Es gibt Tage, da fragt man sich ob man wirklich in einem IT-Unternehmen arbeitet oder doch im Kindergarten gelandet ist. Heute war so ein Tag.
Kollektivstrafe: Kein Kaffee
Die Kaffeemaschine ist abgeschaltet worden. Nicht kaputt, nicht leer, abgeschaltet. Weil eine unserer Küchen nicht ordentlich gehalten wurde. Dreckiges Geschirr neben der Spüle statt in der Spülmaschine. Jemand hat seinen Teller einfach auf die Arbeitsplatte gestellt und ist gegangen. Wie ein Kleinkind das erwartet, dass Mama hinterherräumt.
Die Reaktion der Geschäftsführung: Kollektivstrafe. Kein Kaffee mehr für den Rest des Tages. Für alle. Weil ein paar Leute sich benehmen wie Fünfjährige, kriegen alle keinen Kaffee. Man sollte doch wohl in der Lage sein, das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine zu stellen. Die steht drei Schritte neben der Spüle. Drei Schritte.
Ich sitze also an meinem Schreibtisch, die Server laufen, die Tickets kommen rein und ich habe keinen Kaffee. Weil irgendein Kollege seinen Teller nicht wegräumen kann. Der Admin in mir sagt: Monitoring auf den Geschirrspüler, Alert wenn Kapazität unter 50%, automatisches Ticket an den Verursacher. Problem gelöst.
Stattdessen gibt es Kollektivstrafe. Ich bin hier echt im Kindergarten.
Falls jemand weiß wie man Kollegen zum Spülmaschine-Benutzen erzieht, kann man mich gerne fragen. Ich bin für jeden Tipp dankbar. Außer Kollektivstrafen.
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