Im August ging es hier darum, wie ich meinen OpenPGP-Schlüssel über Keyoxide an DNS, GitHub und Matrix gebunden habe. Seitdem hat sich beim Werkzeug selbst einiges getan, und das ist einen kurzen Nachtrag wert: es gibt jetzt eine Linux-App im Flathub, die Android-App wurde aktualisiert, und für Fragen rund um Keyoxide gibt es einen eigenen Matrix-Kanal.

Die Linux-App im Flathub

Bisher habe ich mein eigenes Profil und die meiner Kontakte immer im Browser aufgerufen. Jetzt gibt es dafür eine eigenständige Anwendung, installierbar direkt aus dem Flathub. Wichtig für die Einordnung: das ist ein Community-Paket, gepflegt vom Entwickler Berker und nicht offiziell vom Keyoxide-Projekt selbst herausgegeben, auf der Flathub-Seite steht das auch so. Unter der Haube steckt dieselbe Flutter-Codebasis wie in der Android-App, `keyoxide-flutter`.

Auf meinem Linux Mint installiert, sieht der Einstieg schlicht aus: ein Suchfeld für ein beliebiges Profil, und darunter die eigene Profilansicht mit allen bestätigten Identity-Claims.

Keyoxide-App unter Linux Mint als Flatpak, Startbildschirm mit dem Suchfeld für ein Profil.
Die Keyoxide-App aus dem Flathub, Startbildschirm mit Suchfeld.
Keyoxide-App zeigt das eigene Profil mit vier bestätigten Identity-Claims und dem öffentlichen Schlüssel über WKD.
Das eigene Profil in der App, alle vier Claims mit grünem Haken.

Inhaltlich ändert das nichts an dem, was im August-Beitrag steht, DNS, GitHub und Matrix bleiben bestätigt, aber eine native App ist für den täglichen Gebrauch angenehmer als jedes Mal die richtige URL zu tippen.

Das Android-Update

Parallel zur Linux-App wurde auch die Android-Version aktualisiert, Version 2.4.4 auf Codeberg. Gleicher Entwickler, gleiche Codebasis, zwei Plattformen aus einer Quelle.

Der QR-Code, einmal nachgemessen

Die App zeigt unter „Profile ID QR“ einen QR-Code fürs eigene Profil, darunter als Klartext den sogenannten Key Link, die WKD-Adresse des öffentlichen Schlüssels. Bevor der hier landet, wollte ich wissen, ob der Code wirklich auf die richtige Datei zeigt und nicht auf einen veralteten Stand.

Keyoxide-App zeigt den Profile-ID-QR-Code mit dem Key-Link zur WKD-Datei des öffentlichen Schlüssels.
Profile ID QR mit dem Key Link im Klartext darunter.

Zwei Dinge lassen sich hier unabhängig nachrechnen. Erstens der Pfad selbst: Web Key Directory bildet die Adresse aus einem SHA-1-Hash des lokalen Teils der E-Mail-Adresse, Z-Base-32-kodiert. Für kernel-error@kernel-error.com ergibt sha1("kernel-error"), Z-Base-32-kodiert, exakt 3gyjbxx9xfdggpkmx5qdd793xy431w5u, also genau der Wert im Key Link. Zweitens der Inhalt: die Datei unter diesem Pfad lässt sich herunterladen und mit gpg --show-keys auswerten, der Fingerabdruck darin ist 45FC D081 ADB5 4872 EA5B 06B9 893D E0CD DE98 6DEB, derselbe wie im Screenshot und derselbe wie der seit Juli aktuelle Schlüssel. Der QR-Code zeigt also tatsächlich auf die richtige, aktuelle Datei, nicht auf einen Cache-Stand oder eine falsche Kodierung.

Ein Matrix-Kanal für Fragen

Wer selbst mit Keyoxide anfangen will oder unterwegs hängen bleibt, findet jetzt einen eigenen Raum für allgemeine Fragen: #keyoxide:matrix.org. Ich lese dort mit.

Siehe auch

Eigene Erfahrungen mit Keyoxide, der Flatpak- oder der Android-App? Dann darfst du mich sehr gerne fragen.