IT security, FreeBSD, Linux, mail server hardening, post-quantum crypto, DNS, retro computing & hands-on hardware hacks. Privater Tech-Blog seit 2003.

Schlagwort: Encryption (Seite 3 von 8)

TLS 1.0 und 1.1 abschalten: Postfix, Dovecot und Nginx auf TLS 1.2+ umstellen

TLS 1.0 stammt von 1999, TLS 1.1 von 2006. Beide Versionen haben bekannte Schwächen (BEAST, POODLE, fehlende AEAD-Cipher) und werden seit 2020 von keinem Browser mehr unterstützt. Qualys SSL Labs vergibt seit 2020 maximal ein B-Rating wenn TLS 1.0 oder 1.1 aktiv ist. Es gibt keinen Grund mehr, diese Protokolle anzubieten.

Postfix

In der main.cf die Mindestversion auf TLS 1.2 setzen. Die Einstellungen gelten getrennt für eingehende (smtpd) und ausgehende (smtp) Verbindungen:

# Eingehend (smtpd)
smtpd_tls_mandatory_protocols = >=TLSv1.2
smtpd_tls_protocols = >=TLSv1.2

# Ausgehend (smtp)
smtp_tls_mandatory_protocols = >=TLSv1.2
smtp_tls_protocols = >=TLSv1.2

Die Syntax >=TLSv1.2 gibt es seit Postfix 3.6. Bei älteren Versionen muss man die alten Protokolle einzeln ausschließen: !SSLv2, !SSLv3, !TLSv1, !TLSv1.1. Wenn OpenSSL 1.1.1+ oder neuer installiert ist, wird TLS 1.3 automatisch unterstützt und bevorzugt.

Dovecot

In conf.d/10-ssl.conf:

ssl_min_protocol = TLSv1.2
ssl_cipher_list = ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256
ssl_prefer_server_ciphers = yes

ssl_min_protocol gibt es seit Dovecot 2.3.15. In älteren Versionen heißt es ssl_protocols = !SSLv3 !TLSv1 !TLSv1.1. Die Cipher-Liste enthält nur AEAD-Cipher mit Forward Secrecy.

Nginx

ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;
ssl_ciphers TLS_AES_256_GCM_SHA384:TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256:TLS_AES_128_GCM_SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256;
ssl_prefer_server_ciphers on;

Die TLS-1.3-Cipher (TLS_AES_*) werden von OpenSSL automatisch bevorzugt und lassen sich nicht über ssl_ciphers deaktivieren. Die Reihenfolge in der Cipher-Liste gilt nur für TLS 1.2.

stunnel

Wer stunnel als TLS-Wrapper nutzt (z.B. für DNS over TLS):

options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1

Prüfen

Nach der Umstellung prüfen ob die alten Protokolle wirklich deaktiviert sind:

# TLS 1.0 testen (sollte fehlschlagen)
openssl s_client -connect smtp.example.de:25 -starttls smtp -tls1 2>&1 | grep "Protocol"

# TLS 1.2 testen (sollte funktionieren)
openssl s_client -connect smtp.example.de:25 -starttls smtp -tls1_2 2>&1 | grep "Protocol"

Für Webserver hilft Qualys SSL Labs. Wer noch einen Schritt weitergehen will: Mit ECDSA-Zertifikaten wird der Handshake schneller und mit Post-Quantum Key Exchange ist der Schlüsselaustausch auch gegen Quantencomputer abgesichert. Fragen? Einfach melden.

DNS over TLS mit Stunnel und BIND9: Eigenen DoT-Server einrichten

DNS-Abfragen laufen normalerweise im Klartext über UDP Port 53. Jeder der den Traffic mitlesen kann (ISP, Hotspot-Betreiber, Geheimdienst) sieht welche Domains aufgelöst werden. RFC 7858 definiert DNS over TLS (DoT): DNS-Abfragen über eine TLS-verschlüsselte TCP-Verbindung auf Port 853.

BIND9 konnte zum Zeitpunkt dieses Beitrags kein natives DoT. Die Lösung: stunnel als TLS-Wrapper vor den BIND stellen. stunnel terminiert die TLS-Verbindung auf Port 853 und leitet die entschlüsselten DNS-Pakete an BIND auf Port 53 weiter.

Stunnel-Konfiguration

Unter FreeBSD liegt die Konfiguration in /usr/local/etc/stunnel/conf.d/. Für IPv4 und IPv6 jeweils eine Sektion:

# /usr/local/etc/stunnel/conf.d/dnstls.conf

[dns4]
accept = 853
connect = 127.0.0.1:53
cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt
key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key
CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt

[dns6]
accept = :::853
connect = ::1:53
cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt
key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key
CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt

accept ist der Port auf dem stunnel lauscht (853 = DoT-Standard). connect ist der lokale BIND9. Das Zertifikat muss für den Hostnamen des DNS-Servers gültig sein, sonst schlägt die Validierung auf der Client-Seite fehl.

Testen

TLS-Verbindung prüfen:

openssl s_client -connect ns1.kernel-error.de:853

In der Ausgabe sollte Verify return code: 0 (ok) stehen und eine TLS-1.2- oder TLS-1.3-Verbindung angezeigt werden.

DNS-Abfrage über TLS mit getdns_query (in den FreeBSD-Ports als getdns):

getdns_query @ns1.kernel-error.de -s -a -A -l L www.kernel-error.de AAAA

Die Option -l L erzwingt TLS. Bei Erfolg kommt ein JSON-Objekt mit "status": GETDNS_RESPSTATUS_GOOD und der aufgelösten Adresse zurück. Alternativ kann man mit kdig (aus dem Paket knot-utils) testen:

kdig +tls @ns1.kernel-error.de www.kernel-error.de AAAA

Clients

Android 9+ hat DoT nativ eingebaut (Einstellungen → Netzwerk → Privates DNS). Dort den Hostnamen des eigenen DNS-Servers eintragen. Unter Linux kann systemd-resolved DoT, oder man nutzt stubby als lokalen DoT-Proxy.

Weiterentwicklung

Siehe auch: RFC 7858 – DNS over Transport Layer Security, DNS over TLS (DoT) mit BIND, Stunnel und Android 9 einrichten, DNS over TLS mit BIND, Stunnel und Android 9: Eigener DoT-Server, BIND auf FreeBSD: DoT & DoH einrichten mit Views, IP‑Trennung und Testplan für IPv4/IPv6.

Neben DoT gibt es inzwischen auch DNS over HTTPS (DoH), das DNS-Abfragen über HTTPS auf Port 443 tunnelt. DoH hat den Vorteil, dass es durch Firewalls und Proxies nicht blockiert werden kann, weil es wie normaler HTTPS-Traffic aussieht. Mein DNS-Resolver dns.kernel-error.de bietet inzwischen beides an. Fragen? Einfach melden.

Neues S/MIME Zertifikat

Neues S/MIME Zertifikat, neuer SMIMEA-Record. Weil E-Mail-Verschlüsselung nicht nur für Paranoide ist. Oder doch? Egal, ich mache es trotzdem.

S/MIME Zertifikat getauscht

Wie angekündigt habe ich ein neues S/MIME Zertifikat. Wer mir verschlüsselt schreiben will, braucht den neuen öffentlichen Schlüssel. Den gibt es wie immer über die üblichen Wege oder halt per erster unverschlüsselter Mail an mich.

SMIMEA: S/MIME trifft DANE

Das Spannende daran: ich habe direkt einen SMIMEA-Record dazu im DNS hinterlegt. SMIMEA ist quasi DANE für S/MIME. Statt nur TLS-Zertifikate von Servern im DNS zu veröffentlichen, kann man damit auch S/MIME-Zertifikate von E-Mail-Adressen per DNS verifizierbar machen. Der RFC dazu war 2017 noch im Draft-Status (RFC 8162), inzwischen ist er finalisiert.

Die Idee ist simpel: Du hast DNSSEC für deine Domain (habe ich), du hast ein S/MIME-Zertifikat (habe ich jetzt neu) und du packst den Fingerprint oder das ganze Zertifikat als SMIMEA-Record in deine DNS-Zone. Jeder der mir eine verschlüsselte Mail schicken will, kann mein Zertifikat dann per DNS-Abfrage verifizieren. Kein Rumsuchen auf Keyservern, keine manuelle Prüfung ob das Zertifikat echt ist.

In der Praxis nutzt das aktuell fast niemand. Mailclient-Support ist mager, die meisten Leute wissen nicht mal was S/MIME ist, geschweige denn SMIMEA. Aber genau deshalb mache ich es. Jemand muss ja anfangen.

Wer sich für DANE, SMIMEA oder E-Mail-Sicherheit interessiert, kann mich gerne fragen.

GlobalSign S/MIME und so…

Nach dem „tot“ von StartSSL brauche ich ja auch mal ein neues S/MIME Zertifikat. Class 2 bei GlobalSign sollte für mich privat reichen (auch wenn ich schon auf Class 3 geschielt habe, mal sehen ob ich das noch nachziehe). Als erstes habe ich da trocken angerufen und gefragt ob ich auf sie bauen kann oder mich am Ende so ärgere wie über StartSSL / Symantec usw… Klar es ist eine große CA die zu viel Geld für Mist bekommen und der Anruf war total nutzlos. Er hat dennoch für Spaß bei mir und da bin ich mir sicher, ebenfalls bei GlobalSign geführt.

Nun klicke ich mich also gerade durch die Anmeldung und muss alle möglichen Daten eingeben sowie Vereinbarungen zustimmen usw. an einer Stelle soll ich dann schon mal mein Kennwort für die Zertifikatsverwaltung festlegen. Ich überzeuge also wie immer pwgen mir eines zu würfeln werfe es rein. Die Info unter dem Kennwortformular lese ich natürlich nicht und bekomme direkt die Quittung. Ich habe unerlaubte Sonderzeichen in meinem Passwort für die Zertifikatsverwaltung angegeben. Unerlaubte Sonderzeichen?!?!? Stimmt… Die Kennwörter dürfen nur aus Zahlen und Buchstaben (groß/klein) bestehen..

Das Kennwort für die Zertifikatsverwaltung darf also keine Sonderzeichen enthalten. Den Satz habe ich jetzt schon ein paar mal gesagt aber öhm ich begreife ihn irgendwie noch nicht. *kopfschüttel* Kann mir das bitte mal jemand verständlich machen? Am besten ich ruf da noch mal an, oder?

Siehe auch: S/MIME per DNS mit SMIMEA, Kleiner Nachtrag zum GlobalSign S/MIME Zertifikat…, Neues StartSSL S/MIME Zertifikat

Fragen? Einfach melden.

Neues Zertifikat für die Homepage von Let’s Encrypt

Tach zusammen,

StartSSL ist ja aktuell einfach tot 🙁 Eine für mich sinnvolle Alternative konnte ich aber nicht finden. Eine Wildcard Zertifikat für meine Domains und dann einfach überall das gleiche *grusel* aber 10000 € ausgeben um sonst meine Wünsche zu erfüllen macht auch keinen Sinn. Tja bleibt Let’s Encrypt…. Gott, ich will nicht alle drei Monate neue Zertifikate bauen. Das ist Käse, vor allem mit TLSA/DANE, HPKP usw. *brech*

Für jetzt bin ich dennoch dazu gezwungen auf Let’s Encrypt zu wechseln. Es wird also ein solches Zertifikat hier geben. Ich hoffe nun einfach darauf, dass StartSSL wieder in die Browser kommt. 01.06.2017 soll es da wohl weiter gehen, hm?

https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1311832

https://startssl.com/NewsDetails?date=20160919

Klar ist jetzt dieser China CA zu vertrauen? Nö… Nur bis zu einem gewissen Punkt und ab dann halt HPKP, TLSA/DANE, DNS CAA. Was mir so gut gefällt ist die Möglichkeit für einen vertretbaren Preis so viele unterschiedliche Zertifikate raus zu hauen, wie ich es für richtig halte.

Also kommt nun Let’s Encrypt als „hoffentlich Übergang“ und dann wieder StartSSL oder jemand von euch hat eine gute Idee für mich?

So long…

Siehe auch: Von RSA zu ECDSA

Fragen? Einfach melden.

EC 521 bits / SHA256withRSA – Elliptic Curve mit openssl für den Apache

Heute möchte ich einmal ein Zertifikat für meinen munin erstellen. Als Test möchte ich einmal ein Zertifikat mit Elliptischen Kurven im Schlüssel probieren. Dieses soll natürlich ebenfalls von StartSSL signiert werden.

Die openssl Befehle sind wie immer nicht weiter besonders….

Schlüssel erstellen:

$ openssl ecparam -out http.key -name secp521r1 -genkey

CSR erstellen:

$ openssl req -new -sha256 -key http.key -nodes -out http.csr

Den Inhalt des CSRs ausgeben und der CA (StartSSL) zum signieren geben, sowie das signierte Zertifikat in die Datei http.crt gießen:

$ cat http.csr 
$ vi http.crt

Alles im PEM-File zusammenführen:

$ cat http.key http.crt > http.pem

Als guten Abschluss noch ein paar Diffie Hellman einwerfen (wenn auch etwas unnötig):

$ openssl gendh 4096 >> http.pem

Fertig ist das Zertifikat! Alles noch wie bekannt in den Apachen werfen und zur Sicherheit einmal Qualys auf die Seite loslassen:

https://www.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=munin.kernel-error.com

Damit habe ich also nun ein EC 521 bits / SHA256withRSA Zertifikat. Tja, in meinem Firefox sieht alles aus wie immer. Gut, der Microsoft Rempel schlägt wie so oft hart auf aber ich nutze die Seite eh nie mit dem IE ;-P

Was meint ihr?

Siehe auch: Von RSA zu ECDSA

Fragen? Einfach melden.

2048 bit Elliptic Curve Diffie-Hellman (ECDH) – Java 8 und Openfire

Kleinere Schlüssel als 2048bit sollte man mit Elliptic Curve Diffie-Hellman (ECDH) ja nicht mehr nutzen. Seit Java Version 1.8 ist dieses auch unterstützt. Wer also seinem Openfire xmpp/jabber Server diese Möglichkeit unterschieben möchte, sollte auf ein Oracle Java 1.8 setzen!

Wie also nun Java 8 dazu überreden? Auf einem Debian 8 (jessi) oder ähnlichem klappt es, wie folgt:

Möglichkeit Nummer 1. Zentral für alle Java Prozesse:

$ vim /usr/lib/jvm/java-8-oracle/jre/lib/security/java.security
jdk.tls.ephemeralDHKeySize=2048

Möglichkeit Nummer 2. Nur für den Openfire, einfach beim Start mit übergeben:

$ vim /etc/default/openfire
# Additional options that are passed to the Daemon.
DAEMON_OPTS="-Djdk.tls.ephemeralDHKeySize=2048"

Um zu prüfen ob alles auch sauber umgesetzt ist hilft wie immer xmpp.net:

https://xmpp.net/result.php?id=7146

https://xmpp.net/result.php?id=7134

Oh ja, über Openfire AES 256 und JCE Unlimited Strength Jurisdiction Policy Files  müssen wir jetzt nicht mehr sprechen, oder? Ebenfalls nicht darüber, wie bei Openfire unsichere Cipher und Protokolle deaktivieren, oder?

Puhh… das was angenehm einfach oder? Bei Fragen, fragen.

Fragen? Einfach melden.

Firefox OCSP-Stapling Fehler bei StartSSL beheben

Veraltet: StartSSL wurde 2017 von allen Browsern als nicht mehr vertrauenswürdig eingestuft und hat den Betrieb eingestellt. OCSP Stapling ist weiterhin relevant, aber die hier beschriebene Fehlerursache (StartSSL OCSP-Responder) existiert nicht mehr.

Natürlich ist bei mir OCSP Stapling am Apache 2.4 aktiviert…. Doch plötzlich zeigt mir meine Webseite beim Besuch mit dem Mozilla Firefox folgende Fehlermeldung:

Secure Connection Failed

An error occurred during a connection to www.kernel-error.de. The OCSP server suggests trying again later. (Error code: sec_error_ocsp_try_server_later)

    The page you are trying to view cannot be shown because the authenticity of the received data could not be verified.
    Please contact the website owners to inform them of this problem.

Im Error Log des Webservers finden sich zur gleichen Zeit Logmeldungen wie:

[Mon Aug 10 07:06:28.572899 2015] [ssl:error] [pid 23648] (70007)The timeout specified has expired: [client 1.2.3.4:23726] AH01977: failed reading line from OCSP server
[Mon Aug 10 07:06:28.572924 2015] [ssl:error] [pid 23648] [client 1.2.3.4:23726] AH01980: bad response from OCSP server: (none)
[Mon Aug 10 07:06:28.572950 2015] [ssl:error] [pid 23648] AH01941: stapling_renew_response: responder error

Ahja… bad response from OCSP Server…. Habe ich nun irgendwo Mist konfiguriert oder hat wirklich der OCSP Server meiner CA StartSSL / StartCOM ein Problem? Mein Verdacht ist natürlich, dass es an der CA liegen muss. ;-P

Am schnellsten Teste ich es einmal von Hand auf meinem Client. Ist hier das gleiche Problem, liegt es sicher an der CA. Wie also manuell per openssl testen ob der OCSP Server tut was er will? Ganz einfach, so:

Als erstes einmal den öffentlichen Teil meines Zertifikates herunterladen und in einer Datei speichern:

# openssl s_client -connect www.kernel-error.de:443 2>&1 < /dev/null | sed -n '/-----BEGIN/,/-----END/p' > www.kernel-error.de.pem

Jetzt das Intermediate besorgen. Dieses sollte ja ebenfalls mein Server senden, also hole ich es von dort. Dabei ist hier nun etwas copy & paste Arbeit nötig. Folgendes wirft mir einiges um die Ohren:

# openssl s_client -connect www.kernel-error.de:443 -showcerts 2>&1 < /dev/null

Hier ist kopiere ich mir nun das Intermediate Zertifikat heraus in das File interm.pem. Spannend ist dabei das Zertifikat zu:

 1 s:/C=IL/O=StartCom Ltd./OU=Secure Digital Certificate Signing/CN=StartCom Class 2 Primary Intermediate Server CA
   i:/C=IL/O=StartCom Ltd./OU=Secure Digital Certificate Signing/CN=StartCom Certification Authority
-----BEGIN CERTIFICATE-----
MIIGNDCCBBygAwIBAgIBGzANBgkqhkiG9w0BAQsFADB9MQswCQYDVQQGEwJJTDEW

Dabei alles ab —–BEGIN CERTIFICATE—– bis einschließlich —–END CERTIFICATE—–

In meinem Zertifikat sollte der OCSP Server meiner CA hinterlegt sein. Diesen lasse ich mir nun mit folgendem Befehl ausgeben:

# openssl x509 -noout -ocsp_uri -in www.kernel-error.de.pem
http://ocsp.startssl.com/sub/class2/server/ca

Perfekt… Nun habe ich alle Informationen zusammen um einen manuellen Test gegen den OCSP Server meiner CA zu fahren:

# openssl ocsp -issuer interm.pem -cert www.kernel-error.de.pem -text -url http://ocsp.startssl.com/sub/class2/server/ca
OCSP Request Data:
    Version: 1 (0x0)
    Requestor List:
        Certificate ID:
          Hash Algorithm: sha1
          Issuer Name Hash: B9B2D56DB021B36E42F627245806C4A9A6979AEB
          Issuer Key Hash: 11DB2345FD54CC6A716F848A03D7BEF7012F2686
          Serial Number: 06D8F968657B18
    Request Extensions:
        OCSP Nonce: 
            04109228F685EAF4211B1A6D6CCF67AD9CC9
Error querying OCSP responder
34379249832:error:27076072:OCSP routines:PARSE_HTTP_LINE1:server response error:/usr/src/secure/lib/libcrypto/../../../crypto/openssl/crypto/ocsp/ocsp_ht.c:255:Code=400,Reason=Bad Request

Hm… Sehr eindeutig, oder? Es scheint also wirklich ein Problem am Server der CA zu geben. Eine kurze E-Mail an die CA später habe ich, auf die Frage ob es ein Problem mit dem OCSP Server gibt, die folgende Antwort in meinem Postfach:

Yes. It would be fixed asap.

-- 
Regards
 
Signer:  	Kirill Ivanov, VO
  	StartCom Ltd.

Na wunderbar… Damit schalte ich also OCSP Stapling mal wieder aus, bis meine CA wieder korrekt arbeitet!

SSLUseStapling Off

Bis spööööter 😀

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 -=Kernel-Error=-RSS

Theme von Anders NorénHoch ↑