IT-Blog von Sebastian van de Meer

Kategorie: Embedded & Mikrocontroller (Seite 2 von 2)

Projekte mit Arduino, ESP8266, Raspberry Pi und anderen Mikrocontrollern — Firmware, Sensoren und Embedded-Basteleien.

OBI LED-Produkt im Test: Was habe ich da gekauft?

Vor knapp zwei Jahren habe ich für meine Werkstatt ein paar neue Deckenleuchten benötigt. Bisher waren zwei Neonröhren meine Lichtquelle. Lichtfarbe und Stärke passten einfach nicht mehr. Im OBI habe ich zu diesem Zeitpunkt zufällig LED Leuchten gesehen, welche in Form und Länge an klassische Neonröhren erinnern. Der Preis lag irgendwo zwischen 10 bis 20 €, also kein Preis bei dem man viel falsch machen kann, oder?

OBI LED SCHROTT Typ LY-5024-2 von Ritter Leuchten GmbH

Naja, vielleicht ja doch!??! Jetzt nach zwei Jahren beginnen ein paar der LED Leuchten zu flackern. Also schnell eine der Leuchten von der Decke geschraubt um sie zu zerlegen. Vielleicht findet sich ja das Problem?!?

Die Schaltung ist sehr überschaubar. Zuerst eine kleine Sicherung, dann ein Brückengleichrichter, ein kleiner Kondensator zur Spannungsglättung (ich habe wohl zwei Versionen der Leuchten, mit und ohne diesen Kondensator), ein kleiner hochohmiger Widerstand (zur schnellen Entladung vom Kondensator beim „Licht aus“) und noch zwei „Einchip“ LED Treiber mit seinen Steuerwiderständen. Oh und natürlich die einzelnen LEDs!

Der Brückengleichrichter ist ein MB6s, welcher laut den Specs „passen“ sollte. Der 400v 10uF Kondensator zur Spannungsglättung passt ebenfalls für mich, auch der 1M Ω Endladewiderstand passt schon. AAAABBBEERRR die beiden LED Treiber SM2082D sehen schon etwas spannend aus, so als wenn die „warm“ werden. Laut specs geben sie bei 10V bis zu 60mA raus. Der Rest wird also in „Wärme“ verwandelt. Was man an den Operating temperature von -40 ~ 125°C bewundern kann.

Bei den Leuchten mit Kondensator pendelt sich die Temperatur bei etwas zwischen 70 und 75°C ein. Bei den Leuchten ohne Kondensator werden es auch mal 90°C. Da hat der kleine LED Treiber wohl ganz schön was zu regeln, wohl der Grund warum in Version 2 ein Kondensator vorgesehen ist 😉

Gut der Hersteller hat versucht mit etwas Wärmeleitpaste auf der Rückseite des LED Streifens die Temperatur ans Alugehäuse abzugeben. Die Menge und Verteilung der Wärmeleitpaste ist aber sehr sehr dürftig. Nach etwas Einsatzzeit nimmt die Leistung der Paste natürlich ab und irgendwann ist es halt zu schlecht oder besser gesagt, die LED Treiber werden zu heiß und verbrennen ihre eigenen Lötkontakte bis zum Haarriss. Dann flackert es… Ich habe daher die Kontakte nachgelötet (kein Flackern mehr) und mit Wärmeleitkleber einen kleinen Kühlkörper auf die Treiber geklebt. Damit hält sich die Temperatur bei knapp 50°C. Das sollte die Lebenszeit deutlich erweitern. Passende Kondensatoren liegen hier ebenfalls noch und sind verbaut. Mal sehen wie lange sie nun nicht flackern!

Zusätzlich habe ich das Alugehäuse noch mit der Schutzerde verbunden. Die simple Lackisolierung vom LED Streifen bei den Temperaturen hat mich nicht ganz überzeugt 😉

Ich würde sagen, dass hat jemand auf Verschleiß gebaut. Die Leuchten sollen wohl kurz nach der Garantie ausfallen. So zumindest mein Eindruck…. Bei dem Preis, naja…

Natürlich hätte ich damit rechnen können. Ich meine Leuchten kaufen, im OBI und dann für etwas bis 20€. Was können die schon in der Herstellung gekostet haben?

Typ LY-5024-2 von Ritter Leuchten GmbH www.ritos.de

Softstart-Modul: Sanftanlauf für 230-Volt-Geräte

Um da ein paar Rückfragen zu folgendem Beitrage zu beantworten: Sanftanlauf für Elektromotor / Softstart / Anlaufstrombegrenzer

Bei meinem Eigenbau ging es nur darum, herauszufinden wie ich es mit vorhandenen Teilen bauen kann. Es gibt für gut bezahlbares Geld fertige Module. Dieses hier nutze ich selbst an der Kapp- und Gehrungssäge bei 230V und bis 2500Watt.

>>Amazonlink klick<<

Funktioniert so wie man es sich vorstellt.

Multifunktionstester für Elektronikbauteile: Schnell & günstig prüfen​

Aus alter/defekter Elektronik grabble ich mir gerne ein paar Bauteile heraus. Dieses hat bei mir in den 90er angefangen, weil eine Bestellung bei Conrad mein damaliges Taschengeld zu hart angegriffen hat. Amazon gab es so noch nicht, Lieferzeiten von einer Woche waren selbstverständlich und oft waren die Portokosten höher als der Preis für das gewünschte Bauteil selbst. Das waren die Zeiten von gut geplanten Sammelbestellungen des Freundeskreises bei Conrad.

Daher habe ich, wie viele andere ebenfalls, angefangen aus defekten Geräten einfach die brauchbaren Teile auszubauen. Hier ein Elko, da ein paar Widerstände, mal einen Transistor oder Dioden usw. usw… Irgendwie bin ich diese Angewohnheit nicht mehr los geworden. Meist interessiert mich aus welchem Grund ein Gerät aufgegeben hat, mal einfach nur wie es der Hersteller realisiert hat. Auf dem Weg baue ich dann aus was ich „möglicherweise“ mal brauchen kann. Hier liegen jetzt noch in Kisten Bauteile, welche ich vor 20 Jahren ausgebaut habe. Einige Dinge werden sicher nie mehr genutzt! Viele Projekte sind dennoch aus genau diesen Teilen entstanden.

Nicht selten fehlt mir dann bei einem angedachten Projekt doch ein Bauteil und ich muss mir überlegen wie ich es mit den vorhandenen umgesetzt bekomme. Was immer wieder spannend und herausfordernd sein kann!

Ein großes Problem mit den Bauteilen ist immer wieder, die Gewissheit ob jetzt die Schaltung einen Fehler hat oder doch nur das Bauteil def. ist. Ich habe dafür nun ein kleines Gerät, welches schnell und einfach einzelne Bauteile durchmessen kann. Der kleine Multifunktionstester erkennt dabei automatisch das Bauteil und prüft dieses. Ebenfalls gibt es auf einem kleinen Display aus welches Bauteil es erkannt hat und welche Daten er dazu hat. Dabei kostet das Ding unter 20€ und ist in verschiedenen Versionen erhältlich. Als einfache Platine, mit Gehäuse oder als Bausatz.

Natürlich ist es nicht 100% zuverlässig und die Lösung aller Probleme! Ich kann es aber mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen. Oh ja, der Amazon link!

Spiegelheizung im Badezimmer

Schon einige Zeit nervt mich nach dem Duschen der beschlagene Spiegel. Bisher habe ich immer ein paar Sekunden mit dem Föhn meinen Spiegel aufgewärmt und dann war alles ok.

Klar, es gibt Spiegelheizungen, es gibt sogar Spiegel mit eingebauter Heizung… Nur ist so etwas schon ein klares „first world problem“, oder? Ich habe es aber wirklich gemacht, ich habe eine Heizfolie bei Amazon gekauft und diese hinter meinen vorhandenen Spiegel geklebt. Strom bekommt sie von der Lampe über dem Spiegel und naja… Sie tut was sie soll. Der Spiegel wird warm und beschlägt nicht mehr nach dem Duschen. Gott, Probleme muss man haben *kopfschüttel*

Fragen? Dann fragen!

Telekom SmartHome: Firmware-Updates für Homematic-Geräte von EQ-3

Da sich mit der Homebase von Qivicon die Geräte von eQ-3 nicht mit neuer Firmware betanken lassen hatte/habe ich noch immer gewisse Bedenken was Updates angeht. Gestartet habe ich meinen Test nur mit den einfachen HomeMatic Geräten, einfach weil es die IP-Geräte noch nicht gab. Auf der Webseite von eQ-3 habe ich dabei immer geprüft welche Firmware-Updates es für die jeweiligen Geräte gibt. Es gab bisher extrem wenige Updates und diese lösten keine „spannenden“ Probleme. Inzwischen habe ich mehr von den neuen HomeMatic IP Geräten im Einsatz. Hier sieht es schon etwas anders aus… Die Firmware dieser Geräte ändert sich oft und macht ganz schöne Sprünge. Einmal werden die Funktionen immer mehr erweitert. So fungiert zum Beispiel ein Zwischenstecker als eine Art Repeater/Router. Dieses erst ab einem bestimmten Firmwarestand…. Dann werden Bug gefixt welche oft für einen reibungsloseren Betrieb sorgen sollen.

Zum Updaten gibt es zwei brauchbare Lösungen. Einmal einen Funk-Konfigurationsstick USB und natürlich über die eigene Zentrale von eQ-3. Dieses CCU2 habe ich mir nun besorgt und habe angefangen den HomeMatic IP Geräten eine neue Firmware zur Verfügung zu stellen. Das Update sieht dabei immer so aus:

Gerät vom Telekom SmartHome System ablernen ==> Gerät an der CCU2 Basis anlernen ==> Firmware Update durchführen ==> Geräte von der CCU2 Basis ablernen ==> Gerät am Telekom SmartHome System anlernen.

Das liest sich nicht nur sehr aufwendig, dieses ist es ebenfalls. Warum jetzt nicht gleich komplett auf die CCU2 Basis und einfach irgendeine andere Lösung wie Orbylon / EASY App oder pocket control HM? Einmal weil das Geräteangebot um die einzelnen Lösungen für mich nicht ausreichend/passend ist und weil der woman acceptance factor nicht immer getroffen wird. Das System von Qivicon / Telekom hat „leider“ noch immer den großen Vorteil, dass man die verschiedensten Hersteller von SmartHome Geräten miteinander kombinieren kann :-/

Leider benötigt das Update der Firmware auf den HomeMatic IP Geräten zwischen 8 und 42 Stunden!!!! Die Firmware liegt dabei immer knapp über 100KB…. Bei den einfachen HomeMatic Geräten hat die Firmware eine ähnliche Größe, das Update der Firmware ist hier aber in 5 Min erledigt. 8 bis 42 Stunden O_o Ich muss doch mal lesen warum das SOOOOO langsam ist. Oder kann es mir schnell jemand erklären?

Strom mit dem Raspberry Pi und dem Eltako DSZ12E-3x80A. Aber bitte mit Cacti Graphen.

In meinem Keller werkelt noch einer von den ganz alten Stromzählern mit Scheibe 🙂 Dieser zählt zwar ganz brav für meinen Stormversorger den Stromverbrauch in meinem Haus, hat aber leider keine Möglichkeit mir das Gezählte digital zur Verfügung zu stellen. Jetzt würde mich dieses aber interessieren. Denn ich könnte mir so einige Auswertungen im Cacti vorstellen 😉

Es musste also ein neuer Stromzähler her am besten direkt mit S0 Ausgang. Also habe ich bei meinem Energieversorger angerufen und gefragt, was da geht. Der Mensch am anderen Ende machte zuerst einige komische Geräusche um im Anschluss mit Zahlen um sich zu werfen, bei denen selbst mir die Ohren schlackerten. Die Lösung viel also raus… Also selbst einen Stromzähler kaufen, nur welchen? Ich habe mich für den Eltako DSZ12E-3x80A entschieden und ihn direkt bei http://www.elektro4000.de bestellt (klappt bei den Leuten wunderbar). Er lag bei ca. 75€, was schon eine ganz andere Hausnummer ist, als was mein Energieversorger da vom Stapel gelassen hat.

3 x 80A sollte für den normalen Hausgebrauch locker reichen 🙂 Dieser Zähler darf/kann natürlich den Zähler meines Energieversorgers nicht ersetzten. Er muss also hinter dem offiziellen Zähler eingebaut werden. Dieses darf und sollte nicht jeder machen. Wenn du nicht weißt ob du es darfst, darfst du es auch nicht! Ein Elektriker benötigt dafür ca. 0,5 bis 1h. Mit Anfahrt und Stift sollte sich der Einbau (unabhängig vom Gerät) so um die 100 – 150€ belaufen.

Ich musste für meinen Einbau den Neozed-Sicherungssockel etwas versetzen um Platz zu schaffen. Was soll ich sage? Das Teil war noch aus Keramik und zerbröselte schon beim Anschauen. Sah etwas so aus, als wenn der „Einbauende“ die Leitungen am Sockel gebogen hat :-/ Für mich war also noch ein neuer Sicherungssockel mit allen Einzelteilen nötig. Zugegeben in dem Zuge habe ich kurz über einen Laststrennschalter nachgedacht, nur SO oft fummel ich ja nicht rum.

Lange Rede kurzer Sinn, verbaut ist das Teil schnell und einfach gewesen. Verheiratet mir dem Raspberry ist er auch recht flott, da ich auf folgendes zurückgreifen konnte: http://blog.webernetz.net/2014/10/13/stromzahler-mit-s0-schnittstelle-vom-raspberry-pi-auswerten/

So blieb etwas mehr Zeit am Cati zu pfeilen und noch ein paar mehr SNMP Abfragen zu erstellen, welche mir den Tagesgesamtverbrauch, Wochenverbrauch usw. liefern. Cacti soll ja nicht rechnen müssen 🙂

So long…

Raspberry Pi als Radiosender: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Kinder sind etwas Wunderbares, so auch meine beiden. Die größere hört zum Einschlafen gerne ein Hörspiel und beim Spielen hören und tanzen beide gerne zu etwas Kindermusik. Klar haben sie eine kleine Kompaktanlage in ihrem Kinderzimmer…. Jetzt gibt es Kinderhörspiele und oder Musik aber kaum noch auf einer Kassette, sondern fast nur noch auf CD oder gleich als MP3. Keine Ahnung wie es bei euren Kindern ist, bei uns leben CDs nicht sonderlich lange. Ich grille also in der Woche 3 bis 4 CDs. Viel schlimmer ist aber, wenn die Lieblingscd nach 38Minuten Spielzeit plötzlich an eine Stelle mit Kratzer gelangt und beginnt unverständlichen Lärm zu machen!

Es muss also eine Lösung her:

Ich habe hier noch den einen oder anderen Raspberry PI „herumliegen“. Warum also nicht diesen zusammen mit dem MPD einfach als kleinen Musikspieler nutzen? Die gekauften MP3-Alben liegen eh alle auf dem kleinen Server und können per NFS gemountet werden. WLAN ist im ganzen Haus und wir Eltern können mit einer Android-App alles schnell und bequem steuern. Was soll ich sagen? Das Projekt war innerhalb von 1,5h erledigt, getestet und von den Kindern abgenommen.

Nun fristet der CD-Spieler im Kinderzimmer ein eher trostloses und vor allem ungenutztes Leben. Nur das Radio läuft hin und wieder am Abend für die WDR5 Bärenbude. Radio….. Irgendwo habe ich doch im Zusammenhang mit dem Raspberry PI etwas zu FM Radio gelesen! Es gibt ein kleines Stück python Software; PIFM! Es ist in der Lage einen WAV-Stream über Pin 4 des Raspberry PI oder besser über eine ca. 15cm lange Antenne/Kabel, welches an Pin 4 des Raspberry PI angeschossen ist; in die Welt zu „funken“. So das man es über ein einfaches Radio empfangen kann. Ein neues Projekt? Japp genau!!!

Um das Radiosignal des Raspberry PI etwas zu verstärken und zu filtern habe ich eine kleine Schaltung genutzt. Für Web-Streams (mpd kann ja auch streamen) nutze ich sox, welches seine Ausgabe direkt in das kleine Python-Progrämmchen schiebt. So würde nun also auch das Radio meiner Kinder wieder eine Aufgabe finden, wenn dieses so in Deutschland nur zulässig wäre. Den in Deutschland darf man zwar auf den Radio-Frequenzen senden… Leider nur mit einer so geringen Stärke, dass man so nur knapp einen Meter überbrücken kann. Die Schaltung zusammen mit dem Raspberry PI reicht aber schon für das Haus inkl. Garten. Diese Version bleibt also nur ein einmaliger Versuchsaufbau.

Dabei wäre es so schön gewesen, denn der Kinderradiosender KiRaKa des WDR ist nur per DAB+ zu empfangen. Oder halt als Stream aus dem Internet. Dieser würde sich also mit dem Raspberry PI einfach als FM Signal funken und empfangen lassen. So könnten die Kinder im ganzen Haus und Garten immer KiRaKa hören. Schade dass es nicht geht, oder?

Hier ein paar Bilder vom PIFM Projekt…

Fragen? Dann fragen 🙂

Neuere Beiträge »

© 2026 -=Kernel-Error=-RSS

Theme von Anders NorénHoch ↑