-=Kernel-Error=-

IT security, FreeBSD, Linux, mail server hardening, post-quantum crypto, DNS, retro computing & hands-on hardware hacks. Privater Tech-Blog seit 2003.

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TLS 1.3 ist da!

Im August wurde TLS 1.3 auf der IETFE-Tagung als fertig beschlossen. Damit haben sich aber alle wirklich Zeit gelassen! OpenSSL hat am 11.09.2018 die Version 1.1.1 (LTS) freigegeben. Am 12.09.2018 ist diese in die FreeBSD Ports gekommen und:

root@www:/ # /usr/local/bin/openssl version
OpenSSL 1.1.1 11 Sep 2018

Fehlt also nur noch ein Eintrag in der make.conf und schon lässt sich nginx sauber dagegen bauen und alles automatisch mit portmaster auf dem neusten Stand halten 🙂

/etc/make.conf
DEFAULT_VERSIONS+= ssl=openssl111

Schaut mal nach, die meisten machen wohl jetzt schon TLS 1.3 beim lesen dieser Zeilen ^^

Qualys und SSL Labs hängen leider noch etwas nach, hier wird noch auf/gegen die Draft Version geprüft (For TLS 1.3 tests, we currently support draft version 28.). Aber ich wette das wird nicht mehr lange dauern!

Kleines Update, die HIGH-TECH Bridge Jungs testen sauber auf TLS 1.3.

Ich wurde gerade drauf hingewiesen, dass die Developer Version von ssllabs TLS 1.3 schon sauber testet. Danke Jost.

https://dev.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=www.kernel%2derror.de&s=2a01%3a4f8%3a161%3a3ec%3a0%3a0%3a0%3a443&hideResults=on&latest

Siehe auch: TLS 1.0 und 1.1 abschalten

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FreeBSD Kernel Quellen installieren | How to install FreeBSD kernel sources

Wie immer wenn mich eine Frage oft erreicht, gibt es hier dazu eine kurze Erklärung. Dieser Beitrag wird wirklich extrem kurz, denn um die Kernel Quellen für sein FreeBSD zu installieren nutze ich selbst immer folgenden Einzeiler:

# sudo svn checkout https://svn.freebsd.org/base/releng/`uname -r | cut -d'-' -f1,1` /usr/src

Tja, ich sag doch… Einfach und kurz. Viel Spaß

root@errortest:/etc/X11 # cd /usr/ports/graphics/drm-current-kmod/ && make install clean
===>  drm-current-kmod-4.16.g20190430 requires kernel source files in /usr/src.
*** Error code 1

Stop.
make: stopped in /usr/ports/graphics/drm-current-kmod

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FreeBSD Jail Upgrade: Wenn freebsd-update die Version nicht erkennt

FreeBSD-Jails lassen sich mit freebsd-update genauso upgraden wie das Host-System. Der Parameter -b gibt den Pfad zur Jail an:

# Normales Jail-Upgrade
freebsd-update -r 14.2-RELEASE upgrade -b /zroot/jails/myjail
freebsd-update install -b /zroot/jails/myjail
service jail restart myjail
freebsd-update install -b /zroot/jails/myjail
# Pakete aktualisieren
jexec myjail pkg upgrade
freebsd-update install -b /zroot/jails/myjail

Das Problem: Falsche Versionserkennung

Manchmal ist freebsd-update davon überzeugt, dass die Jail bereits auf der Zielversion läuft, obwohl sie es nicht ist. Prüft man manuell, steht da noch die alte Version:

jexec myjail freebsd-version
13.2-RELEASE-p9

Das passiert typischerweise wenn die Jail schon Patches bekommen hat oder wenn der Host auf einer anderen Version läuft als die Jail. freebsd-update liest die Version aus Dateien im Jail-Dateisystem und kommt durcheinander.

Die Lösung: –currently-running

Mit --currently-running gibt man freebsd-update die aktuelle Version explizit vor:

freebsd-update -b /zroot/jails/myjail --currently-running 13.2-RELEASE-p9 -r 14.2-RELEASE upgrade

Danach läuft das Upgrade normal durch. Die Version, die man bei --currently-running angibt, muss exakt der Ausgabe von freebsd-version in der Jail entsprechen, inklusive Patchlevel.

Tipp: Vor dem Upgrade einen ZFS-Snapshot der Jail anlegen. Falls etwas schiefgeht, ist ein Rollback in Sekunden erledigt.

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OpenPOWER-Testsystem mit POWER8-CPU von Thomas-Krenn im Detail

Die netten Leute von Thomas Krenn haben uns ihr OpenPOWER-Testsystem zur Verfügung gestellt. Wir wollten dieses System schon länger in die Finger bekommen. Jetzt hat es endlich geklappt.

Die Hardware

Der Server zieht mit seinen zwei 1200-Watt-Netzteilen in der Spitze etwa 370 Watt (im Normalbetrieb um die 230 Watt) und soll laut Thomas Krenn 1.325 BTU/h produzieren. Verbaut sind 128 GB RAM und eine POWER8-CPU:

root@ubuntu:~# lscpu
Architecture:          ppc64le
Byte Order:            Little Endian
CPU(s):                64
Thread(s) per core:    8
Core(s) per socket:    8
Socket(s):             1
Model name:            POWER8 (raw), altivec supported
CPU max MHz:           3857.0000
L1d cache:             64K
L1i cache:             32K
L2 cache:              512K
L3 cache:              8192K

64 Threads auf 8 Cores, SMT8. Das Betriebssystem war ein Ubuntu 16.04 LTS (ppc64le).

Storage-Anpassung

Die mitgelieferten Festplatten (3,5″ Nearline SAS mit 7,2k) waren für unseren Datenbanktest zu langsam. Also haben wir ein paar ältere 15k-SAS-Platten aus dem Lager verbaut und in ein RAID 10 geworfen. Damit war das lokale Storage laut pg_test_fsync vergleichbar mit unseren anderen Testsystemen. Wir wollten ja CPU-Leistung vergleichen, nicht Festplatten.

Alltagsvergleich

Als Erstes ein paar alltägliche Operationen im Vergleich mit Intel-Systemen:

CPUSHA256 500 MBbzip2 500 MBAES 500 MB
2× Xeon E5-2665 @ 2.40 GHz3,859 s5,445 s1,337 s
1× POWER8 @ 3.86 GHz3,803 s7,868 s0,866 s
1× Core i7-6700 @ 3.40 GHz2,370 s4,207 s0,831 s
2× Xeon E5-2650 v4 @ 2.20 GHz2,652 s5,413 s1,585 s
2× Xeon E5-2650 v3 @ 2.30 GHz2,484 s5,217 s1,500 s

AES-Verschlüsselung: POWER8 vorn. SHA256: gleichauf. bzip2: Intel deutlich schneller. Ein gemischtes Bild.

UnixBench

Das OpenPOWER-System gegen ein Dell-System mit zwei Intel Xeon E5-2665 (nur CPU/RAM relevant):

Benchmark2× Xeon E5-26651× POWER8
Dhrystone 234.551.077 lps27.167.564 lps
Double-Precision Whetstone4.082 MWIPS4.092 MWIPS
Execl Throughput2.124 lps2.776 lps
Pipe Throughput2.067.851 lps465.884 lps
Process Creation4.278 lps7.391 lps
Shell Scripts (1 concurrent)5.543 lpm7.085 lpm
Shell Scripts (8 concurrent)6.090 lpm4.357 lpm
System Call Overhead4.186.840 lps344.157 lps
Index Score1.629,6851,8

Process Creation und Shell Scripts (single): POWER8 vorn. System Calls und Pipe Throughput: Intel massiv besser. Der Index-Score geht klar an Intel, wobei der Vergleich nicht ganz fair ist (Dual-CPU gegen Single-CPU).

PostgreSQL-Restore

Die hohe Thread-Anzahl und die breite Speicheranbindung machen die POWER8 theoretisch zum guten Datenbankprozessor. Wir arbeiten viel mit PostgreSQL, also haben wir unsere Testdatenbank restored:

CPURestore-Zeit
2× Xeon E5-2650 v3 @ 2.30 GHz129 min 34 s
1× POWER8 @ 3.86 GHz120 min 43 s

Knapp 9 Minuten schneller als das Dual-Xeon-System. Bei Datenbank-Workloads macht sich die Speicheranbindung bemerkbar.

Fazit

Die POWER8 ist ohne Zweifel leistungsstark. Die Speicheranbindung und die 64 Threads merkt man bei Datenbank-Workloads. Im Single-CPU-Vergleich macht das System bei Datenbanken den Stich. Aber: Das OpenPOWER-System von Thomas Krenn gibt es nur mit einem CPU-Socket, preislich liegt es aber auf dem Niveau eines Dual-Xeon-Systems. In diesem Vergleich hat Intel die Nase vorn.

IBM hat die POWER8 2013 vorgestellt, unser Test war 2018. Die Vergleichssysteme waren ebenfalls nicht brandneu. Unterm Strich: Tolle CPU, aber im Preis-Leistungs-Verhältnis für einen Datenbankserver gegenüber Intel der Verlierer. Im HPC-Bereich oder bei der Anbindung von Nvidia-Beschleunigern sieht das sicher anders aus. Dual-CPU-Systeme oder direkt POWER9 (mit einem Hardware-GZIP-Accelerator und erweiterten Crypto-Instructions, AES gab es in POWER8 allerdings schon in Hardware) wären spannend gewesen. Da IBM von diesen CPUs im Vergleich zu Intel nur geringe Stückzahlen verkauft, bleibt der Preis hoch.

Update 2026: was sich seitdem getan hat

Der Test ist von 2018, die Server-Landschaft hat sich seitdem gedreht. IBM hat 2021 die POWER10 vorgestellt (Power E1080, S1014, S1022), inklusive Matrix Math Assist Instructions für AI-Inferenz. Die OpenPOWER-Foundation ist seit 2019 unter dem Dach der Linux Foundation, und für Workstations jenseits der reinen IBM-Welt ist RaptorCS mit den Talos-II-Boards (POWER9) die Community-Anlaufstelle geblieben. ppc64le-Linux lebt ebenfalls, Debian, Fedora, NixOS und diverse andere Distributionen pflegen die Architektur weiter.

Die größere Veränderung kommt allerdings aus der Konkurrenz. AMD EPYC (Genoa, Turin) dominiert heute im x86-Server-Bereich, Intel hat mit Sapphire Rapids und Granite Rapids nachgezogen, und vor allem ARM ist im Rechenzentrum angekommen: Ampere Altra und AmpereOne, AWS Graviton in der dritten und vierten Generation, NVIDIA Grace für HPC und AI. Die Nische für POWER liegt damit 2026 eher bei AIX-Legacy, HPC mit NVLink-Integration und bei Projekten, denen Architektur-Unabhängigkeit wichtig ist. Für den klassischen Datenbank- oder Webserver-Einsatz ist ppc64le ein Exot geworden.

Wer FreeBSD auf anderer Hardware ausprobieren will: FreeBSD auf dem Desktop beschreibt die Grundinstallation mit MATE. Und mit bhyve und vm-bhyve lassen sich Windows-VMs auf FreeBSD betreiben.

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bhyve und vm-bhyve: Windows-VM auf FreeBSD einrichten

bhyve und vm-bhyve auf FreeBSD mit Windows-VM, ZFS-Storage, virtuellem Netzwerk, ISO-Import, VNC-Zugriff, RDP-Nutzung und VM-Verwaltung.

FreeBSD bringt seit Version 10.0 einen eigenen Typ-2-Hypervisor mit: bhyve. Für den täglichen Umgang empfiehlt sich vm-bhyve als Verwaltungstool, damit lässt sich eine Windows-VM in wenigen Minuten einrichten, ohne sich mit den bhyve-Basistools herumschlagen zu müssen.

vm-bhyve installieren und einrichten

# Installation
pkg install vm-bhyve grub2-bhyve uefi-edk2-bhyve

# ZFS-Dataset für VMs anlegen
zfs create pool/vm

# Autostart aktivieren
sysrc vm_enable="YES"
sysrc vm_dir="zfs:pool/vm"

# Initialisieren und Templates kopieren
vm init
cp /usr/local/share/examples/vm-bhyve/* /pool/vm/.templates/

# Netzwerk-Switch erstellen und physisches Interface anhängen
vm switch create public
vm switch add public em0

Windows-VM erstellen

ISO-Dateien importieren, die Windows-ISO und die virtio-Treiber für die Netzwerkkarte:

# Windows-ISO importieren
vm iso /home/kernel/Download/win10.iso

# virtio-net Treiber (für die Netzwerkkarte in der VM)
fetch https://fedorapeople.org/groups/virt/virtio-win/direct-downloads/stable-virtio/virtio-win.iso
vm iso /home/kernel/Download/virtio-win.iso

VM aus dem mitgelieferten Windows-Template erstellen:

vm create -t windows -s 200G win10

VM-Konfiguration anpassen

Das Windows-Template kommt mit 2 CPUs und 2 GB RAM. Für eine brauchbare Windows-VM besser anpassen:

vm configure win10
uefi="yes"
cpu=4
memory=8G
graphics="yes"
graphics_port="5999"
graphics_listen="127.0.0.1"
graphics_res="1280x1024"
graphics_wait="auto"
xhci_mouse="yes"
network0_type="virtio-net"
network0_switch="public"
disk0_type="ahci-hd"
disk0_name="disk0.img"

Die wichtigsten Optionen: graphics="yes" aktiviert einen VNC-Server für die Grafikausgabe, xhci_mouse="yes" sorgt für eine brauchbare Maus in der VM, network0_type="virtio-net" nutzt den schnelleren paravirtualisierten Netzwerktreiber statt einer emulierten Karte.

Installation und Zugriff

# VM starten und ISO einlegen
vm install win10 win10.iso

Dann mit einem VNC-Viewer auf 127.0.0.1:5999 verbinden und Windows installieren. Nach der Installation die virtio-Treiber-ISO einlegen (vm install win10 virtio-win.iso) und Windows die Netzwerktreiber dort suchen lassen.

Für den täglichen Zugriff RDP in der VM aktivieren, dann braucht man den VNC-Viewer nur noch für die Ersteinrichtung.

VM verwalten

# Laufende VMs anzeigen
vm list
NAME   DATASTORE  LOADER  CPU  MEMORY  VNC  AUTOSTART  STATE
win10  default    uefi    4    8G     ,    No         Running (10638)

# VM stoppen / starten
vm stop win10
vm start win10

# Snapshot erstellen (ZFS-Snapshot der VM-Disk)
vm snapshot win10

Details und weitere Optionen im vm-bhyve Wiki. Fragen? Einfach melden.

Wunderbarer Kreisschneider für die Holzwerkstatt: Ein Muss für Handwerker

Heute mal komplett weg von der IT. Ich lasse mich gerne von gutem Werkzeug beeindrucken, und mein neuer Kreisschneider hat das geschafft. Es war selbst 2018 nicht einfach, ihn zu bekommen. Das Teil ist regelmäßig schneller ausverkauft als der Hersteller nachliefern kann. Gekauft habe ich ihn bei feinewerkzeuge.de. Bei Amazon gibt es sehr ähnliche Modelle, mit denen viele ebenfalls zufrieden sind.

Das Problem mit Topfkreisbohrern

Für kleine Löcher nimmt man einen Bohrer, für größere einen Forstnerbohrer. Wird es noch größer, greift man zum Topfkreisbohrer. Ein ordentlicher kostet schnell 40 bis 100 Euro. Trotzdem hat man ähnliche Probleme wie mit billigen: Das Holz verbrennt, es reißt aus, und das ausgeschnittene Stück klemmt im heißen Bohrkopf. Wer verschiedene Lochgrößen abdecken will, hat ein kleines Vermögen in der Werkstatt liegen und braucht es vielleicht dreimal im Jahr. Natürlich hat man dann doch keine passende Größe. Ein Millimeter zu klein oder zu groß. Also kleiner bohren und dann schleifen. So wird man die Brandstellen gleich mit los. Oder auch nicht.

STAR-M Kreisschneider Nr. 36 HSS

Ein Bekannter hat mir irgendwann zu diesem Kreisschneider geraten. Er lässt sich komplett stufenlos einstellen, man hat also immer die passende Größe. Die Messer und die Zentrierspitze lassen sich einzeln und günstig tauschen, das Werkzeug selbst ist gut bezahlbar. Statt eines großen Bohrkopfs arbeiten nur zwei kleine Messer in massiven Metallhaltern. Weniger Kontaktfläche bedeutet weniger Reibung und weniger Hitze. Die Metallhalter führen die Restwärme zusätzlich ab. Die Japaner wissen, wie man gutes Holzwerkzeug baut.

Praxistest: 18 mm Buche-Leimholz

Hier ein paar Bilder vom Einsatz an einer 18 mm Leimholzplatte aus Buche:

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TLS 1.0 und 1.1 abschalten: Postfix, Dovecot und Nginx auf TLS 1.2+ umstellen

TLS 1.0 stammt von 1999, TLS 1.1 von 2006. Beide Versionen haben bekannte Schwächen (BEAST, POODLE, fehlende AEAD-Cipher) und werden seit 2020 von keinem Browser mehr unterstützt. Qualys SSL Labs vergibt seit 2020 maximal ein B-Rating wenn TLS 1.0 oder 1.1 aktiv ist. Es gibt keinen Grund mehr, diese Protokolle anzubieten.

Postfix

In der main.cf die Mindestversion auf TLS 1.2 setzen. Die Einstellungen gelten getrennt für eingehende (smtpd) und ausgehende (smtp) Verbindungen:

# Eingehend (smtpd)
smtpd_tls_mandatory_protocols = >=TLSv1.2
smtpd_tls_protocols = >=TLSv1.2

# Ausgehend (smtp)
smtp_tls_mandatory_protocols = >=TLSv1.2
smtp_tls_protocols = >=TLSv1.2

Die Syntax >=TLSv1.2 gibt es seit Postfix 3.6. Bei älteren Versionen muss man die alten Protokolle einzeln ausschließen: !SSLv2, !SSLv3, !TLSv1, !TLSv1.1. Wenn OpenSSL 1.1.1+ oder neuer installiert ist, wird TLS 1.3 automatisch unterstützt und bevorzugt.

Dovecot

In conf.d/10-ssl.conf:

ssl_min_protocol = TLSv1.2
ssl_cipher_list = ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256
ssl_prefer_server_ciphers = yes

ssl_min_protocol gibt es seit Dovecot 2.3.15. In älteren Versionen heißt es ssl_protocols = !SSLv3 !TLSv1 !TLSv1.1. Die Cipher-Liste enthält nur AEAD-Cipher mit Forward Secrecy.

Nginx

ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;
ssl_ciphers TLS_AES_256_GCM_SHA384:TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256:TLS_AES_128_GCM_SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256;
ssl_prefer_server_ciphers on;

Die TLS-1.3-Cipher (TLS_AES_*) werden von OpenSSL automatisch bevorzugt und lassen sich nicht über ssl_ciphers deaktivieren. Die Reihenfolge in der Cipher-Liste gilt nur für TLS 1.2.

stunnel

Wer stunnel als TLS-Wrapper nutzt (z.B. für DNS over TLS):

options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1

Prüfen

Nach der Umstellung prüfen ob die alten Protokolle wirklich deaktiviert sind:

# TLS 1.0 testen (sollte fehlschlagen)
openssl s_client -connect smtp.example.de:25 -starttls smtp -tls1 2>&1 | grep "Protocol"

# TLS 1.2 testen (sollte funktionieren)
openssl s_client -connect smtp.example.de:25 -starttls smtp -tls1_2 2>&1 | grep "Protocol"

Für Webserver hilft Qualys SSL Labs. Wer noch einen Schritt weitergehen will: Mit ECDSA-Zertifikaten wird der Handshake schneller und mit Post-Quantum Key Exchange ist der Schlüsselaustausch auch gegen Quantencomputer abgesichert. Fragen? Einfach melden.

BGP und wie sicher ist das Internet?

Das Internet funktioniert nicht, wie euer normales Netzwerk zuhause. Es basiert in den weitesten Teilen auf BGP, dem Border Gateway Protocol. Natürlich kann es auch dabei zu Problemen kommen, mal macht ein Mensch einen Fehler, mal Hardware oder Software oder eine Regierung möchte etwas „blockieren“… Naja, oder die bösen Hacker halt.

Unter folgendem Link, werden BGP Probleme visualisiert und mit einer Historie versehen:

https://web.archive.org/web/20240420082316/http://bgpstream.com/

Klickt unbedingt auch mal auf „More detail“ bei einem Event und schaut euch das Replay an, das ist nicht nur interessant, sondern auch lehrreich. Viel besser zu verstehen, als wenn man nur die BGP Events im Log fliegen sieht!

So long..

Siehe auch: IPv4-Adressen sind aufgebraucht

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Jabber / XMPP R.I.P.

Ich habe gerade eben meinen Openfire abgeschaltet und werde ihn nicht mehr einschalten. Jabber / XMPP war eine wirklich schöne Möglichkeit der Kommunikation. Der Aufwand SPAM zu filtern und das Teil selbst zu betreiben steht aber inzwischen einfach in keinem Verhältnis mehr. Zudem hat sich Jabber nur minimal weiterentwickelt. Inzwischen ist es von vielen schönen Lösungen überholt worden.

Meine Kommunikation läuft inzwischen mehr über Matrix/Riot oder Slack Chat als über Jabber.

Siehe auch: Eigenen Jabber-Server betreiben

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