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Schlagwort: Bluetooth

Bluetooth-Audio unter FreeBSD und GhostBSD: Workaround mit Creative BT-W2

Bluetooth-Audio und FreeBSD vertragen sich nicht. Der Bluetooth-Stack wird nicht mehr gepflegt, in OpenBSD wurde er komplett entfernt. Einen Bluetooth-Dongle oder eine eingebaute Bluetooth-Karte dazu zu bringen, sich mit einem Audio-Gerät zu verbinden, funktioniert unter FreeBSD praktisch nicht.

Der Workaround: Creative BT-W2

Die Lösung ist ein USB-Dongle, der sich selbst um Bluetooth kümmert: Der Creative BT-W2. Das Gerät meldet sich am Betriebssystem als normale USB-Soundkarte. Das Pairing mit dem Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher macht der Dongle selbständig per Knopfdruck. FreeBSD sieht nur eine Soundkarte, kein Bluetooth.

Das Kernelmodul snd_uaudio kümmert sich um die Erkennung. In der /etc/rc.conf:

kld_list="snd_uaudio"

Nach dem Laden des Moduls erscheint das Gerät im dmesg:

uaudio0:  on usbus0
uaudio0: Play: 48000 Hz, 2 ch, 16-bit S-LE PCM format, 2x8ms buffer.
uaudio0: Record: 48000 Hz, 1 ch, 16-bit S-LE PCM format, 2x8ms buffer.
pcm5:  on uaudio0
uaudio0: HID volume keys found.

Pairing und Nutzung

Kurz den Knopf am Dongle drücken, er blinkt und verbindet sich mit dem nächsten Bluetooth-Audio-Gerät in Reichweite. Kopfhörer, Headsets, Lautsprecher und Mikrofone funktionieren. Die Qualität reicht auch für Telefonie, Latenz und Codec sind in Ordnung.

Das Audio-Device ist je nach Systemkonfiguration /dev/dsp5 oder ein anderer Index. Mit cat /dev/sndstat lässt sich prüfen welches Device der BT-W2 bekommen hat.

Nicht die eleganteste Lösung, aber sie funktioniert zuverlässig. Solange der Bluetooth-Stack auf FreeBSD nicht wiederbelebt wird, ist ein Dongle wie der BT-W2 der pragmatischste Weg.

Siehe auch: FreeBSD auf dem Desktop, GhostBSD und FreeBSD: GNOME-Keyring automatisch entsperren, GhostBSD 19.09 Ports benutzen

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Samsung Galaxy S2: Überhitzung durch defekten BCM4330 und Mainboard-Tausch

Das ärgert mich jetzt. Es hat tatsächlich einige Zeit gedauert, bis ich mich überhaupt zu einem Smartphone habe hinreißen lassen. Damals fiel die Wahl auf das Samsung Galaxy S II. Es lief ein paar Jahre tadellos, vor allem mit CyanogenMod 11.

Das Problem

Irgendwann hielt der Akku nicht mehr den ganzen Tag. Es ging so schleichend, dass ich es zunächst nicht bemerkt habe. Als es dann massiv wurde, dachte ich natürlich zuerst an den Akku selbst, der hatte ja bereits zwei Jahre auf dem Rücken. Beim Laden wurde das Handy besonders warm, um nicht zu sagen heiß.

Also einen originalen Samsung-Akku über eBay besorgt. Leider änderte sich damit nichts. Dann habe ich gelesen, dass Dreck an der USB-Buchse zu Kriechströmen führen kann. Buchse gereinigt, nichts. Netzteil getauscht, nichts.

Die Fehlersuche

Also aufgeschraubt. Inzwischen verbrannte das Gerät selbst im abgeschalteten Zustand so viel Strom in Wärme, dass es trotz angeschlossenem Ladegerät nicht mehr reichte, den Akku zu laden. Ich wollte herausfinden, welches Bauteil die Hitze erzeugt.

Unter einer Schirmung mit der Aufschrift GT-I9100 #4 vermutete ich die Quelle zuerst. Es stellte sich aber heraus, dass es der IC auf der anderen Seite des Mainboards war: SWB-B42. Das ist der Broadcom BCM4330, zuständig für WLAN, Bluetooth und FM-Radio. Meine Hoffnung, dass nur die nahe am Mainboard verlötete CMOS-Batterie ein Problem hatte, war damit dahin.

Reparatur-Optionen

Den BCM4330 bekommt man für etwa 15 Dollar plus Porto. Mit drei Wochen Wartezeit und 30 Euro Einsatz wäre das machbar gewesen. Den alten IC mit Heißluft lösen, neuen auflöten. Viel Arbeit, und gemacht haben sollte man es auch schon mal.

Ich habe mich stattdessen für ein neues Mainboard entschieden. Neu lag ich bei 150 bis 200 Euro. Zu teuer. Aber auf eBay fand ich ein Galaxy S2 mit defektem Display, irgendjemand war wohl draufgetreten. 50 Euro. Gekauft, Mainboard getauscht.

Ergebnis

Es funktioniert. So blieb mir das Galaxy S II doch noch eine Weile erhalten.

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GeoTagging

GeoTagging mit dem i-gatU GT200e Gentoo Linux und Digikam… 

Ich habe von meiner Frau einen GPS Datenlogger zum Geburtstag geschenkt bekommen. Damit hat sie mir auch direkt meinen Wunsch nach so einem Gerät erfüllt. Danke.  Allen jenen welche durch eine Suche auf diesen Beitrag gestoßen sind muss ich wohl kaum erzählen was und zu welchem Zweck man dieses kleine Gerät einsetzten kann. Besitzer eines Smartphones werden wohl meist auch nur müde lächeln. Daher reiße ich nur kurz an, was ich mit dem Teil möchte. Angeschlossen und geladen wird der GT-200e von i-gatU per USB. Ich habe zusätzlich die Möglichkeit das Gerät per Bluetooth zu verbinden. So zum Beispiel mit meinem Nokia Mobiltelefon (ja, vielleicht kaufe ich irgendwann mal etwas neuers). Kismet auf meinem Notebook oder oder oder…. Die aktuelle GPS Position kann mit dem Gerät per Knopfdruck oder je nach Einstellung automatisch im Intervall gespeichert werden. Da ein Akku verbaut ist kann es dieses komplett als Stand-Alone Gerät. Genau dieses ist mein Hauptplan…. Ich packe es einfach in meine Tasche oder befästige es an meiner Spiegelreflexkamera und/oder Digitalkamera und lasse es einfach mitlaufen. Die Akkulaufzeit reichte bei mir schon für 3 Tage, dann habe ich aufgehört zu testen. Dieses kleine Ding hängt nun also an meiner Canon EOS 450D und schreibt alle paar Sekunden meinen genauen Standort auf. Zuhause kann ich nun diese Daten vom Gerät als GPX Datei auslesen und zusammen mit meiner Bilderverwaltungssoftware Digikam, die Bilder meiner Kamera mit den GPS Koordinaten vermischen. Somit ist in den Metadaten jedes Bildes gespeichert an welcher Position genau ich es aufgenommen habe. Natürlich lässt sich anhand der Wegpunkte die genaue Strecke, Geschwindigkeit, Höhe usw… Errechnen und in lustige Grafiken gießen. Dieses ist für mich dass Abfallprodukt. Wie so oft reicht es auch i-gatU sich hinsichtlich Treiber- und Softwareunterstützung um die Microsoft Windows und Apple MacOS Benutzer zu kümmern. Linux Benutzer müssen sich halt selbst irgendwie kümmern und das haben sie getan. Es gibt das Progrämmchen igotu2gpx der Linux Kernel kommt ab Versionen größer 2.6.3 problemlos mit dem Gerät zurecht. Um igotu2gpx kompilieren zu können sind im groben folgende Abhängigkeiten zu erfüllen: – qt4 – boost – libusb – chrpath – marble – openssl Dieses sollte sich auf jeder gängigen Distribution durch den Paketmanager erledigen lassen. Unterwegs kümmert sich nun der GT200e um die genaue Positionsbestimmung. Zuhause kann ich dann die Wegpunkte mit igotu2gpx in eine gpx Datei exportieren. Digikam verbindet dann die Bilder mit der passenden GPS Position. Dieses funktioniert über die Uhrzeit. Die Kamera hängt beim Knipsen eines Bildes automatisch die Uhrzeit an das Bild. Diese kann nun mit den Zeiten aus dem gpx Export verglichen werden. So lässt sich herausfinden an welcher Position man gerade beim Knipsen des Bildes gewesen ist. Vorausgesetzt die Kamera hat auch die richtige Uhrzeit und das richtige Datum. GPX track data imported in Digikam GPS coordinates assigned to photos in Digikam Geotagged photo positions displayed on map i-gotU GT200e GPS logger next to Nokia phone i-gotU GT200e connected via Bluetooth

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Fujitsu Siemens Lifebook E7110: Linux auf einem Pentium 4-M Notebook

Dieser Beitrag ist ein Zeitdokument von 2009. Das Lifebook E7110 war damals schon alt, die Tipps sind heute nur noch historisch interessant. Aber wer wissen will, wie Linux auf einem Pentium 4-M Notebook mit Gentoo, Kernel 2.6.12 und PCMCIA lief, ist hier richtig.

Ich habe mir das Fujitsu Siemens Lifebook E7110 angeschafft. Mitgeliefert wurde Windows XP Professional, was natürlich nicht lange auf dem Gerät überlebt hat. Ungefähr so lange, bis ich es in Händen gehalten habe. Installiert habe ich sofort Linux. Da ich mich vor dem Kauf über die Hardware informiert hatte, lief auch so ziemlich alles.

Hardware-Kompatibilität

StatusGerätDetails
JaProzessorIntel Mobile Pentium 4-M, 2,0 GHz
JaChipsatzIntel 845 MP
JaSpeicher1 GB DDR-RAM
JaGrafikATI Radeon M 7500, 32 MB DDR (dedicated)
JaDisplay15,1″ SXGA+ (1024×786)
JaSoundSigmaTel STAC9767, SB Pro kompatibel
JaEthernetRealtek 8139/8139C
JaWLANPrism2 (InterSil), MiniPCI
JaUSBIntel 845-MP 82801CA
JaIEEE 1394Texas Instruments TSB43AA21
JaIrDASMSC LPC47N267
JaCardBusO2Micro OZ 711 E1
JaDVD-ComboToshiba SD-R2212
JaTV-OutS-Video (über atitvout)
JaACPIPhoenix ACPI, Suspend funktioniert
TeilweiseModemV.90 Mini-PCI (nie getestet, nicht gebraucht)
NeinSondertasten5 Tasten, unter Linux nicht nutzbar

Festplatten-Tuning

Die originale Toshiba MK4018GAS (40 GB) habe ich gegen eine Hitachi Travelstar 7200 RPM (60 GB) getauscht. 40 MB/s statt 26 MB/s. Dazu noch etwas hdparm-Tuning:

hdparm -d1 -c1 -A1 -m16 -u1 -a64 -k1 /dev/hda

WLAN-Firmware

Die Prism2-Karte von InterSil kam mit einer alten Firmware (~1.4.1). Damit gab es defekte Pakete und kein Hidden ESSID. Erst ab Firmware 1.7.4 lief alles sauber. Das Flashen war etwas abenteuerlich, hat aber funktioniert.

Bluetooth und SmartCard

Bluetooth per USB-Stick (MSI BToes) lief sofort. Hauptnutzen: SMS verschicken und das Sony Ericsson T610 synchronisieren. Später kam eine 3COM Bluetooth PCMCIA-Karte, die direkt mit dem Kernel-Treiber funktionierte.

Der mitgelieferte O2Micro SmartCard Reader (PCMCIA) brauchte den MUSCLE-Treiber und pcsc-lite. Die Konfigurationsdatei musste manuell in die PCMCIA-Config kopiert werden, dann lief auch das.

Das System

Gentoo Linux mit Kernel 2.6.12 und KDE. Der Kernel war sorgfältig auf das Notebook zugeschnitten. Ab Kernel 2.6.13 gab es Probleme mit dem neuen PCMCIA-Subsystem (pcmciautils statt cardmanager), deshalb bin ich bei 2.6.12 geblieben.

Wer noch mehr mit WLAN-Hardware experimentieren will: Im Beitrag D-Link DWL-900AP+ aufbohren geht es darum, die Sendeleistung eines Access Points per Lötkolben zu erhöhen.

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