur gekippt. Nach zwei Jahren war sie tot.

Dieses Mal keine Experimente beim Neukauf. Es wurde das „Das Keyboard Model S Professional Clicky“ mit Cherry MX Blue Switches. Nicht so groß, feiner Sound, tippt sich wunderbar. Mein Workspace zuhause war gerettet.

Im Büro

Blieb noch das Problem auf der Arbeit. Dort hatte ich eine Logitech, bei der die F-Tasten standardmäßig Play, Stop und ähnlich Wichtiges auslösten. Die echten F-Tasten erreichte man nur mit der Fn-Taste. Als schnellen Ersatz gab es dann eine Logitech MK120. Auf dieser konnte ich nicht schreiben. Tut mir leid, geht nicht. Vier Tage versucht. Also die alte Cherry mitgenommen. Das ging immerhin.

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ownCloud Sync Client Sabayon

Veraltet: ownCloud wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt und Sabayon Linux wurde 2020 eingestellt. Der ownCloud-Nachfolger ist Nextcloud.

Auf meinem Sabayon System findet mein Rigo leider keinen owncloud-client. Glücklicherweise baut sich dieser fast von alleine.

Ich lade mir also einfach die beiden Quellpakete qtkeychain-master.zip und mirall-1.6.1rc1.tar.bz2 herunter. Entpacke sie qtkeychain-master in qtkeychain-master und mirall-1.6.1rc1 in mirall. Dann beginne ich mit dem bauen, dabei lege ich den späteren Installationsprefix auf /usr fest damit es am Ende nicht alles unter /usr/local… liegt. Dieses aber, wie so oft, selbst denkend nachmachen, es wird schnell unordentlich.

$ mkdir qtkeychain-build
$ cd qtkeychain-build
$ cmake -DCMAKE_BUILD_TYPE="Debug" cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX:PATH=/usr ../qtkeychain-master
$ make
$ sudo make install

Jetzt noch der eigentliche owncloud-client.

$ mkdir mirall-build
$ cd mirall-build
$ cmake -DCMAKE_BUILD_TYPE="Debug" cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX:PATH=/usr ../mirall
$ make
$ sudo make install

Schon lässt sich alles aufrufen und wie gewünscht nutzen. Ach ja, sollten noch Abhängigkeiten fehlen, finden sich diese aktuell alle mit Rigo! Sauberer wäre es ebenfalls direkt Pakete zu erstellen, dann könnte man sie sauberer ersetzten, löschen usw.. Ist mir gerade für diese Nummer zu aufwendig.

Viel Spaß!

Rigo meldet sich…

Veraltet: Sabayon Linux wurde 2020 eingestellt. Der Paketmanager Rigo (Entropy) existiert nicht mehr.

Da bekomme ich doch gerade die folgende Info von Rigo präsentiert:

<=|=< (optimistisch gesehen: ein Fisch)

Ich bin natürlich sofort in wildes Lachen ausgebrochen. Ich stehe auf den …..!

ownCloud

Veraltet: ownCloud wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Der Nachfolger ist Nextcloud.

Zur kurzen Beschreibung von ownCloud greife ich jetzt einfach mal ganz faul auf den ersten Absatz aus dem passenden Wikipediaartikel zurück:

### schnipp ###

ownCloud ist eine Software-Suite, die einen ortsunabhängigen Speicherbereich für Daten zur Verfügung stellt. Das Projekt wurde im Januar 2010 vom KDE-Entwickler Frank Karlitschek ins Leben gerufen, um eine freie Alternative zu kommerziellen Cloud-Anbietern zu schaffen. Im Gegensatz zu kommerziellen Speicherdiensten kann ownCloud auf einem privaten Server ohne Zusatzkosten installiert werden. Somit können gerade bei sensiblen Daten die Bedenken gegenüber einer Datenweitergabe und der damit einhergehenden Abgabe der Kontrolle über die Daten zerstreut werden.

Als Grundlage setzt das Projekt auf PHP und einer angebundenen SQLite-, MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank. Die ownCloud kann über eine Weboberfläche bedient werden und ist dadurch nicht an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden. Aber auch andere Anwendungen, wie beispielsweise Dateimanager oder Groupwares, können die ownCloud über eine Schnittstelle ansprechen und Dateien und Daten lokal bereitstellen.

### schnapp ###

Im Grunde lässt sich ownCloud also mit recht kleinen Grundvoraussetzungen ownCloud in Betrieb nehmen. Selbst die einfache Installation ist nicht weiter aufwendig. Natürlich hängt es immer etwas davon ab, welche Systeme man noch anbinden möchte und wie groß es am Ende wirklich werden soll.

Inzwischen gibt es für alle möglichen Clients auch Software, welche sie an ownCloud anbindet. Evolution, Thunderbird, Kmail (und Anhang), Sync-Clients für Windows/Linux/… Man kann einfach auf seine Dateien per WebDAV zugreifen usw. usw…

Man hat also seine Daten wirklich unter der eigenen Kontrolle und würfelt sie nicht irgendwo hin. Dabei ist die nötige Basis so gering dass es alles sogar über einen Raspberry Pi läuft.

OK… Es hat natürlich einen Haken. Denn es ist wie immer, wenn man selbst dafür verantwortlich ist, dann ist man auch selbst dafür verantwortlich. Alles ist dann nur so sicher wie man es selbst abgesichert hat, sich um die Patchstände kümmert und die Konfiguration vorgenommen hat.

Denn noch bietet man natürlich selbst in der Regel ein nicht ganz so attraktives Ziel wie ein großer Clouddienstleister (ich mag das Wort cloud nicht…).

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Contabo VPS

Lange habe ich nach einem ordentlichen Anbieter für einen neuen vServer gesucht. Dabei galt es folgende Kriterien zu erfüllen:

– Min. 2 IPv4 Adressen
– Ein kleines IPv6 Netz
– Unbegrenzter Traffic
– Min. 100Mbit/s Anbindung
– Min. 2 CPUs
– Min. 4 GB RAM
– Min. 200 GB HDD
– Linux als OS

Natürlich habe ich zuerst die Großen abgeklappert.

– 1und1 kein IPv6 (warum nicht? Ich meine 2014 HALLO!?!?)
– Strato nur EINE IPv6 Adresse (Ö_ö eine IPv6 Adresse…. eine?)
– Host Europe kein IPv6 bei den vServer nur bei den Root Server EINE (tz..)
– 1blue kein IPv6
– Server4you kein IPv6 beim vServer, sonst soll es wohl gehen…
– Serverloft… Joar, die Kosten sind mir zu hoch. Sind aber auch keine vServer.
– usw. usw. usw…

IPv6 scheint noch immer ein größeres Problem zu sein, ist nicht voll integriert oder ist (wie auch meherer IPv4 Adressen) hochpreisigen Produkten vorbehalten.

Dann bin ich auf Contabo gestoßen. Ich war Opfer der Werbung im Linux Magazin 🙁 Preis/Leistung sah dabei einfach zu gut aus. Daher habe ich angerufen. Ohne lange Hoteline sprach ich mit einem Menschen. Diesem stellte ich direkt meine Fragen und er konnte sie überraschenderweise direkt und sicher beantworten. Mit sicher meine ich, dass man nicht das Gefühl hatte er würde es irgendwo nachlesen oder wäre nach einer kurzen Schulung auf die Hotline losgelassen worden. Nein, es war wirklich gut!

Natürlich habe ich abschließend die Frage gestellt wie es klappt dass die angegebene Leistung so gut ist, der Support so schön zu funktionieren scheint und die Ausstattung und Randbedingungen ebenfalls so gut erscheinen. Nach hörbarem Schmunzeln bekam ich die Antwort: Das würde oft gefragt…. Ich müsse es so sehen. Contabo selbst stellt wirklich nur die Hardware und die Infrastruktur. Für das System selbst ist man selbst verantwortlich. Wenn es da mal Probleme gibt, könnte der Support zwar helfen diese wäre dann aber Kostenpflichtig (er meinte damit wenn man seine Kiste mal zerfriemelt hat). Man müsse schon wissen was man tut, dieses würden Contabo bei seinen Produkten einfach voraussetzten.

Schien also genau das zu sein was ich gesucht habe! Daher habe ich bestellt… Wobei ich genau eine solche Antwort von jedem Root-Server erwarten würde.

Alles ging schnell und für mich verständlich online. Ich bekam eine E-Mail mit der Bitte Geld zu überweisen (wer konnte damit nur rechnen. ). Kurz nach meiner Überweisung flatterten bereits die Zugangsdaten in mein Postfach.

Wie bei der Bestellung angeklickt hatte ich schon eine zweite IPv4 Adresse und konnte die PTR-Records flott im Webmenü eintragen. Um die PTR-Records der IPv6 Adressen zu ändern musste ich kurz den Support per E-Mail bemühen. Freitags um 23:36 Uhr habe ich ihn angemailt als ich morgens aufgewacht bin hatte ich schon die Bestätigung in meinem Postfach. Das System selbst ist genau wie bestellt und hat mehr Leistungsreserven als erwartet. Ich habe 8GB Arbeitsspeicher, 400Gb Festplattenplatz und zwei CPUs mit 3,4GHz. Auf der Webseite war nur etwas von 3,2GHz zu lesen. Ok ok… die paar MHz machen den Braten jetzt nicht fett, das es Core I7 CPUs sind hat mich denn noch überrascht!

Ich habe natürlich Speicher und CPU mal mit Arbeit beworfen um zu testen ob es nicht nur Schein ist. Alles prima…. Die Storage Anbindung ist ja gerne mal etwas zu genau auf den Punkt dimensioniert. Bei meinem System kann ich nicht klagen. Performance und I/Os sind wunderbar und mehr als ausreichend.

100Mbit/s sind auch 100Mbit/s… Wobei man hier auf das „Kleingedruckte“ achten muss: Keine zusätzlichen Kosten durch Traffic (bei einem Durchschnittsverbrauch über 40 Mbit/s in einem zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 5 Tagen erfolgt eine Umstellung der Anbindung auf 10 Mbit/s).

Zu dem Thema muss ich dann wohl mal eine kleine Auswertung vom Support anfordern. Sollte doch machbar sein, oder?

Ob mich dieses noch ärgert, werde ich herausfinden. Ob mich noch mehr ärgert wird sich zeigen!

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VLAN mit den iproute Tool ip.

Früher also man noch ifconfig nutzte, da gab es vconfig um VLANs auf einem Linux Rechner zu konfigurieren. Wenn ich mich richtig erinnere ist die Verwendung von ifconfig inzwischen unter Strafe gestellt.

Also BITTE nutzt ip. Es kann mehr, es zeigt auch alles an und es ist viel einfacher. Vertraut mir…

Hier einmal kurz VLAN mit command ip!

Anlegen des VLAN Interfaces:

$ ip link add link eth0 name eth0.10 type vlan id 10

Vergeben eine IPv4 Adresse auf dieses neue VLAN Interface:

$ ip -4 addr add 192.168.10.1/24 dev eth0.10

Aktivieren des neuen VLAN Interfaces:

$ ip -4 addr add 192.168.10.1/24 dev eth0.10

Damit haben wir nun ein VLAN Interface mit der VLAN ID 10 und der IPv4 Adresse 192.168.10.1 und der Netzmaske 255.255.255.0. Die .10 im Interfacenamen hat nichts mit der VLAN ID zutun. Ich nenne es nur gerne so um es für mich einfacher zu machen.

Ein Tool, sinnvoll aufgebaut, für fast alles nutzbar, funktioniert, geil. Benutzt es.

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Ping ok aber bitte nur als root….

Ich hocke hier an meinem Sabayon Linux Hobel und bin etwas genervt da ich einen einfachen ping oder ping6 nur mit den erweiterten Rechten vom root ausführen kann.

$ ping www.kernel-error.de
ping: icmp open socket: Operation not permitted

Um es mir einfach zu machen hilft es die Rechte an den beiden Programmen zu ändern:

$ chmod u+s /bin/ping
$ chmod u+s /bin/ping6

Schon kann fast jeder User wieder pingen!

 

 

 

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