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Schlagwort: FOSS (Seite 3 von 3)

Openindiana

Veraltet: OpenIndiana als Solaris-Fork wird kaum noch produktiv eingesetzt. Wer ein robustes Unix-System mit ZFS sucht, ist mit FreeBSD besser bedient.

Der OpenSolaris fork Openindiana

Openindiana ist ein fork von OpenSolaris. OpenSolaris ist wiederum die von SUN unter der CDDL freigegebene Version ihres Betriebssystems Solaris. Seit meiner Ausbildung hänge ich immer irgendwie mit einem Bein im Solaristopf. Ich komme einfach nicht von diesem OS weg. Was wohl daran liegt das ich es auch nicht möchte. Denn es ist ein sehr schönes OS 🙂 Zusätzlich ist der default Unterbau seit längerem schon das Dateisystem ZFS. opensolaris solaris openindiana ZFS ist nun schon ein paar Jahre alt, denn noch habe ich bisher noch kein Dateisystem gefunden welches im wirklich das Wasser reichen kann. Hier und da in Detailvergleichen, keine Frage aber alles in allem „no way“. Bei seiner Einführung hat SUN etwas von unkaputtbar erzählt. Titanic lässt grüßen? Auf keinen Fall… Ich habe es noch nicht geschafft ein ZFS zu zerlegen. Egal wie oft der Strom ausfällt oder der Rechner einen Reset bekommt. Ohne Hammer bzw. echten Hardwaredef. läuft das System einfach weiter. Wie auch immer…. Vor ein paar Tagen ist nun die Entwicklerversion oi_151a erschienen. Die Version 148 war schon viel versprechend. Diese Version lief auch immer im Dualboot neben meinem Gentoo. Da sie denn noch viel Schleifarbeit an vielen Stellen braucht hatte sie eher ein passives leben 🙁 Dieses hat sich jetzt nach einem kurzen Test geändert. Gentoo verschwindet in eine Virtualbox VM auf dem Solarissystem und dann geht es los. Ich liste in laufe der Zeit mal in einem Untermenü auf was mir so aufgefallen ist bzw. was anderen vielleicht weiterhelfen könnte. OpenIndiana der fork von OpenSolaris und Solaris? Ja und nein, denn Sun hat sein Verspechen, die OpenSolaris-Entwicklung für die Gemeinschaft zu öffnen, nicht eingehalten hat und da Oracle nach der Übernahme von Sun zunehmend Teilprojekte einstellte, haben Mitglieder der OpenSolaris-Entwickler-Gemeinschaft am 3. August 2010 die Gründung des Projektes Illumos zur Entwicklung eines wirklich freien Open-Source-Solaris bekanntgegeben. OpenIndiana hat nun diese Basis. Ich hatte auf einer meiner Maschinen ein kleines Problem mit der LiveCD. Diese bliebt beim booten einfach hängen und dieses ohne erkennbaren Grund. Zumindest konnte ich auf den Konsolen nichts erkennen und einen Logfile gibt es so ja erstmal nicht :-/ Bei einem Linux Live System würde man ja nun erstmal Kernel Optionen wie: noacpi / noapic / acpi=off oder so ein Geschlönz probieren, aber hier???? Ich habe im Zusammenhang mit der OpenIndiana LiveDVD ein paar Bugs und Probleme im Zusammenhang mit USB gelesen. Hier scheint das System noch etwas „anfällig“ zu sein 🙁 Wie auch immer nach einigen Tests viel mit nichts besseres mehr ein als einfach den USB-Kontroller im BIOS zu deaktivieren. Nur um das USB-System auszuschließen versteht sich… Tja, was soll ich sagen? USB im BIOS ausschalten und LiveDVD (der OpenIndiana Live USB-Stick ist dann natürlich nutzlos) einlegen. Schon versagen ordnungsgemäß USB-Tastatur und USB-Maus ihren Dienst, OpenIndiana Bootet aber sauber hoch. Spannenderweise erkennt das gebootete System den USB-Kontroller wieder und somit auch Maus, Tastatur oder sonstige USB-Sticks. Dieses Verhalten führte zwar bei mir zu etwas Stirnrunzeln, bringt mir denn noch ein funktionierendes System.

Oracle Solaris 11

Oracle hat Solaris 11 herausgegeben. Im direkten Vergleich zu OpenIndiana gibt es dann doch einige Unterschiede. Vor allem hinsichtlich Zonen, Netzwerk, den erweiterten Möglichkeiten der höheren ZFS Version und noch vieles mehr…. Einiges hier wird sich daher etwas mischen. Auf was es sich jeweils bezieht werde ich jeweils aufführen.

Eigenen Jabber-Server betreiben: Warum und wie mit Openfire

Jabber, offiziell XMPP, ist ein offenes Messaging-Protokoll. Kein zentraler Betreiber, kein Vendor Lock-in, kein Unternehmen das die Nutzungsbedingungen diktiert. Jeder kann einen eigenen Server betreiben, und die Server sprechen untereinander. Wie E-Mail, nur für Messaging.

Warum ein eigener Server

Bei kommerziellen Messengern gibt man mit der Nutzung Rechte an seinen Inhalten ab. Die AGBs von AIM, ICQ, MSN und Co. erlaubten dem Betreiber die Verwertung aller Inhalte die über den Dienst liefen. Die Dienste gibt es größtenteils nicht mehr, aber das Muster ist geblieben. Ein eigener Server bedeutet: Eigene Regeln, eigene Daten, eigene Entscheidung welche Module aktiv sind.

Die Vorteile von XMPP: Open Source, Verschlüsselung per TLS, kein Single Point of Failure, und eine riesige Auswahl an Clients für jede Plattform.

Openfire

Nach Tests mit jabberd, ejabberd und Openfire bin ich bei Openfire hängengeblieben. Für einen kleinen Server mit Familie und Freunden bringt Openfire alles mit: Weboberfläche zur Administration, Plugin-System, IPv6-Support und einfache Installation unter Debian. Für einen großen öffentlichen Server würde ich anders entscheiden, aber für meinen Zweck passt es.

Die Installation unter Debian ist schnell erledigt. Die TLS-Konfiguration braucht etwas Handarbeit, dazu gibt es eigene Beiträge: Unsichere Cipher deaktivieren und S2S-Verbindungen mit fehlenden Intermediate-Zertifikaten.

Jabber auf dem DECT-Telefon

Um zu zeigen wie flexibel XMPP ist: Mein Siemens Gigaset C470IP hat ein Mobilteil C47H mit eingebautem Messenger. Das Telefon verbindet sich mit dem Jabber-Server und kann Nachrichten empfangen und verschicken. Ohne App, ohne Smartphone, direkt auf dem DECT-Telefon.

Gigaset C470IP mit Mobilteil C47H online am Jabber Server mit seinem MessangerGigaset C470IP mit Mobilteil C47H online am Jabber Server mit seinem Messanger neue NachrichtGigaset C470IP mit Mobilteil C47H online am Jabber Server mit seinem Messanger neue Nachricht
Der Jabber Messenger des Gigaset C47H ist online und mit dem Server verbunden.Am Gigaset C47H ist eine neue Jabber-Nachricht angekommen.Die Nachricht wird am Mobilteil gelesen. Antworten funktioniert genauso.

Fragen? Einfach melden.

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