IT security, FreeBSD, Linux, mail server hardening, post-quantum crypto, DNS, retro computing & hands-on hardware hacks. Privater Tech-Blog seit 2003.

Kategorie: IT-Security (Seite 10 von 15)

Notizen & Praxis zur IT-Sicherheit – von Responsible Disclosure bis Härtung.

Mal wieder auffällig viele Brute-Force SSH Angriffe….

Seit gestern fällt es irgendwie auf… Da rattert wieder etwas über die Systeme.

Probiert werden die User:

– root
– admin
– mail
– Alphanetworks
– MANAGER
– test
– Factory
– vodafone
– telecomadmin
– draytek
– super
– FIELD
– ADVMAIL
– WP
– HELLO
– citel
– SPOOLMAN
– comcast
– wlseuser
– OPERATOR
– PCUSER
– MGR
– patrol
– netadmin
– anonymous
– craft
– websecadm
– netman
– MD110
– supervisor
– tiger
– manuf
– PBX
– NETWORK
– MDaemon
– readonly
– davox
– scout
– blank
– coress
– usw. usw. usw…..

Spannenderweise mit immer neuen Adressen aus verschiedenen großen Netzen. Im groben lässt es sich „eindampfen“ auf:

– 117.253.0.0/16
– 109.161.236.0/22
– 189.51.16.0/20

Hier und da noch etwas verteiltes… Indien, Brasilien, Italien, wenn man dem WHOIS trauen kann. Was da wieder los ist? Dann wird wohl bald wieder mehr Spam kommen, hm?

Ich wünsche in jedem Fall ein paar klebrige Finger!

Jan 11 11:42:53 ssh-honeypot sshd[21822]: Invalid user MANAGER from 182.74.23.34
Jan 11 11:42:53 ssh-honeypot sshd[21822]: input_userauth_request: invalid user MANAGER [preauth]
Jan 11 11:42:56 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2
Jan 11 11:42:58 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2
Jan 11 11:43:01 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2
Jan 11 11:43:03 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2
Jan 11 11:43:05 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2
Jan 11 11:43:08 ssh-honeypot sshd[21822]: Failed password for invalid user MANAGER from 182.74.23.34 port 2657 ssh2

Siehe auch: SSH-Server absichern mit MFA, SSH Brute Force, Raspberry Pi als Angriffsziel: SSH-Brute-Force auf den User pi, SSH-Brute-Force mit veralteter Implementierung: Angriffsmuster erkennen​

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Openfire: 404 Remote Server Not Found bei S2S-Verbindungen mit TLS

Seit ich für die Server-zu-Server-Verbindungen (S2S) auf meinem Openfire TLS erzwinge, melden sich andere Openfire-Admins: Ihre User bekommen ein „404 remote server not found“. Nachrichten gehen nur in eine Richtung durch. Wenn die Unterhaltung einmal läuft, klappt es für eine Weile. Ein seltsamer Effekt der nicht direkt auf die Ursache schließen lässt.

Das Problem

Das Problem liegt nicht am eigenen Server und nicht am DNS. Es liegt am Java-Keystore auf der Gegenseite. Java 6 und einige Versionen von Java 7 können die Zertifikatskette nicht korrekt aufbauen, wenn das Intermediate-Zertifikat der CA fehlt. Mein Server sendet es zwar mit, aber Java ignoriert es und versucht die Kette allein aus dem lokalen Truststore zu bauen.

Im warn.log des betroffenen Openfire findet man dann:

org.jivesoftware.openfire.server.ServerDialback - Error verifying key of remote server: jabber.kernel-error.de
org.jivesoftware.openfire.server.ServerDialback - ServerDialback: OS - Ignoring unexpected answer in validation

Die Lösung: Intermediate-Zertifikat importieren

Der Admin des betroffenen Openfire muss das Intermediate-Zertifikat der CA in den Java-Truststore importieren. Auf einem Debian-System:

cd /etc/openfire/security/
/etc/init.d/openfire stop

# Intermediate-Zertifikat der CA herunterladen
wget "https://example-ca.com/intermediate.crt"

# In den Truststore importieren
keytool -import -keystore truststore -alias ca-intermediate -file intermediate.crt
# Passwort: changeit (Java-Default)

/etc/init.d/openfire start

Das Prinzip gilt für jede CA. Das Intermediate-Zertifikat von der Webseite der CA herunterladen und mit keytool in den Truststore importieren. Falls das Zertifikat bereits vorhanden ist, meldet keytool das und man kann den Import überspringen.

Prüfen ob die Kette stimmt

Mit openssl lässt sich prüfen ob der Server das Intermediate-Zertifikat korrekt ausliefert:

openssl s_client -showcerts -connect jabber.example.com:5222 -starttls xmpp

Entscheidend ist die letzte Zeile der Ausgabe:

Verify return code: 0 (ok)

Steht dort etwas anderes, fehlt ein Zertifikat in der Kette oder das Intermediate-Zertifikat wird nicht mitgesendet. In dem Fall muss der Serverbetreiber seine Zertifikatskonfiguration in Openfire prüfen.

Wer schon dabei ist die TLS-Konfiguration anzufassen: Im Beitrag zu unsicheren Ciphern und Protokollen in Openfire steht wie man die veralteten Algorithmen loswird.

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DNSSEC: KSK auf 4096 Bit aktualisieren und SHA-512 vorbereiten

Ich habe nach längerem dann mal meinen KSK (Key Signing Key) für DNSSEC getauscht. Der alte war ein 1024-Bit NSEC3RSASHA1. Damit ist auch klar, warum er weg musste: 1024 Bit RSA gilt seit Jahren als zu schwach für langfristige Sicherheit, und SHA-1 steht ebenfalls auf der Abschussliste.

Die neuen Schlüssel

Zwei neue KSKs, beide mit 4096 Bit:

1. NSEC3RSASHA1, 4096 Bit  (primär, abwärtskompatibel)
2. RSASHA512, 4096 Bit     (Reserve, ohne SHA-1)

Die Idee: Der NSEC3RSASHA1 als primärer Schlüssel, weil ihn jede halbwegs aktuelle Software versteht. Der RSASHA512 liegt als Backup bereit, falls SHA-1 irgendwann komplett fällt. Inzwischen sollte jede aktuelle Software mit beiden Algorithmen umgehen können. Wenn nicht, wird es wirklich Zeit für ein Update.

KSK-Rollover

Ein KSK-Tausch ist kein Schalter den man umlegt. Man muss den neuen Schlüssel veröffentlichen, warten bis sich der DS-Record bei der übergeordneten Zone (also bei DENIC, Verisign etc.) verbreitet hat, und erst dann den alten entfernen. Dazwischen signiert man mit beiden gleichzeitig. Das dauert je nach TTL einige Tage.

Das Ergebnis auf DNSViz sieht sauber aus. Alle drei Zonen validieren korrekt:

Wer DNSSEC von Grund auf einrichten will, findet die Anleitung unter DNSSEC einrichten mit BIND. Fragen? Einfach melden.

Alternative SPF-RECORDS im DNS

Veraltet: Der dedizierte SPF-DNS-Record-Typ (Typ 99) wurde mit RFC 7208 als deprecated eingestuft. SPF wird ausschließlich über TXT-Records veröffentlicht. Siehe den aktuellen SPF-Beitrag.

Da ich es gerade mal wieder auf dem Tisch habe…. Ja, „früher“ konnte man verschiedene RECORDS im DNS setzten um SPF-RECORDS zu veröffentlichen. So auch einen Record Type mit dem direkten Namen SPF. Seit 2014 ist dem aber nicht mehr so! Denn ab jetzt soll man seine SPF-Records nur noch als TXT-Record (RFC1035 Typ 16) veröffentlichen. Dieses steht im fertigen RFC7208 Abschnitt 3.1.

Damit also bitte die ganzen anderen RECORDS zu SPF aus dem DNS entfernen und nur noch TXT-RECORDS einsetzten. Ich freue mich darüber, denn bisher musste man sonst eine Vielzahl verschiedener Records pflegen, da man sich nicht sicher sein konnte, welchen jetzt bitte die Implementierung des Empfängers nutzt. Zugegeben, die Basis TXT war die am meisten verbreitete Version. Denn noch gab es da hin und wieder ein Problem. Nun steht das RFC bereits einige Zeit fest, und ich habe alle anderen „SPF-RECORDS“ aus dem DNS entfernt. Nun also nur noch TXT bei mir.

So long

Kein Jabber/XMPP mehr ohne Transportverschlüsselung

Hallo zusammen,

wie ja bereits vor einiger Zeit angekündigt, habe ich heute TLS als Transportverschlüsselung zwischen den Server to Server Verbindungen erzwungen. Für die Clients s2c besteht dieser Zwang bereits seit langem, nun also auch für die Verbindungen zwischen der Server.

Ich habe mir natürlich vorher die Mühe gemacht, andere Serverbetreiber anzuschreiben, wenn ich zu ihnen keine verschlüsselte s2s Verbindung aufbauen konnte. Ein paar sind aktiv geworden, ein paar nicht. Die Anzahl der nicht verschlüsselten s2s Verbindungen ist denn noch verschwindend gering! Ich habe diese Verbindungen also hiermit bewusst „abgehängt“.

Sollte ihr also aktuell Probleme mit der Verbindung zu oder von meinem System haben, bitte einfach melden!

So long…

Siehe auch: Openfire: Unsichere TLS-Cipher deaktivieren

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SSLv3 ist tot…

Veraltet: Dieser Beitrag ist eine Momentaufnahme von 2014. SSLv3 ist seit dem POODLE-Angriff in allen Browsern und Servern deaktiviert. TLS 1.0 und 1.1 wurden ebenfalls inzwischen aus allen Browsern entfernt.

Nein, ich habe es nicht überlesen. SSLv3 ist damit wohl hoffentlich tot!

Es ist ja nicht so als wenn man nicht schon davor gewarnt hätte. Oh was hat diese Meldung bei mir für gute Laune geführt! Wieder mal ein richtiger „Told you so“ Moment für mich.

Oh ja, was zum Lesen gefällig?

http://googleonlinesecurity.blogspot.com/2014/10/this-poodle-bites-exploiting-ssl-30.html

Bäääähhhhmmmm! Das schreit nach einem GIF!

Told you so reaction GIF about SSLv3 deprecation

Auf die schnell böse Dinge deaktivieren…

Postfix:

smtpd_tls_protocols = !SSLv2, !SSLv3
smtpd_tls_ciphers=high
tls_high_cipherlist=EDH+CAMELLIA:EDH+aRSA:EECDH+aRSA+AESGCM:EECDH+aRSA+SHA384:EECDH+aRSA+SHA256:EECDH:+CAMELLIA256:+AES256:+CAMELLIA128:+AES128:+SSLv3:!aNULL:!eNULL:!LOW:!3DES:!MD5:!EXP:!PSK:!DSS:!RC4:!SEED:!ECDSA:CAMELLIA256-SHA:AES256-SHA:CAMELLIA128-SHA:AES128-SHA

Dovecot:

ssl_cipher_list = ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:DHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:DHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES256-SHA384:ECDHE-RSA-AES128-SHA256:ECDHE-RSA-AES256-SHA:ECDHE-RSA-AES128-SHA:DHE-RSA-AES256-SHA256:DHE-RSA-AES128-SHA256:DHE-RSA-AES256-SHA:DHE-RSA-AES128-SHA:ECDHE-RSA-DES-CBC3-SHA:EDH-RSA-DES-CBC3-SHA:AES256-GCM-SHA384:AES128-GCM-SHA256:AES256-SHA256:AES128-SHA256:AES256-SHA:AES128-SHA:DES-CBC3-SHA:HIGH:!aNULL:!eNULL:!EXPORT:!CAMELLIA:!DES:!MD5:!PSK:!RC4
ssl_protocols = !SSLv2 !SSLv3

Apache2:

SSLEngine on
SSLProtocol +ALL -SSLv3 -SSLv2
SSLHonorCipherOrder On
SSLCipherSuite ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:DHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:DHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES256-SHA384:ECDHE-RSA-AES128-SHA256:ECDHE-RSA-AES256-SHA:ECDHE-RSA-AES128-SHA:DHE-RSA-AES256-SHA256:DHE-RSA-AES128-SHA256:DHE-RSA-AES256-SHA:DHE-RSA-AES128-SHA:ECDHE-RSA-DES-CBC3-SHA:EDH-RSA-DES-CBC3-SHA:AES256-GCM-SHA384:AES128-GCM-SHA256:AES256-SHA256:AES128-SHA256:AES256-SHA:AES128-SHA:DES-CBC3-SHA:HIGH:!aNULL:!eNULL:!EXPORT:!CAMELLIA:!DES:!MD5:!PSK:!RC4
SSLCompression off
Header always set Strict-Transport-Security "max-age=15552000"

Linux Backintime Datensicherung / Backup

Kaum schreibe ich etwas zur Datensicherung meines FreeBSD Notebooks, schon kommt die Frage, wie ich einen/meinen Linux Desktop sichern würde….

Um es kurz zu machen, ich nutze dazu seit langem bereits das Programm backintime. Es arbeitet mit rsync und hardlinks ebenfalls bietet es die Möglichkeit seine Sicherungen auf alle möglichen Ziele zu schieben, so auch per SSH nach irgendwo.

Wer rsnapshot für Unix Server kennt… Es ist so ähnlich nur bei Bedarf mit GUI. Zusätzlich lässt sich noch schnell und einfach etwas Krypto ins Spiel bringen. Die Datensicherungen lassen sich so sehr schnell und vor allem einfach erstellen und wiederherstellen. Probiert es einfach mal!

Fragen? Dann fragen.

Siehe auch: ZFS Encryption

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Die ersten Zertifikate mit SHA-256 Checksumme und SNI

Veraltet: SHA-256 ist seit vielen Jahren der Standard für TLS-Zertifikate, SHA-1 wird von keinem Browser mehr akzeptiert. SNI wird von allen modernen Clients unterstützt. Die hier beschriebene Umstellung ist längst abgeschlossen.

Auf meiner privaten Kisten sind nun die ersten Zertifikate mit SHA256 Checksumme aktiv. Zum ersten mal auch auf einer IPv4 per SNI. Damit habe ich nun zwar alle Windows XP User an der Stelle abgehängt… 2014 kann ich damit aber mehr als gut leben.

Gewarnt hatte ich ja bereits und inzwischen geht Google hier ja auch nach vorne: Google Browser Chrome wirft SHA1 Zertifikate weg…

Damit ist nun mein munin (https://munin.kernel-error.com/) und der ampache (https://ampache.kernel-error.com) nur noch über diesen Weg und mit diesen Zertifikaten erreichbar \o/

https://www.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=ampache.kernel-error.com

https://www.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=munin.kernel-error.com

So long…

Google Browser Chrome wirft SHA1 Zertifikate weg…

Veraltet: SHA-1 in TLS-Zertifikaten ist seit Januar 2017 von allen großen Browsern abgelehnt. Dieser Beitrag ist ein Zeitdokument aus 2014, als Google den Ausstieg ankündigte.

Dass SHA-1 nicht der Brüller ist, wissen wir inzwischen alle. Dass man nicht so lange warten sollte wie bei MD5, bis es nicht nur ein theoretisches, sondern ein echtes Problem gibt, können sich viele denken. Leider bekommt man viele Entscheider nicht so einfach davon überzeugt, denn es hängt meist viel Geld an so einer Entscheidung. Softwaremodule müssen getauscht werden, Hardware könnte ersetzt werden müssen. Windows XP wird so zum Beispiel abgehängt.

Googles Ankündigung

Google hat angekündigt, SHA-1 aus Chrome zu entfernen. Nutzt man Zertifikate mit SHA-1-Checksumme, gibt es eine Meldung im Browser: „Diese Seite ist nicht ganz sicher.“ Danach folgt eine deutliche rote Warnung, bis hin zum Punkt, dass solche Zertifikate nicht mehr unterstützt werden. Zeitplan damals: ab ca. 2017. Bei einer durchschnittlichen Gültigkeitsdauer von zwei Jahren für Kaufzertifikate konnte man zum letzten Mal mit gutem Gewissen am 31.12.2014 ein SHA-1-Zertifikat kaufen.

Was mir an Google damals gefiel: Sie haben sanften Druck auf die Entscheider ausgeübt, um mehr Sicherheit ins Internet zu bringen. SHA-1 ist Käse, als Checksumme im Zertifikat oder in den Ciphern. Genau wie RC4 oder MD5. Kein Anwender prüft das von sich aus. Aber wenn die Software anfängt zu meckern, gibt es schnell Bewegung bei den Entscheidern und den „Weiter, weiter, fertigstellen“-Admins. Microsoft und Mozilla hatten sehr ähnliche Pläne.

Die CAs reagieren

Kurz nach der Ankündigung kamen die ersten E-Mails von den großen CAs. Hier die von Symantec:

Wichtiger Servicehinweis

Sie haben vielleicht bereits gehört, dass Google beabsichtigt, die
Unterstützung für SSL-Zertifikate mit dem Hash-Algorithmus SHA-1
einzustellen. Das wird voraussichtlich ab Chrome 39 im November 2014
geschehen.

Symantec empfiehlt:
1. Nutzen Sie die SSL Toolbox, um herauszufinden, welche Ihrer
   Zertifikate SHA-1 nutzen.
2. Ersetzen Sie Zertifikate mit SHA-1, die nach dem 31. Dezember 2015
   ablaufen, kostenlos durch Zertifikate mit SHA-2.

Hinweis: Root-Zertifikate mit SHA-1 sind nicht betroffen.

Ihr Support-Team von Symantec Website Security Solutions

Wie es ausgegangen ist

Im Januar 2017 hat Chrome 56 SHA-1-Zertifikate endgültig abgelehnt. Firefox und Edge zogen nach. Heute signiert jede CA mit SHA-256 oder besser. Wer sich für den aktuellen Stand von TLS und Zertifikaten interessiert: Da hat sich seit 2014 einiges getan.

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Google will sicheres Internet.

In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen über Google bezüglich verschlüsselter Webseiten. Zugegeben… Etwas überraschend für mich! So hat Google angekündigt künftig Webseiten, die verschlüsselt HTTPS ( also per SSL / TLS ) erreichbar sind. In seinem Ranking bei den Suchergebnissen zu bevorzugen. (HTTPS as a ranking signal)

Na da werden sich wohl einige CAs die Hände reiben und die SEOs wieder viel arbeiten haben. Hoffen wir mal das inzwischen alle Hoster SNI können, sonst wird diese Aktion sicher dem IPv4 Pool noch mal ordentlich etwas abziehen. BTW. Habe ich schon gesagt das es Zeit ist sich mit IPv6 zu beschäftigen?

Jetzt lese ich gerade das Google eine kleine Liste für seinen Browser Chrome führt. Eine Liste für HTTPS only Seiten. In genau diese Liste kann sich nun jeder mit seiner Webseite eintragen, der dafür gesorgt hat, dass seine Webseite nur per HTTPS zu erreichen ist. Dazu setzt Google auf HSTS (HTTP Strict Transport Security). Das Thema Stirct Transport Security habe ich ja bereits, unter anderem, vor einigen Wochen hier beschrieben: Apache und sichere SSL / TLS Verschlüsselung

Nun kann man sich also über diese Seite https://hstspreload.appspot.com/ in die Liste eintragen. Dabei erwartet Google zum Header max-age noch includeSubDomains und preload. Ist die Seite eingetragen bedankt sich Google und verweist als nächsten Schritt zur SSLlabs Testseite um ggf. vorhandene Probleme mit seiner SSL/TLS Konfiguration zu beheben.

Google tut dieses alles ganz sicher nicht aus Nächstenliebe, denn noch wird es die allgemeine Sicherheit, vor allem aber das Theme selbst, mehr in den Vordergrund ziehen. So wird sich vielleicht der eine oder andere „Entscheider“ nun doch mit einer positiven Rückmeldung zu dem Thema bei der IT melden!

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