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Schlagwort: DNS

BIND auf FreeBSD: DoT & DoH einrichten mit Views, IP‑Trennung und Testplan für IPv4/IPv6.

Wofür braucht man noch gleich DoT oder DoH?

Nun, wenn du eine Internetadresse eingibst, muss dein Gerät zuerst herausfinden, zu welchem Server diese Adresse gehört. Diese Nachfragen heißen DNS. Lange Zeit liefen sie unverschlüsselt durchs Netz, vergleichbar mit einer Postkarte. Jeder, der den Datenverkehr sehen konnte, wusste dadurch sehr genau, welche Webseiten aufgerufen werden, und konnte die Antworten sogar manipulieren.

Beitragsgrafik zu BIND 9.20 auf FreeBSD 15: schematische Trennung von autoritativem DNS und rekursivem Resolver. Links ein Authoritative-DNS-Server mit deaktivierter Rekursion und blockiertem UDP/53, rechts ein Resolver, der ausschließlich DNS over TLS (Port 853) und DNS over HTTPS (Port 443) anbietet. In der Mitte ein Schild mit DoT/DoH-Symbolen, Pfeile zeigen verschlüsselten DNS-Verkehr. Fokus auf Sicherheits- und Rollen-Trennung.

DoT und DoH lösen genau dieses Problem. Beide sorgen dafür, dass diese DNS-Nachfragen verschlüsselt übertragen werden. Bei DNS over TLS, kurz DoT, wird die Anfrage in eine eigene sichere Verbindung gepackt. Außenstehende sehen noch, dass eine DNS-Anfrage stattfindet, aber nicht mehr, welche Webseite gemeint ist. Bei DNS over HTTPS, kurz DoH, wird dieselbe Anfrage zusätzlich im normalen Webseitenverkehr versteckt. Von außen sieht sie aus wie ein ganz gewöhnlicher Zugriff auf eine Website.

Der Zweck von beiden ist also derselbe: Schutz der Privatsphäre und Schutz vor Manipulation. Der Unterschied liegt darin, wie sichtbar diese Nachfragen noch sind. DoT ist transparent und gut kontrollierbar, DoH ist unauffälliger, kann dafür aber lokale Regeln und Schutzmechanismen umgehen.

Mal angenommen, du möchtest eine gewisse Webseite aufrufen. Dann geht der Client los und holt über einen DNS-Server die IP-Adressen vom Server. Dies kann man mitlesen und ggf. verändern. Mitlesen sagt dem Mitlesenden, wo du dich so im Internet herumtreibst. Verändern könnte man als Angriff nutzen, indem man dir einfach eine andere Webseite vorsetzt, während du versuchst, dich in deinen Mailaccount einzuloggen. Beides wird durch DoH und DoT deutlich erschwert.

Dann soll es ja Netzwerke geben, in welchen dir ein bestimmter DNS-Server aufgezwungen wird, weil dieser DNS-Server nach Werbung oder ungewollten Inhalten filtert. Damit dies nun ebenfalls nicht einfach umgangen werden kann, blockt man den Zugriff aus dem Netzwerk einfach auf die Ports, welche sonst für eine DNS-Abfrage benutzt werden (TCP/53, UDP/53, TCP/853). Da kommt nun DoH ins Spiel, denn das läuft auf dem ganz normalen HTTPS-Port TCP/443. Blockt man den, kann keiner mehr auf Webseiten zugreifen (ok, unverschlüsselt, aber hey, das macht doch keiner mehr, oder?).

Die Zeit ging weiter – BIND auch.
Meine älteren Artikel zu DoT/DoH waren für ihren Zeitpunkt korrekt, aber inzwischen hat sich an zwei Stellen richtig was getan:

  1. BIND spricht DoT/DoH nativ (kein Stunnel-/Proxy-Zirkus mehr nötig – außer du willst bewusst terminieren/filtern).
  2. „Authoritative + Public Resolver auf derselben Kiste“ ist ohne klare Trennung schnell ein Sicherheitsproblem (Open-Resolver/Reflection-Missbrauch lässt grüßen).

Darum gibt’s hier das Update:

  • ns1.kernel-error.de: nur autoritativ auf UDP/TCP 53 (Zonen, DNSSEC wie gehabt)
  • dns.kernel-error.de: Public Resolver nur auf DoT 853/TCP und DoH 443/TCP (rekursiv, DNSSEC-validierend)
  • Trennung über zusätzliche IPs + Views. Ergebnis: Authoritative bleibt „stumm rekursiv“, Resolver ist nur über TLS/HTTPS erreichbar.

Zielbild

Uff, ich muss zugeben, diesen Beitrag schon VIEL zu lange als Draft zu haben. Es ist einfach viel zu schreiben, bschreiben und mir fehlte die Zeit. Aber das kennt ihr ja. OK… das Zielbild, was soll es werden?

Was soll am Ende gelten:

  • Port 53 auf Authoritative-IP(s):
    • beantwortet nur meine autoritativen Zonen
    • keine Rekursion → REFUSED bei google.com
  • DoT/DoH auf separaten Resolver-IP(s):
    • rekursiv für „das ganze Internet“
    • DNSSEC-Validation aktiv
    • kein offenes UDP/53 → weniger Angriffsfläche für Reflection/Amplification

Warum das wichtig ist:
Ein „Public Resolver“ ist per Definition attraktiv für Missbrauch. Der Klassiker ist DNS-Amplification über UDP/53. Wenn man Rekursion auf 53 offen hat, ist man sehr schnell Teil fremder Probleme. DoT/DoH sind TCP-basiert – das ist schon mal deutlich unattraktiver für Reflection. (Nicht „unmöglich“, aber praktisch viel weniger lohnend.)

Warum „Views“ – und warum zusätzliche IPs?

1) Views – weil Policy pro Anfrage gelten muss

Wir wollen auf derselben named-Instanz zwei sehr unterschiedliche Rollen:

  • Authoritative: recursion no;
  • Resolver: recursion yes; + Root-Hints/Cache

Das muss pro eingehender Anfrage entschieden werden. Dafür sind Views da.

2) Also: Trennung über Ziel-IP (match-destinations)

Wenn wir DoH/DoT auf andere IPs legen, kann die View anhand der Zieladresse entscheiden:

  • Anfrage geht an 93.177.67.26 / 2a03:4000:38:20e::53auth-View
  • Anfrage geht an 37.120.183.220 / 2a03:4000:38:20e::853resolver-View

Und genau deshalb brauchen wir:

  • zusätzliche IPs (damit die Rollen sauber getrennt sind)
  • separaten FQDN dns.kernel-error.de (damit Clients überhaupt sinnvoll DoT/DoH nutzen können – und für TLS/SNI/Cert-Match)

Wenn du also grade ein ripe from ausfüllst und angeben musst, warum da eine weitere IPv4 Adresse „verbrannt“ werden soll, hast du nun eine gute Antwort 😀

BIND-Config

Ich beschreibe hier nur die Teile, die für das Rollen-Split relevant sind. Die Zonendateien/Slaves bleiben wie sie sind.

1) /usr/local/etc/namedb/named.conf – Views

Wichtig: Sobald wir view {} nutzen, müssen alle Zonen in Views liegen, sonst bricht named-checkconf ab. Das ist kein „Feature“, das ist BIND. Leicht nervig, vor allem wenn man nun viel in seinem Setup umschreiben muss. Aber ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich auf der Arbeit mal einen, nennen wir es mal View Ersatz, für powerdns gesehen habe? Da hat tatsächlich jemand mit einer Cisco ASA in die DNS Pakete geschaut und je nachdem welche quelle angefragt hat, wurde dann durch die ASA eine neue Adresse in die DNS Pakete geschrieben. Furchtbar! Richtig schlimm. Bis man so etwas findet, wenn man es nicht weiß. DNSsec geht kaputt und aaahhhhhhaaaaaahhhhh. Egal, mein PTBS kickt da grade. Öhm wo waren wir? Genau…

Beispiel:

include "/usr/local/etc/namedb/named.conf.options";

view "auth" {
    match-clients { any; };
    match-destinations { 93.177.67.26; 2a03:4000:38:20e::53; };

    recursion no;
    allow-recursion { none; };
    allow-query-cache { none; };
    allow-query { any; };

    include "/usr/local/etc/namedb/named.conf.default-zones";
    include "/usr/local/etc/namedb/named.conf.master";
    include "/usr/local/etc/namedb/named.conf.slave";
};

view "resolver" {
    match-clients { any; };
    match-destinations { 37.120.183.220; 2a03:4000:38:20e::853; 127.0.0.1; ::1; };

    recursion yes;
    allow-recursion { any; };
    allow-query-cache { any; };
    allow-query { any; };

    zone "." { type hint; file "/usr/local/etc/namedb/named.root"; };
};

Warum Root-Hints nur im Resolver-View?
Weil nur dieser View rekursiv arbeiten soll. Ohne Root-Hints ist Rekursion tot; dat wolln wa so!

2) /usr/local/etc/namedb/named.conf.options – Listener-Trennung + DoH/DoT

Der „Aha-Moment“ hier: Wir trennen nicht nur per View, sondern auch per listen-on.
Damit bindet named die Ports wirklich nur auf den gewünschten IPs.

Authoritative (nur 53):

listen-on { 93.177.67.26; 127.0.0.1; };
listen-on-v6 { 2a03:4000:38:20e::53; ::1; };

DoT auf Resolver-IPs (+ Loopback für lokale Tests):

listen-on port 853 tls local-tls { 37.120.183.220; 127.0.0.1; };
listen-on-v6 port 853 tls local-tls { 2a03:4000:38:20e::853; ::1; };

DoH auf Resolver-IPs (+ Loopback):
BIND 9.18+ kann DoH nativ, Endpoint typischerweise /dns-query

http doh-local {
    endpoints { "/dns-query"; };
    listener-clients 1000;
    streams-per-connection 256;
};

listen-on port 443 tls local-tls http doh-local { 37.120.183.220; 127.0.0.1; };
listen-on-v6 port 443 tls local-tls http doh-local { 2a03:4000:38:20e::853; ::1; };

TLS-Block (DoT/DoH):

tls local-tls {
    cert-file "/usr/local/etc/nginx/ssl/wild.kernel-error.de/2025/ecp/chain.crt";
    key-file "/usr/local/etc/nginx/ssl/wild.kernel-error.de/2025/ecp/http.key";
    protocols { TLSv1.2; TLSv1.3; };
    ciphers "ECDHE-ECDSA-CHACHA20-POLY1305:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256";
    cipher-suites "TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256:TLS_AES_256_GCM_SHA384:TLS_AES_128_GCM_SHA256";
    prefer-server-ciphers yes;
    session-tickets no;
};

„Ich schalte nginx davor – muss BIND TLS können?“
Wenn nginx wirklich TLS terminiert, kann BIND auch ohne TLS dahinter laufen – dann sprichst du intern HTTP/2 cleartext oder HTTP/1.1, je nach Setup. Das habe ich ebenfalls so umgesetzt, es hängt immer etwas davon ab, was man so will und wie groß das Setup wird. Ich lasse es in diesem Beitrag aber mal weg, so läuft alles nur mit bind. Ob BIND dafür „tls none“/HTTP-Listener sauber unterstützt, hängt an der BIND-DoH-Implementierung – hier ist die BIND/ARM-Doku die Wahrheit. bind9.readthedocs.io+1

Testplan – Linux-CLI – bewusst IPv4 und IPv6

Wir wollen natürlich einmal reproduzierbar testen. Also: jede Stufe zweimal. Einmal -4, einmal -6. Also ob es bei IPv4 und bei IPv6 jeweils korrekt ist. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich fest davon überzeugt bin, es für beide Adressfamilien korrekt konfiguriert zu haben, dann aber noch ein unterschied zwischen v4 und v6 ist. Daher testen wir das.

Voraussetzungen auf Linux

which dig kdig curl openssl

Schritt 1 – DoT-TLS-Handshake prüfen (IPv4/IPv6)

IPv4

openssl s_client \
  -connect 37.120.183.220:853 \
  -servername dns.kernel-error.de \
  -alpn dot

Erwartung:

  • Zertifikat passt auf dns.kernel-error.de (SAN / Wildcard ok)
  • ALPN protocol: dot
  • Verify return code: 0 (ok)

IPv6

openssl s_client \
  -connect '[2a03:4000:38:20e::853]:853' \
  -servername dns.kernel-error.de \
  -alpn dot

Wenn das passt, ist TLS-Transport ok. Also nur die TLS Terminierung für IPv4 und IPv6, da war noch keine DNS Abfrage enthalten.

Schritt 2 – DoT-Query (kdig) – IPv4/IPv6

IPv4

kdig +tls @37.120.183.220 google.com A

Erwartung:

  • status: NOERROR
  • Flags: rd ra (Recursion Desired/Available)
  • eine A-Antwort

IPv6

kdig +tls @[2a03:4000:38:20e::853] google.com A

Gleiche Erwartungshaltung wie bei IPv4.

Schritt 3 – Sicherstellen: kein Resolver auf UDP/TCP 53

Resolver-IPs dürfen auf 53 nicht antworten

dig -4 @37.120.183.220 google.com A
dig -6 @2a03:4000:38:20e::853 google.com A

Erwartung:

  • Timeout / no servers reached
    Genau das wollen wir ja: kein UDP/53 auf den Resolver-IPs.

Authoritative-IPs dürfen nicht rekursiv sein

dig -4 @93.177.67.26 google.com A
dig -6 @2a03:4000:38:20e::53 google.com A

Erwartung:

  • status: REFUSED
  • idealerweise EDE: (recursion disabled)
    Das ist genau die „nicht missbrauchbar als Open-Resolver“-Bremse.

Und unser positiver Check:

dig -4 @93.177.67.26 kernel-error.de A
dig -6 @2a03:4000:38:20e::53 kernel-error.de A

Erwartung:

  • aa gesetzt (authoritative answer)
  • Antwort aus meiner Zone

Schritt 4 – DoH GET (Base64url) – IPv4/IPv6

4.1 Query bauen (DNS-Wireformat → base64url)

Beispiel google.com A:

echo -n -e '\x12\x34\x01\x00\x00\x01\x00\x00\x00\x00\x00\x00\x06google\x03com\x00\x00\x01\x00\x01' \
| base64 -w0 | tr '+/' '-_' | tr -d '='

Das Ergebnis ist mein dns= Parameter (base64url ohne = padding). Das ist DoH-Standard nach RFC 8484.

4.2 DoH GET erzwingen – IPv4

curl -4 --http2 -s \
'https://dns.kernel-error.de/dns-query?dns=<DEIN_DNS_PARAM>' \
| hexdump -C

IPv6

curl -6 --http2 -s \
'https://dns.kernel-error.de/dns-query?dns=<DEIN_DNS_PARAM>' \
| hexdump -C

Erwartung:

  • HTTP/2 200
  • content-type: application/dns-message
  • Im Hexdump siehst du eine valide DNS-Response.

Schritt 5 – DoH POST (application/dns-message) – IPv4/IPv6

Das ist der „richtige“ DoH-Weg für Tools/Clients.

IPv4

printf '\x12\x34\x01\x00\x00\x01\x00\x00\x00\x00\x00\x00\x06google\x03com\x00\x00\x01\x00\x01' \
| curl -4 --http2 -s \
  -H 'content-type: application/dns-message' \
  --data-binary @- \
  https://dns.kernel-error.de/dns-query \
| hexdump -C

IPv6

printf '\x12\x34\x01\x00\x00\x01\x00\x00\x00\x00\x00\x00\x06google\x03com\x00\x00\x01\x00\x01' \
| curl -6 --http2 -s \
  -H 'content-type: application/dns-message' \
  --data-binary @- \
  https://dns.kernel-error.de/dns-query \
| hexdump -C

Erwartung:

  • DNS-Response im Wireformat
  • keine HTML-Antwort, kein Redirect-Quatsch

Was wir damit jetzt sicher(er) gelöst haben:

  • Kein Open-Resolver auf UDP/53 → massiver Gewinn gegen DNS-Amplification.
  • Authoritative bleibt Authoritative → Zonen-Betrieb unverändert stabil.
  • Resolver nur über DoT/DoH → TCP/TLS-Transport, weniger Missbrauchsfläche.
  • Saubere technische Trennung → Views per Ziel-IP sind simpel, robust, nachvollziehbar.

Und ja: „Public Resolver“ heißt trotzdem Monitoring/Rate-Limiting/Abuse-Handling.
Das Feintuning (RRL, QPS-Limits, minimal-responses, Response-Policy, ggf. ECS-Handling, Logging, Fail2ban-Signale) ist das nächste Kapitel. Wobei, wenn ich grade auf die TLS Parameter schaue, sollte ich da vielleicht noch mal nacharbeiten, hm?

Wenn ihr noch eine kleine liste von erreichbaren Servern sucht: GitHub-curl-wiki

Alles hilft natürlich nicht, wenn man am Ende doch komplett IP- oder Hostnamebasiert geblockt wird. In China ist da nicht viel zu holen und auch hier gibt es immer mal wieder etwas.


Japp… TLS geht besser. Im Beitrag habe ich es oben schon angepasst, es war:

tls local-tls {
    cert-file "/pfad/chain.crt";
    key-file  "/pfad/http.key";
    dhparam-file "/pfad/dhparam.pem";
    protocols { TLSv1.2; TLSv1.3; };
    ciphers "TLS_AES_256_GCM_SHA384:TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256:TLS_AES_128_GCM_SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256";
    prefer-server-ciphers yes;
    session-tickets no;
};
  • dhparam-file ist komplett raus weil, ja weil es nicht benutzt wird ich mach ja kein DHE sondern ECDHE
  • cipher-suites für TLS1.3 waren nicht gesetzt.
  • Dann konnten auch gleich die Cipher aufgeräumt werden.

Hey, da hat es sich doch gelohnt, das mal runter zu schreiben. So habe ich es direkt gefunden und nicht erst, weil mich jemand von euch darauf hinweist (macht das aber bitte immer wenn ich hier Mist schreibe) oder es beim nächsten eigenen Audit auffällt.

DNS over TLS mit BIND, Stunnel und Android 9: Eigener DoT-Server​

Die Zeit ging weiter, die Entwicklung bei BIND und DNS ebenfalls. Daher gibt es nun einen neuen Beitrag, der das aktuelle Setup mit BIND 9.20 auf FreeBSD 15 beschreibt – inklusive sauberer Trennung von authoritative DNS (Port 53) und öffentlichem Resolver (DoT/DoH) sowie reproduzierbaren CLI-Tests für IPv4 und IPv6. Bitte dort weiterlesen.

Über die Techniken DoT (DNS over TLS) habe ich bereits im Zusammenhang mit Bind 9.16 geschrieben. Ebenfalls DoH (DNS over HTTPS) gibt es einen kleinen Beitrag.

Bilder der Bind 9 TLS Konfiguration

Zu diesem Zeitpunkt bracht BIND 9 die Unterstützung für DoH und DoT noch nicht selbst mit. Daher waren zu diesem Zeitpunkt noch Umwege über stunnel oder nginx zusammen mit doh-proxy nötig.

Zum Glück kommt die letzte stable Version 9.18.0 (26. Januar 2022) mit dem nötigen Support.

named now supports securing DNS traffic using Transport Layer Security (TLS). TLS is used by both DNS over TLS (DoT) and DNS over HTTPS (DoH).

Warum möchte man noch gleich DoH oder DoT benutzen? Ganz einfach… Über diese Techniken werden DNS Abfragen verschlüsselt übertragen. Dieses ist ein weiterer Schutz davor manipulierte Antworten zu bekommen und selbstverständlich, damit die eigenen DNS Abfragen erst überhaupt nicht mitgelesen werden. Denn wenn von einem Gerät im Netzwerk die DNS Abfrage zu z.B.: www.tagesschau.de kommt, könnte man davon bereits Dinge ableiten.

Wie die meisten Bind Konfigurationen ist dieses ebenfalls straightforward. Ab Version 9.18 bringt Bind alles Nötige mit. Da wir nun TLS mit dem Bind sprechen möchten, benötigen wir natürlich ein gültiges Zertifikat, wie z.B. beim nginx für seine Webseite.

Ebenfalls sollte man ein paar frische Diffie-Hellmann Parameter generieren:

openssl dhparam -out dhparam.pem 4096

Die eigentliche bind Konfiguration kann in der named.conf.options geschehen:

options {
        [...]
        listen-on port 853 tls local-tls { 37.120.183.220; };
        listen-on-v6 port 853 tls local-tls { 2a03:4000:38:20e::853; };
        listen-on port 443 tls local-tls http default { 37.120.183.220;  };
        listen-on-v6 port 443 tls local-tls http default { 2a03:4000:38:20e::853; };
        [...]
        allow-recursion-on { 127.0.0.0/8; ::1/128; 2a03:4000:38:20e::853; 37.120.183.220; };
        [...]
};

Da der bind auf weiteren Ports lauschen soll erweitert man diese für IPv4 und IPv6. Der Default Port für DoH ist dabei 443 und der default Port für DoT ist 853, beides TCP.

listen-on sowie listen-on-v6 sind wohl selbsterklärend.
port ist der TCP Port und erklärt sich ebenfalls.
tls sagt dem Bind das wir tls sprechen möchten.
local-tls verweißt auf den gleichnamigen tls Block über welchen man seine TLS Konfiguration vornimmt.
http ist für DoH.
default gibt den eigentlichen endpoint für die DoH Abfragen an, im default ist es /dns-query

Da der Server unsere DNS Abfragen erledigen soll, müssen wir ihm dieses noch per allow-recursion-on auf den jeweiligen Adressen erlauben.

Als nächstes wird die eigentliche TLS Terminierung konfiguriert (das lässt sich ebenfalls auslagern, wenn gewünscht). Dafür wird der folgende Block, außerhalb der Options Blocks, ergänzt:

tls local-tls {
    cert-file "/usr/local/etc/ssl/wild.kernel-error.de/2022/ecp/chain.crt";
    key-file "/usr/local/etc/ssl/wild.kernel-error.de/2022/ecp/http.key";
    dhparam-file "/usr/local/etc/ssl/dhparam.pem";
    protocols { TLSv1.2; TLSv1.3; };
    ciphers "TLS_AES_256_GCM_SHA384:TLS_CHACHA20_POLY1305_SHA256:TLS_AES_128_GCM_SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256";
    prefer-server-ciphers yes;
    session-tickets no;
};

local-tls ist dabei der name des Blocks. Auf diesen verweisen wir oben.
cert-file ist der Pfad zum Zertifikat. Ich habe dort nicht nur das Zertifikat, sondern die gesamte Chain, also mit Intermediate und Root.
key-file ist der Pfad zum Key des Zertifikates.
dhparam-file ist der Pfad zu den Diffie-Hellman Parametern.
protocols definiert die zu verwendenden TLS Protokolle. In diesem Beispiel TLS1.2 sowie TLS1.3.
ciphers definiert die zu verwendenden cipher. Es soll ja „sicher“ bleiben.
prefer-server-ciphers übermittelt dem Client die Information, in welcher Reihenfolge protokoll/cipher Kombinationen probiert werden sollen um einen Match zu finden. Erst das vermeintlich sicherste und dann immer „schlechter“.
session-tickets regelt ob eine Wiederaufnahme von TLS Sessions erlaubt ist oder nicht. Da ich forward secrecy nutzen möchte, ist es deaktiviert.

Damit ist die Konfiguration schon abgeschlossen (Firewall ggf. nicht vergessen!). Also testen….

Ein einfaches Tool dafür ist dog, oder natürlich dig aus den bind-tools aber Version 9.18. Für bind gibt es dann die Optionen +https oder auch +tls

dig +https @dns.kernel-error.de www.kernel-error.de A
dig +tls @dns.kernel-error.de www.kernel-error.de A

Der gleiche Test mit dog, sieht wie folgt aus:

dog www.kernel-error.de --tls "@dns.kernel-error.de"
A www.kernel-error.de. 6h00m00s   148.251.40.23
dog www.kernel-error.de --https "@https://dns.kernel-error.de/dns-query"
A www.kernel-error.de. 6h00m00s   148.251.40.23

Das war es auch schon! Viele Spaß mit einem „besseren“ DNS und wenn es noch Fragen gibt, einfach fragen 🙂

DoH (DNS over HTTPS) mit BIND auf eigenem Server

Die Zeit ging weiter, die Entwicklung bei BIND und DNS ebenfalls. Daher gibt es nun einen neuen Beitrag, der das aktuelle Setup mit BIND 9.20 auf FreeBSD 15 beschreibt – inklusive sauberer Trennung von authoritative DNS (Port 53) und öffentlichem Resolver (DoT/DoH) sowie reproduzierbaren CLI-Tests für IPv4 und IPv6. Bitte dort weiterlesen.

Meine Tests mit DoT (DNS over TLS) habe ich bereits vor einiger Zeit gestartet.  DoT DNS over TLS mit Bind, stunnel und Android 9 Dieses arbeitet noch immer ganz fein auf meinem Smartphone. DoT gefällt mir noch immer um einiges besser als DoH aber auch hier wollte ich nun einmal einen Versuch starten. Zusammen mit nginx und einem etwas angepassten doh-proxy läuft dieses nun auf dem gleichen System.

Im Firefox ist es schnell aktiviert https://ns1.kernel-error.de/dns-query…

DoH DNS over HTTPS Firefox

Es funktioniert auch, so richtig glücklich macht es mich aber nicht! Natürlich ist die Umsetzung nur etwas für einen kleinen privaten Test. „Schnell“ genug ist es ebenfalls! Zumindest zum Surfen im Internet, dennoch wäre mir eine saubere Implementierung von DoT im resolver vom OS viel lieber. So wie bereits ab Android 9 zu sehen. Vielleicht ändert sich mein Gefühl ja etwas zusammen mit QUIC (HTTP/3)?!?

DNS over TLS (DoT) mit BIND, Stunnel und Android 9 einrichten

Die Zeit ging weiter, die Entwicklung bei BIND und DNS ebenfalls. Daher gibt es nun einen neuen Beitrag, der das aktuelle Setup mit BIND 9.20 auf FreeBSD 15 beschreibt – inklusive sauberer Trennung von authoritative DNS (Port 53) und öffentlichem Resolver (DoT/DoH) sowie reproduzierbaren CLI-Tests für IPv4 und IPv6. Bitte dort weiterlesen.

Die eigenen DNS Anfragen über eine Verschlüsselte Verbindung an einen DNS Server zu schicken welchem man vertraut, dieses liest sich schon gut oder? Keiner verfolgt mein Surfverhalten und zusammen mit DNSSEC schiebt mir so schnell keiner falsche Records unter 🙂

Am ehesten vertraue ich meinem eigenen DNS Server (ns1.kernel-error.de). Auf diesem arbeitet ein Bind und vor diesen habe ich für DoT stunnel gestellt. Die Konfiguration vom stunnel sieht dabei grob wie folgt aus:

[dns4]
accept = 853
connect = 127.0.0.1:53
cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt
key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key
CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt
ciphers = ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-CHACHA20-POLY1305:ECDHE-RSA-CHACHA20-POLY1305:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-SHA256
options = NO_SSLv2
options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1
options = CIPHER_SERVER_PREFERENCE
options = DONT_INSERT_EMPTY_FRAGMENTS
renegotiation = no
TIMEOUTclose = 0

[dns6]
accept = 2a03:4000:38:20e::53:853 connect = ::1:53 cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt ciphers = ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-CHACHA20-POLY1305:ECDHE-RSA-CHACHA20-POLY1305:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-ECDSA-AES256-SHA384:ECDHE-RSA-AES256-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES128-SHA256:ECDHE-RSA-AES128-SHA256 options = NO_SSLv2 options = NO_SSLv3 options = NO_TLSv1 options = NO_TLSv1.1 options = CIPHER_SERVER_PREFERENCE options = DONT_INSERT_EMPTY_FRAGMENTS renegotiation = no 

Die TLS Konfiguration ergibt dabei nun folgendes Bild: https://tls.imirhil.fr/tls/ns1.kernel-error.de:853

Auf einem Android 9 Gerät kann ich also nun unter den Einstellungen ==> Netzwerk & Internet ==> Erweitert ==> Privates DNS meinen Nameserver eintragen.

Screenshot der Konfigurationseinstellungen für DoT auf einem Android 9.

Jetzt sieht mir keiner mehr beim meinen DNS Abfragen zu 😀

DNS über TLS mit Stunnel und BIND9 einrichten: Anleitung für mehr Sicherheit

Ihr erinnert euch an meine Ankündigung über TLS an meinem DNS vor ein paar Tagen? RFC 7858 – DNS over Transport Layer Security

Bei mir ist inzwischen recht oft die Frage nach dem „Wie“ angekommen. Nun ich habe dafür stunnel benutzt. stunnel ist nicht speziell für DNS sondern ist ein Stück Software welches sich vor Dienste schalten lässt die keine oder eine schlechte Implementierung für SSL/TLS haben. Eine komplett stumpfe Konfiguration um zu testen würde zum Beispiel auf einem FreeBSD wie folgt aussehen:

/usr/local/etc/stunnel/conf.d/dnstls.conf

[dns4]
accept = 853
connect = 5.9.24.235:53
cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt
key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key
CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt


[dns6]
accept = :::853 connect = 5.9.24.235:53
cert = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.crt
key = /usr/local/etc/stunnel/ssl/dns.key
CAfile = /usr/local/etc/stunnel/ssl/ca.crt 

So gestartet lässt sich eine TLS Verbinung zu Port 853 aufbauen und stunnel schiebt dann alles einfach weiter an den Bind auf Port 53. Ob eine SSL/TLS Verbindung aufgebaut werden kann testet man am besten mit openSSL: openssl s_client -connect ns1.kernel-error.de:853 -showcerts Ich werfe weiter unten mal den kompletten Output in den Post…

Um eine komplette DNS Abfrage über TLS zu prüfen nutze ich gerne getdns_query. Dieses ist bereits in den FreeBSD Ports. Ein Test würde wie folgt aussehen: getdns_query @5.9.24.235 -s -a -A -l L www.kernel-error.de AAAA die Option „-l L“ weißt getdns_query dabei an es per TLS zu probieren. Auch hier werde ich den kompletten Output weiter untem im Post zeigen.

Der versprochene openSSL Output

kernel@s-meer-bsd ~> openssl s_client -connect ns1.kernel-error.de:853 -showcerts
CONNECTED(00000003)
depth=2 C = BE, O = GlobalSign nv-sa, OU = Root CA, CN = GlobalSign Root CA
verify return:1
depth=1 C = BE, O = GlobalSign nv-sa, CN = AlphaSSL CA - SHA256 - G2
verify return:1
depth=0 OU = Domain Control Validated, CN = *.kernel-error.de
verify return:1
---
Certificate chain
 0 s:/OU=Domain Control Validated/CN=*.kernel-error.de
   i:/C=BE/O=GlobalSign nv-sa/CN=AlphaSSL CA - SHA256 - G2
-----BEGIN CERTIFICATE-----
MIIIVjCCBz6gAwIBAgIMKHSoWgqp4f0QDMWoMA0GCSqGSIb3DQEBCwUAMEwxCzAJ
BgNVBAYTAkJFMRkwFwYDVQQKExBHbG9iYWxTaWduIG52LXNhMSIwIAYDVQQDExlB
bHBoYVNTTCBDQSAtIFNIQTI1NiAtIEcyMB4XDTE3MDMxMDEwNTI1MloXDTE4MDMx
MTEwNTI1MlowPzEhMB8GA1UECxMYRG9tYWluIENvbnRyb2wgVmFsaWRhdGVkMRow
GAYDVQQDDBEqLmtlcm5lbC1lcnJvci5kZTCCAiIwDQYJKoZIhvcNAQEBBQADggIP
ADCCAgoCggIBAMtVm/TykTvxvwZN0h6H2YeIeu4G+scVCb+kxxa8Jrua7DuLchjm
05wj6zPTe+2opDNNeZ6T5/ISSKczUQO4p+ttxFzl8OGA8FaZe4Qc9FNYdzY35w2d
oMgpTpsO+xTEdLHbXcNvEdFXg/8vyKS5y9Ddp8mSvz/Mt04rj2sjXGWwV00ImDQ1
DHBEuNuvFsnyaXQkDXeC3bA+2EkuVIcFcviQT5At88CDLkP8ygJsD3iDudnVeEJZ
N1AFnjN/qQksjKvT5V75R7GcIhA0a6lC56iBmEykht8YdPy63940hYmO4Ug17p68
7uiPZKUsFkGmYchbkiw5KLTck6VVv9b5Z+lFfIQcfBf5blmaUkQQ8CP3yXXajmfP
3KqJu5c+M3OW9evFiE+z7ihtKVtOHQS86z0ijvSNaCfj9OWQKXhBzBzdEGTogC7n
Iq8YYjveRQ+ExffM+RY3xaqMc1368tUx6ir+0LdGiqgzDC5OcWPqRTNobeTfcETz
VCxqgTfVr4tDNTk1+LmRsWKVDuBtG3p/lJEwCU1z6ZP6xmNTBZc1iOuNOJN+CmYW
ZpKaI3F6JPRK4G2Hu4fa0GWjRHSSZYFkyBl520a8fTMGIY8JlfHfx9HVK2fFJ4yP
NxKligKSydphqEG8cyEU/V3oRlgZ7en1HmrWRrIRiWcmWk3qKl/AZk97AgMBAAGj
ggRDMIIEPzAOBgNVHQ8BAf8EBAMCBaAwgYkGCCsGAQUFBwEBBH0wezBCBggrBgEF
BQcwAoY2aHR0cDovL3NlY3VyZTIuYWxwaGFzc2wuY29tL2NhY2VydC9nc2FscGhh
c2hhMmcycjEuY3J0MDUGCCsGAQUFBzABhilodHRwOi8vb2NzcDIuZ2xvYmFsc2ln
bi5jb20vZ3NhbHBoYXNoYTJnMjBXBgNVHSAEUDBOMEIGCisGAQQBoDIBCgowNDAy
BggrBgEFBQcCARYmaHR0cHM6Ly93d3cuZ2xvYmFsc2lnbi5jb20vcmVwb3NpdG9y
eS8wCAYGZ4EMAQIBMAkGA1UdEwQCMAAwPgYDVR0fBDcwNTAzoDGgL4YtaHR0cDov
L2NybDIuYWxwaGFzc2wuY29tL2dzL2dzYWxwaGFzaGEyZzIuY3JsMC0GA1UdEQQm
MCSCESoua2VybmVsLWVycm9yLmRlgg9rZXJuZWwtZXJyb3IuZGUwHQYDVR0lBBYw
FAYIKwYBBQUHAwEGCCsGAQUFBwMCMB0GA1UdDgQWBBSL6GOdfjNSVXP7NNrKRfN/
ZEGEJTAfBgNVHSMEGDAWgBT1zdU8CFD5ak86t5faVoPmadJo9zCCAm0GCisGAQQB
1nkCBAIEggJdBIICWQJXAHUAu9nfvB+KcbWTlCOXqpJ7RzhXlQqrUugakJZkNo4e
0YUAAAFat9mThAAABAMARjBEAiBA/XALdgdBZzdvL20DwfeGUAKVhFAueJG6hIWF
eooeSwIgBAMtgDdRxtSkDbKZdkuT9pul6HlZgGSKBLwHjt08rSAAdgDd6x0reg1P
piCLga2BaHB+Lo6dAdVciI09EcTNtuy+zAAAAVq32ZOaAAAEAwBHMEUCIAwdq+Ma
WZ+v8TuKuwIT9oTHT6mlOuov2brZHNa53o5MAiEAq1ZFktpd5XzJQixebUuaCNKW
dZWUF58tKuB4l7xvGOUAdgCkuQmQtBhYFIe7E6LMZ3AKPDWYBPkb37jjd80OyA3c
EAAAAVq32ZZ1AAAEAwBHMEUCIAUVh0ZRcb/+WRb9F+nn/Jmzvgs/bnLQNwEjBUT1
/t2aAiEAmZWAnrB3RnsCbedw8SOvJk6HsZG67T0fdI96M/Pc47kAdgBWFAaaL9fC
7NP14b1Esj7HRna5vJkRXMDvlJhV1onQ3QAAAVq32Za/AAAEAwBHMEUCIQD92ZOc
1xqff1TJ7gsw/ZGtkvzrjIW6uu/Hu7ZxBKkOgQIgRC0TkK19+m8nUN7KDCqyKsZT
DqUrKE01MuPhx1RnIPMAdgDuS723dc5guuFCaR+r4Z5mow9+X7By2IMAxHuJeqj9
ywAAAVq32ZllAAAEAwBHMEUCIQCPAWIduEfXjVVq+qKHEtoy84Nqm+PsibSk8uXq
ziMziQIgJp3NRvIM8bFtzQe/ZQYBnNv2H3MwZmldaIbV5VcbMOQwDQYJKoZIhvcN
AQELBQADggEBAKmQsE/CjF2nRuqaPZht7EFsQpHzihm+VBA48HDN0Uj9JpObHadg
kxNunKd3K+KNsZP4gwg8Z+LfNAU2smK//Ptq7S/y3ECZTniwLMNx4ogekIuQ9i6a
5zgdN3TpWMV/pu2PEguG/FhDIeIEoC5L7qYAKsSq/4VMexUeVfg3IDbdFH0FGlF7
NRAvfY8KfkvkM6c0VhkAuisnYpt+N3RoXOUlQEbv2qRPikiRnLW4hyms0Y73W5v2
GBA6H66lPIqWTzalY9d1kUVY0N+qz/ZgZhdY0LkeTHG4l+XAyKwa241LHGtDHz7m
7c9LBqS3mXSFvfCL9eU2vzDHkU6cMixjf94=
-----END CERTIFICATE-----
 1 s:/C=BE/O=GlobalSign nv-sa/CN=AlphaSSL CA - SHA256 - G2
   i:/C=BE/O=GlobalSign nv-sa/OU=Root CA/CN=GlobalSign Root CA
-----BEGIN CERTIFICATE-----
MIIETTCCAzWgAwIBAgILBAAAAAABRE7wNjEwDQYJKoZIhvcNAQELBQAwVzELMAkG
A1UEBhMCQkUxGTAXBgNVBAoTEEdsb2JhbFNpZ24gbnYtc2ExEDAOBgNVBAsTB1Jv
b3QgQ0ExGzAZBgNVBAMTEkdsb2JhbFNpZ24gUm9vdCBDQTAeFw0xNDAyMjAxMDAw
MDBaFw0yNDAyMjAxMDAwMDBaMEwxCzAJBgNVBAYTAkJFMRkwFwYDVQQKExBHbG9i
YWxTaWduIG52LXNhMSIwIAYDVQQDExlBbHBoYVNTTCBDQSAtIFNIQTI1NiAtIEcy
MIIBIjANBgkqhkiG9w0BAQEFAAOCAQ8AMIIBCgKCAQEA2gHs5OxzYPt+j2q3xhfj
kmQy1KwA2aIPue3ua4qGypJn2XTXXUcCPI9A1p5tFM3D2ik5pw8FCmiiZhoexLKL
dljlq10dj0CzOYvvHoN9ItDjqQAu7FPPYhmFRChMwCfLew7sEGQAEKQFzKByvkFs
MVtI5LHsuSPrVU3QfWJKpbSlpFmFxSWRpv6mCZ8GEG2PgQxkQF5zAJrgLmWYVBAA
cJjI4e00X9icxw3A1iNZRfz+VXqG7pRgIvGu0eZVRvaZxRsIdF+ssGSEj4k4HKGn
kCFPAm694GFn1PhChw8K98kEbSqpL+9Cpd/do1PbmB6B+Zpye1reTz5/olig4het
ZwIDAQABo4IBIzCCAR8wDgYDVR0PAQH/BAQDAgEGMBIGA1UdEwEB/wQIMAYBAf8C
AQAwHQYDVR0OBBYEFPXN1TwIUPlqTzq3l9pWg+Zp0mj3MEUGA1UdIAQ+MDwwOgYE
VR0gADAyMDAGCCsGAQUFBwIBFiRodHRwczovL3d3dy5hbHBoYXNzbC5jb20vcmVw
b3NpdG9yeS8wMwYDVR0fBCwwKjAooCagJIYiaHR0cDovL2NybC5nbG9iYWxzaWdu
Lm5ldC9yb290LmNybDA9BggrBgEFBQcBAQQxMC8wLQYIKwYBBQUHMAGGIWh0dHA6
Ly9vY3NwLmdsb2JhbHNpZ24uY29tL3Jvb3RyMTAfBgNVHSMEGDAWgBRge2YaRQ2X
yolQL30EzTSo//z9SzANBgkqhkiG9w0BAQsFAAOCAQEAYEBoFkfnFo3bXKFWKsv0
XJuwHqJL9csCP/gLofKnQtS3TOvjZoDzJUN4LhsXVgdSGMvRqOzm+3M+pGKMgLTS
xRJzo9P6Aji+Yz2EuJnB8br3n8NA0VgYU8Fi3a8YQn80TsVD1XGwMADH45CuP1eG
l87qDBKOInDjZqdUfy4oy9RU0LMeYmcI+Sfhy+NmuCQbiWqJRGXy2UzSWByMTsCV
odTvZy84IOgu/5ZR8LrYPZJwR2UcnnNytGAMXOLRc3bgr07i5TelRS+KIz6HxzDm
MTh89N1SyvNTBCVXVmaU6Avu5gMUTu79bZRknl7OedSyps9AsUSoPocZXun4IRZZ
Uw==
-----END CERTIFICATE-----
---
Server certificate
subject=/OU=Domain Control Validated/CN=*.kernel-error.de
issuer=/C=BE/O=GlobalSign nv-sa/CN=AlphaSSL CA - SHA256 - G2
---
No client certificate CA names sent
Peer signing digest: SHA512
Server Temp Key: ECDH, P-256, 256 bits
---
SSL handshake has read 4014 bytes and written 433 bytes
---
New, TLSv1/SSLv3, Cipher is ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384
Server public key is 4096 bit
Secure Renegotiation IS supported
Compression: NONE
Expansion: NONE
No ALPN negotiated
SSL-Session:
    Protocol  : TLSv1.2
    Cipher    : ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384
    Session-ID: B1956B432DABE228C78E756329A796FA56C9646BE64326F8F96782BD946CCA82
    Session-ID-ctx: 
    Master-Key: 10329FBAE32471FC56D45E0AA0971CF5EB7977F7569AE4079219D9438E7A0F9DA8EC4150D9A074FC0AD8E63E00849047
    Key-Arg   : None
    PSK identity: None
    PSK identity hint: None
    SRP username: None
    Start Time: 1513937385
    Timeout   : 300 (sec)
    Verify return code: 0 (ok)
---

Der versprochene getdns_query Output:

kernel@s-meer-bsd ~> getdns_query @5.9.24.235 -s -a -A -l L www.kernel-error.de AAAA
{
  "answer_type": GETDNS_NAMETYPE_DNS,
  "canonical_name": <bindata for www.kernel-error.de.>,
  "just_address_answers":
  [
    {
      "address_data": <bindata for 2a01:4f8:161:3ec::443>,
      "address_type": <bindata of "IPv6">
    },
    {
      "address_data": <bindata for 5.9.24.250>,
      "address_type": <bindata of "IPv4">
    }
  ],
  "replies_full":
  [
     <bindata of 0xd3578500000100010003000703777777...>,
     <bindata of 0xe9288500000100010003000703777777...>
  ],
  "replies_tree":
  [
    {
      "additional":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 5.9.24.235>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x050918eb>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 176.9.109.53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0xb0096d35>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 203.137.119.119>,
            "rdata_raw": <bindata of 0xcb897777>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2a01:4f8:161:3ec::53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x2a0104f8016103ec0000000000000053>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2a01:4f8:150:1095::53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x2a0104f8015010950000000000000053>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2001:310:6000:f::1fc7:1>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x200103106000000f000000001fc70001>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "do": 0,
          "extended_rcode": 0,
          "rdata":
          {
            "rdata_raw": <bindata of 0x>
          },
          "type": GETDNS_RRTYPE_OPT,
          "udp_payload_size": 4096,
          "version": 0,
          "z": 0
        }
      ],
      "answer":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for www.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2a01:4f8:161:3ec::443>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x2a0104f8016103ec0000000000000443>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        }
      ],
      "answer_type": GETDNS_NAMETYPE_DNS,
      "authority":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
            "rdata_raw": <bindata for ns2.kernel-error.org.>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x036e7331c010>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
            "rdata_raw": <bindata for ns3.kernel-error.com.>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        }
      ],
      "canonical_name": <bindata for www.kernel-error.de.>,
      "header":
      {
        "aa": 1,
        "ad": 0,
        "ancount": 1,
        "arcount": 7,
        "cd": 0,
        "id": 54103,
        "nscount": 3,
        "opcode": GETDNS_OPCODE_QUERY,
        "qdcount": 1,
        "qr": 1,
        "ra": 0,
        "rcode": GETDNS_RCODE_NOERROR,
        "rd": 1,
        "tc": 0,
        "z": 0
      },
      "question":
      {
        "qclass": GETDNS_RRCLASS_IN,
        "qname": <bindata for www.kernel-error.de.>,
        "qtype": GETDNS_RRTYPE_AAAA
      }
    },
    {
      "additional":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 5.9.24.235>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x050918eb>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 176.9.109.53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0xb0096d35>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 203.137.119.119>,
            "rdata_raw": <bindata of 0xcb897777>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2a01:4f8:161:3ec::53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x2a0104f8016103ec0000000000000053>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2a01:4f8:150:1095::53>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x2a0104f8015010950000000000000053>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
          "rdata":
          {
            "ipv6_address": <bindata for 2001:310:6000:f::1fc7:1>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x200103106000000f000000001fc70001>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_AAAA
        },
        {
          "do": 0,
          "extended_rcode": 0,
          "rdata":
          {
            "rdata_raw": <bindata of 0x>
          },
          "type": GETDNS_RRTYPE_OPT,
          "udp_payload_size": 4096,
          "version": 0,
          "z": 0
        }
      ],
      "answer":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for www.kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "ipv4_address": <bindata for 5.9.24.250>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x050918fa>
          },
          "ttl": 300,
          "type": GETDNS_RRTYPE_A
        }
      ],
      "answer_type": GETDNS_NAMETYPE_DNS,
      "authority":
      [
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns2.kernel-error.org.>,
            "rdata_raw": <bindata for ns2.kernel-error.org.>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns1.kernel-error.de.>,
            "rdata_raw": <bindata of 0x036e7331c010>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        },
        {
          "class": GETDNS_RRCLASS_IN,
          "name": <bindata for kernel-error.de.>,
          "rdata":
          {
            "nsdname": <bindata for ns3.kernel-error.com.>,
            "rdata_raw": <bindata for ns3.kernel-error.com.>
          },
          "ttl": 86400,
          "type": GETDNS_RRTYPE_NS
        }
      ],
      "canonical_name": <bindata for www.kernel-error.de.>,
      "header":
      {
        "aa": 1,
        "ad": 0,
        "ancount": 1,
        "arcount": 7,
        "cd": 0,
        "id": 59688,
        "nscount": 3,
        "opcode": GETDNS_OPCODE_QUERY,
        "qdcount": 1,
        "qr": 1,
        "ra": 0,
        "rcode": GETDNS_RCODE_NOERROR,
        "rd": 1,
        "tc": 0,
        "z": 0
      },
      "question":
      {
        "qclass": GETDNS_RRCLASS_IN,
        "qname": <bindata for www.kernel-error.de.>,
        "qtype": GETDNS_RRTYPE_A
      }
    }
  ],
  "status": GETDNS_RESPSTATUS_GOOD
}

Oh und weil ich gerade dabei war… Ich habe direkt ns2.kernel-error.org mit einem gültigen Zertifikat ausgestattet.

Fragen? Dann fragen 🙂

DNSSEC IPv6 DENIC und ein DNS in Japan

Ich brauche mal eure Hilfe…

Zum Spaß habe ich mir einen VPS Server in Japan geklickt. Was nun damit tun? Einfach mal ein weiteren DNS Server nutzen \o/ Gute Idee? Nein… Warum nicht? Weil der Server in Japan steht, höhere Antwortzeiten hat und der meist zufällig entscheidet, welcher DNS Server nun gefragt wird. Ich habe somit also sporadisch DEUTLICH langsamere DNS Antworten. Für meinen Spieltrieb aber gerade OK .-P

Ist also nun ein FreeBSD 10 mit einem Bind9.11 als slave für drei Spielzonen (kernel-error.org, kernel-error.com, kernel-error.de). FreeBSD ans Ende gepatcht, aktuellen Bind drauf, getestet ob die Kiste sauber signierte Zonen abfragen und prüfen kann (TCP/UDP und größer 512) alles gut. Dann als slave eingebunden wieder getestet und dann in die Zone darüber eintragen lassen. Die Zonen org. sowie com. haben den DNS-Server einfach gefressen. die Zone de. meckert aber! DNS timeout bei IPv6 O_o Öhm, ok… dig und drill sagen das geht aber. Bind ist auch fest ein und ausgehend an die IPv6 Adresse gebunden. Als „Firewall“ rennt PF, das mal deaktiviert ändert aber nichts. Vielleicht filter der Provider? Nope nur switch, iptables und ebtables öhm, das klingt sehr spartanisch.

Hat das Problem nur denic? Nö, DNSViz scheint es auch nicht zu können: http://dnsviz.net/d/kernel-error.com/dnssec/

Wie gesagt NUR bei IPv6! Jetzt habe ich mir alle Mühe gegeben diesen Timeout selbst mal zu produzieren, klappt aber nicht. Bei mir geht es einfach IMMER egal was für Optionen ich dig mitgebe.

# dig @2001:310:6000:f::1fc7:1 +edns +multi +norec +bufsize=4096 kernel-error.com IN MX +short
10 smtp.kernel-error.de.
# dig @2001:310:6000:f::1fc7:1 +tcp +edns +multi +norec +bufsize=4096 kernel-error.com IN MX +short
10 smtp.kernel-error.de.

Ich verstehe das nicht! Ich mache am bind keine Unterscheidung zwischen IPv4 und IPv6, für mich geht alles. Alle Antworten und Fragen in alle Richtungen laufen ohne jedes Problem. Nur DNSViz und denic scheinen ein „Problem“ zu haben. Mal sehen ob jemand von der denic mit einen sinnvollen Tipp geben kann. Mir würde ja schon der dig Aufruf reichen der zu einem timeout führt :-/ Dann hätte ich etwas zum Testen.

Oh ja, ich habe natürlich auch ganz brav mal tcpdump laufen lassen. Leider sieht es hier ebenfalls einfach funktionstüchtig aus 🙁

https://www.kernel-error.de/download/dns.tar.gz

Hat von euch irgendjemand eine Idee?


*U-P-D-A-T-E*

Die interne Fehlermeldung der API DENIC:

ERROR: 223 Timeout after switching from UDP to TCP – switch to TCP due to timeout (target) (ns3.kernel-error.com./2001:310:6000:f:0:0:1fc7:1:53)


*U-P-D-A-T-E*

Mal querry log eingeschaltet:

30-Jan-2017 18:30:04.669 client @0x802e62600 2a02:568:201:214::1:15#38145 (ns3.kernel-error.com): query: ns3.kernel-error.com IN A -E(0)DC (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:04.670 client @0x802e62600 2a02:568:201:214::1:15#41589 (ns3.kernel-error.com): query: ns3.kernel-error.com IN AAAA -E(0)DC (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:04.938 client @0x802e62600 2a02:568:201:214::1:15#20703 (kernel-error.de): query: kernel-error.de IN SOA - (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:05.510 client @0x802e6f800 2a02:568:201:214::1:15#58465 (kernel-error.de): query: kernel-error.de IN NS -T (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:05.889 client @0x802e62600 2a02:568:201:214::1:15#47548 (kernel-error.de): query: kernel-error.de IN SOA -E(0)D (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:05.896 client @0x802e62600 2a02:568:201:214::1:15#55493 (kernel-error.de): query: kernel-error.de IN DNSKEY -E(0)D (2001:310:6000:f::1fc7:1)
30-Jan-2017 18:30:06.416 client @0x802e70c00 2a02:568:201:214::1:15#37170 (kernel-error.de): query: kernel-error.de IN DNSKEY -E(0)TD (2001:310:6000:f::1fc7:1)

*U-P-D-A-T-E*

Ich glaube es nicht… Ich teste hier gerade rum, will einem Kollegen zeigen das es nicht geht und das Update läuft bei DENIC einfach durch und OK Ö_ö ich verstehe das nicht, wirklich nicht. Absolut 0,0 warum geht das jetzt und warum meint DNSViz das es dennoch nicht geht? Was passiert hier?


*U-P-D-A-T-E*

Bleibt nur noch meine Vermutung, dass es wirklich um die Antwortzeit des Servers geht… Die liegt so zwischen 200 und 300ms. Das ist echt lange aber auch nicht SOOOOOOO lange :-/ Mal sehen ob von denic irgendwas kommt?!?!


*U-P-D-A-T-E*

Da fliegt mir doch gerade folgende Info rein:

die DENIC meinte dazu:

    unsere Kollegen können derzeit nicht genau sagen woran es hängt. Jedoch sind unsere Verbindungen nach Korea zeitweise leicht beeinträchtigt, evtl. wurde dir Nast Prüfung genau in dem Moment durchgeführt.


Es scheint als bekommen wir das nicht geklärt. Aber schön, wenn das
Update nun durch ist.

PS: Ein leicht ungutes Gefühl bleibt ...

Hinzufügen der GPG Keys zum DNS

GnuPG bietet seit längerem verschiedene Möglichkeiten DNS Server nach gpg/pgp Schlüsseln zu fragen. Die aus meiner Sicht einfachste und schnellste ist PKA.

Kann der GPG Client den Schlüssel selbstständig aus dem Internet laden muss ich mich nicht mehr darum kümmern meinen aktuellen öffentlichen Schlüssel auf allen möglichen Key-Servern zu verteilen. Kommt der Schlüssel oder die Information zum Schlüssel und dessen Fingerprint noch von dem DNS Server, welcher für die Domain/Zone zuständig ist, kann man sich noch etwas sicherer sein. Ist diese Zone dann noch per DNSsec (http://www.kernel-error.de/dnssec) geschützt… Ja dann kann man noch etwas sicherer sein! 100%tige Sicherheit gibt es nicht, ich kann mich nur den 100% annähern. Um so besser mir dieses gelingt um so sicher kann ich mir sein 🙂

Wie geht es nun? Recht einfach. Ich exportiere meinen public key und sorge dafür das http clients (https ist nicht wirklich nötig, da der Schlüssel am Ende eh mit dem Fingerprint verglichen wird) diesen herunterladen können. Dann erstelle ich einen Fingerprint meines Schlüssels und veröffentliche beide Informationen zusammen mit der/den E-Mail Adressen in der DNS Zone.

OK los geht es. Zuerst besorge ich mir die Key-ID meines GPG-Keys:

$ gpg --list-keys kernel-error@kernel-error.com

Nun exportiere ich den öffentlichen Teil meines GPG-Keys, den public Key:

$ gpg --export --armor 0F9874D8 > kernel-error.asc

Jetzt brauche ich noch den Fingerprint meines GPG-Keys:

$ gpg --list-keys --fingerprint 0F9874D8

Nun beginne ich die records für meine DNS Zonen zu bauen. Diese sehen wie folgt aus:

E-Mail Adresse (das @ wird zu ._) gefolgt vom record Type TXT sowie dem Fingerprint ohne Leerzeichen und der HTTP-Adresse des öffentlichen Schlüssels.

Für mich schaut es so aus:

Zone kernel-error.com:

kernel-error._pka.kernel-error.com.  TXT         "v=pka1;fpr=80CF90446B5867DA3A55854AF01C3E040F9874D8;uri=http://www.kernel-error.de/kernel-error.pubkey.txt"

Zone kernel-error.de:

kernel._pka.jabber.kernel-error.de.  TXT         "v=pka1;fpr=80CF90446B5867DA3A55854AF01C3E040F9874D8;uri=http://www.kernel-error.de/kernel-error.pubkey.txt"
kernel-error._pka.kernel-error.de.  TXT         "v=pka1;fpr=80CF90446B5867DA3A55854AF01C3E040F9874D8;uri=http://www.kernel-error.de/kernel-error.pubkey.txt"

Zone vandemeer.de:

sebastian._pka.vandemeer.de.  TXT         "v=pka1;fpr=80CF90446B5867DA3A55854AF01C3E040F9874D8;uri=http://www.kernel-error.de/kernel-error.pubkey.txt"

Ob sich die records abrufen lassen teste ich mit dig:

dig +short kernel-error._pka.kernel-error.com. TXT

Klappt dieses probiere ich ob gpg auch alles findet. Da ich den Schlüssel natürlich bereits in meinem Keyring habe, sage ich gpg dass es einen neuen Keyring unter /tmp/ anlegen soll. In diesen wird dann auch der Public Key importiert, wenn alles funktioniert 🙂 Das echo „foo“ | ist nur damit gpg auch Daten hat die es anfassen soll!

Es ist NICHT sicher, daß der Schlüssel zu dem in der User-ID
Genannten gehört. Wenn Sie *wirklich* wissen, was Sie tun,
können Sie die nächste Frage mit ja beantworten

Diesen Schlüssel trotzdem benutzen? (j/N) j
-----BEGIN PGP MESSAGE-----
Version: GnuPG v1.4.10 (GNU/Linux)

hQIMAyLQ0wrCELyPAQ//SaagWN6N57qIN1s0IksGwbXpchBTTW4FWZVotKUeHeHv
6LQ2abOL3ulRbzIHOmYINT3CUJ3Pf0DmFm44UqXP0Ay/R0PpANNqumshP8J+0aBY
YyhImPEk4s6qK8rJqD0+0F5sWrX7A2bPbmBHmp6BDQSpIUKxTXFTChJ0Hx7n/ntn
X3iLIpl3NYzvWd78Q+7lFcH9TDL+tLb655lwbZ4HcaQOT6NAkHAL76Td8CDQdbUM
Iu7UcZrpVebAaT7dL0HcifpNy+Vfo3xzq7b/MQsHxYASgafwtuOLCJr7Mi1bJqsk
eLZgxtLsflhgnkK/4Yj/zz7TosvUKb6ZemMxok6B95tmIMmBzJt9QPtBhuF6Uhgc
Vr6E6YSM3dKOy3e2N2YEYS/eXUk68S/2B+PtSBRxMuwMB9qIfLxqZPDrMgSoSOOz
7IaBqAy+HZ7JQdYDBg+6uLrf17+hjiX9g3X/sJB002lTqEJ5aIz+fe1QBXwqM97b
7hcOQCbEm1XQOFJmJWPsgROvpQhMZvd8ylLSIKtIKHqWgn0CkobABQ5Y9HJVkpO2
+DID8yT4Iy/be/YfCzU56i2AnswduZpK3bc2DLEPORVRp6PloNOmNhTXtf6IsN1X
mZfGr3sycFq7XNY9M5nha6Jco2ZdBSgebcKNZlkPF7f1GMDfnAAJgwUcX0QMSp7S
PwFvh2D0NqPcl1Rb7ManjL5tpR0NCjnxVEPNRv0j+2Ejr7LGKH/yqZVbnr+eiSRX
FPSvDQJVgT65sPIyn0k6tg==
=k7cd
-----END PGP MESSAGE-----

Tja, damit sollte wohl nun jeder meinen GPG-Key über meinen per DNSsec geschützten DNS Server besorgen können.

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