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Schlagwort: Tools

pwn.watch: Sicherheitsvorfälle im Überblick, mit Vorsicht beim Brief für die AI

Terminalfenster mit Feeds für php, wordpress und nginx und dem Vorfall php2shell, daneben der Schriftzug pwn.watch, Sicherheitsvorfälle im Überblick, darunter: Empfehlung, mit Vorsicht beim AI-Brief

Bei kritischen Lücken wie gerade bei php2shell ist die erste Meldung selten das Problem. Schwieriger sind die Tage danach: Welche Versionen sind wirklich repariert, wird die Lücke schon ausgenutzt, welcher Hersteller hat für seine Appliances schon Updates, und welche Meldung war doch nur ein Gerücht? Michael hat mir dafür pwn.watch empfohlen, und ich finde die Seite nützlich genug, um die Empfehlung hier weiterzugeben. Ein paar Punkte solltest du dabei aber im Hinterkopf behalten.

Was pwn.watch ist

pwn.watch sammelt aktuelle Sicherheitsvorfälle und teilt sie in drei Bereiche: Lücken in Software, die du selbst betreibst und patchen musst, Angriffe auf Firmen und Dienste, bei denen du höchstens Zugangsdaten tauschen kannst, und Supply-Chain-Vorfälle wie manipulierte Pakete. Hinter der Seite steht der Entwickler Kitze, finanziert wird sie über Sponsoren in der Seitenleiste.

Jeder Vorfall bekommt eine eigene Seite mit Patch-Status, betroffenen und reparierten Versionen, einer Zeitleiste und den Quellen dazu. Gerade die Zeitleiste macht den Unterschied zu einer einzelnen Nachrichtenmeldung. Beim Eintrag zu php2shell stehen zum Beispiel die ersten Ausnutzungsversuche, die laut AWS schon vor dem Release begannen, die Einschätzung von Sansec, dass die öffentlichen Exploits meist eine zusätzliche Lücke in der Anwendung brauchen, eine Regression in den neuen Versionen 8.4.27 und 8.5.12 und die Advisories der Hersteller von Appliances. Unbestätigte Behauptungen sind als solche markiert. Für so etwas hätte ich sonst ein Dutzend Tabs offen.

Nur das, was du auch betreibst

Am praktischsten finde ich die Feeds. Es gibt RSS und JSON nicht nur für alles, sondern auch pro Tag, also pro Hersteller, Produkt oder Plattform. Wer wie ich PHP, WordPress und nginx betreibt, abonniert einfach diese Feeds und bekommt nur noch die Vorfälle, die ihn auch betreffen:

https://pwn.watch/t/php/feed.xml
https://pwn.watch/t/wordpress/feed.xml
https://pwn.watch/t/nginx/feed.xml

Die Übersicht aller Tags findest du unter pwn.watch/tags. Für meinen Stack fehlen allerdings einige Dinge: Für FreeBSD, OpenSSL, Postfix oder Dovecot gibt es keinen eigenen Tag. Die Seite ersetzt deshalb weder die FreeBSD Security Advisories noch ein regelmäßiges pkg audit -F, sie ergänzt beides.

Der Button „Copy brief for your AI“

Auffällig ist der Button „Copy brief for your AI“ auf jeder Seite. Er erzeugt im Browser einen Markdown-Text und legt ihn in die Zwischenablage: was betroffen ist, welche Versionen repariert sind, ein paar Befehle zum Prüfen wie php -v oder nginx -v, Hinweise zum Patchen und die Links zu den Advisories. Den Text soll man direkt in einen Coding-Agenten wie Claude Code oder Cursor kopieren, der dann prüft, ob man betroffen ist, und im besten Fall gleich aktualisiert. Dazu gibt es eine llms.txt und die Daten jedes Vorfalls als JSON. Die Seite ist also ausdrücklich darauf ausgelegt, dass Agenten sie lesen.

Hier wäre ich vorsichtig. Die Prüfbefehle stammen aus einer festen Liste im Code der Seite und sind harmlos. Der Rest des Textes ist aber Freitext, den allein der Betreiber kontrolliert und der zum Teil aus Tweets und Artikeln zusammengetragen wird. Wenn du so etwas ungelesen an einen Agenten gibst, der Shell-Zugriff hat, vertraust du darauf, dass dieser Text nie manipuliert wird. Das ist genau der Weg, über den Prompt Injection funktioniert. Dazu kommt, dass der Brief nur den einfachen Teil abdeckt. Bei php2shell steht darin „upgrade to 8.3.36“. Die eigentliche Arbeit lag bei mir aber im Bauen aus den Ports, den Extensions und dem plötzlich falschen CA-Bundle. Das hätte kein Agent aus diesem Text gewusst. Nutz am besten die Vorschau neben dem Button und lies den Brief als Zusammenfassung, nicht als Arbeitsauftrag.

Mein Fazit

pwn.watch ist ein Ein-Personen-Projekt ohne Angaben dazu, wie die Daten gepflegt werden, und schreibt selbst, dass es keine Sicherheitsberatung ist und man vor dem Handeln das Advisory des Herstellers prüfen soll. So würde ich die Seite auch nutzen: als schnellen Überblick, als Sammlung der relevanten Quellen und als Feed für den eigenen Stack. Die Entscheidung, was auf dem eigenen Server passiert, nimmt sie dir nicht ab, und das sollte auch kein Agent für dich tun, der nur diesen Text kennt.

Orca: eine ADE, in der mehrere Coding-Agenten sauber nebeneinander arbeiten

Illustration von Orca als Agent Development Environment: Vier KI-Coding-Agenten arbeiten parallel in getrennten Git-Worktrees an Code, Benutzeroberfläche, API und Tests. Ein Entwickler überprüft die Änderungen und führt sie zusammen.

Seit fast fünf Monaten arbeite ich mit Orca, und es ist in der Zeit zu einem Werkzeug geworden, das ich jeden Tag offen habe. Ich möchte es euch deshalb kurz vorstellen. Das hier ist kein großer Testbericht, eher eine Empfehlung mit ein paar Erklärungen dazu, was so ein Tool überhaupt ist und warum ich gerade bei diesem hängen geblieben bin.

Was ist eine ADE?

Eine IDE kennt jeder, der programmiert: Editor, Terminal, Debugger und Git in einem Programm. Sie ist für einen Menschen gebaut, der selbst tippt. Mit Coding-Agenten wie Claude Code oder Codex hat sich die Arbeit aber verschoben. Ich schreibe weniger Code selbst, ich gebe Aufgaben ab, schaue mir an, was zurückkommt, korrigiere und lasse weiterlaufen. Dafür ist eine klassische IDE nicht gemacht.

ADE steht für Agent Development Environment. Orca beschreibt das selbst ganz treffend: Eine IDE ist für dich gebaut, eine ADE für dich und deine Agenten. Im Mittelpunkt steht also nicht mehr der Editor, sondern die Frage, wie man mehrere Agenten gleichzeitig arbeiten lässt, ohne den Überblick zu verlieren. Was macht welcher Agent gerade, wer wartet auf eine Freigabe, wer ist fertig, und was hat er eigentlich geändert?

Der technische Kern dabei sind Git-Worktrees. Ein Worktree ist ein zusätzliches Arbeitsverzeichnis desselben Repositories mit eigenem Branch. Lässt man zwei Agenten im selben Verzeichnis arbeiten, schreiben sie sich gegenseitig in die Dateien, und spätestens beim Testlauf weiß keiner mehr, welche Änderung von wem kommt. Bekommt jeder Agent seinen eigenen Worktree, arbeiten sie sauber getrennt nebeneinander, und am Ende entscheide ich, was gemergt wird. Ohne Werkzeug ist das allerdings viel Handarbeit mit git worktree add, mehreren Terminals und dem Gefühl, ständig irgendwo etwas zu vergessen.

Was Orca besonders macht

Genau diese Handarbeit nimmt mir Orca ab. Ich lege eine Aufgabe an, Orca erstellt den Worktree, startet darin den Agenten und zeigt mir in der Seitenleiste alle laufenden Aufgaben über alle Projekte hinweg. Die Punkte, die Orca für mich von anderen Lösungen abheben:

  • Jeder CLI-Agent, jedes eigene Abo. Orca bringt keinen eigenen Agenten und kein eigenes Modell mit. Claude Code, Codex, Gemini, OpenCode und viele weitere sind vorkonfiguriert, und alles, was im Terminal läuft, lässt sich einbinden. Dabei nutze ich die Abos, die ich ohnehin habe. Ich bin also nicht an einen Anbieter gebunden und muss auch kein zusätzliches Abo abschließen.
  • Parallele Worktrees. Jede Aufgabe läuft isoliert. Man kann sogar denselben Prompt an mehrere Agenten geben, die Ergebnisse vergleichen und den besten Stand übernehmen.
  • Diffs kommentieren. Änderungen eines Agenten sehe ich als Diff, kann direkt an einzelne Zeilen Kommentare hängen und diese gesammelt an den Agenten zurückgeben. Das fühlt sich an wie ein Code-Review mit einem Kollegen und ist deutlich angenehmer, als jede Anmerkung einzeln in den Prompt zu tippen.
  • Terminals, Editor und Browser in einem Fenster. Terminals lassen sich beliebig teilen, der Verlauf übersteht einen Neustart. Für Web-Projekte gibt es pro Worktree ein eigenes Chromium-Fenster, in dem man ein Element anklicken und es samt HTML, CSS und Bildausschnitt an den Agenten schicken kann.
  • Worktrees per SSH. Die Agenten müssen nicht auf dem eigenen Rechner laufen. Orca kann Worktrees auf einer entfernten Maschine anlegen und dort Dateien, Git und Terminals bedienen.
  • Verbrauch im Blick. Orca zeigt die Nutzung von Claude und Codex an, inklusive der Zeitpunkte, an denen die Limits zurückgesetzt werden. Bei mehreren parallelen Agenten ist das Gold wert, weil die Kontingente sonst schneller weg sind, als man denkt.
  • Eine Begleit-App fürs Handy. Für iOS und Android gibt es eine App, mit der man den Status der Agenten sieht und auch unterwegs eine Rückfrage beantworten kann.

Dazu kommt etwas, das für mich nicht ganz unwichtig ist: Orca ist Open Source unter MIT-Lizenz und läuft auf Linux genauso wie auf macOS und Windows. Für Linux gibt es Pakete als .deb, .rpm und AppImage, jeweils für x86_64 und ARM64, dazu ein Paket im AUR. Dahinter steht das Startup Stably AI. Das Repository gibt es erst seit März 2026 und es hat inzwischen knapp 96.000 Sterne auf GitHub. Es scheint also nicht nur mir so zu gehen.

Was du wissen solltest

Orca sammelt anonyme Nutzungsdaten. Laut der Doku zur Telemetrie sind das Ereignisse wie App-Starts, neu angelegte Workspaces oder gestartete Agenten, verknüpft mit einer zufälligen lokalen ID. Dateiinhalte, Prompts, Ausgaben der Agenten sowie Repo- und Branch-Namen werden nach eigener Aussage nicht übertragen. Wer das trotzdem nicht möchte, schaltet es unter Settings > Privacy ab oder startet Orca mit einer dieser Umgebungsvariablen:

DO_NOT_TRACK=1
ORCA_TELEMETRY_DISABLED=1

Außerdem ist das Entwicklungstempo enorm. Neue Versionen kommen fast täglich, die Versionsnummer steht inzwischen bei 1.4.229. Das bringt laufend neue Funktionen, heißt aber auch, dass sich hin und wieder etwas verändert oder kurz hakt. Wer ein Werkzeug sucht, das sich über Monate nicht bewegt, ist hier falsch.

Und eine ADE nimmt dir das Denken nicht ab. Mehrere Agenten parallel arbeiten zu lassen, heißt auch, mehrere Ergebnisse parallel prüfen zu müssen. Orca macht das Prüfen deutlich bequemer, die Verantwortung für das, was am Ende gemergt wird, bleibt aber bei dir. Warum ich das für einen der wichtigsten Punkte beim Arbeiten mit AI halte, habe ich in AI, der Mensch als Flaschenhals schon einmal aufgeschrieben.

Mein Fazit

Wer nur ab und zu einen Agenten im Terminal startet, braucht Orca nicht unbedingt. Sobald aber mehrere Aufgaben gleichzeitig laufen, vielleicht sogar mit verschiedenen Agenten, wird es ohne passendes Werkzeug schnell unübersichtlich. Genau da spielt Orca seine Stärken aus. Es ist kostenlos, offen und hängt nicht an einem einzelnen Anbieter. Probiere es einfach mal aus, die Downloads gibt es auf onorca.dev.

Siehe auch:

Wenn ihr Fragen habt, dann dürft ihr mich sehr gerne fragen.

peon-ping — Sound-Benachrichtigungen für Claude Code (und andere AI-Agents)

Wer mit AI-Coding-Agents arbeitet, kennt das Spiel. Claude Code läuft, macht sein Ding — und man sitzt daneben und wartet. Oder man wechselt kurz den Fokus, verpasst die Rückfrage und wundert sich zehn Minuten später, warum nichts mehr passiert. Terminal-Babysitting in Reinform.

Ein Bekannter hat mir dann peon-ping empfohlen. Kurz ausprobiert — direkt behalten. Danke dafür!

Was ist peon-ping?

peon-ping ist ein kleines Open-Source-Tool (MIT-Lizenz), das Sound-Benachrichtigungen für AI-Coding-Agents nachrüstet. Der Name ist Programm — im Default-Modus hört man den Peon aus Warcraft III. „Ready to work?“ wenn eine Session startet, „Work, work.“ wenn eine Aufgabe fertig ist, „Something need doing?“ wenn der Agent eine Eingabe braucht. Und wenn man zu schnell hintereinander Prompts abfeuert: „Me busy, leave me alone!“

peon-ping

Das Tool unterstützt nicht nur Claude Code, sondern auch Cursor, Codex, Windsurf, Kiro, GitHub Copilot und diverse andere Agents. Für Claude Code erfolgt die Integration über den nativen Hook-Mechanismus — es werden automatisch Hooks in ~/.claude/settings.json registriert.

Warum das Sinn ergibt

Das Problem ist simpel: Man startet Claude Code mit einer Aufgabe, wechselt in den Browser oder ein anderes Terminal — und verpasst den Moment, in dem der Agent fertig ist oder eine Frage hat. Ohne Feedback sitzt man entweder da und starrt auf den Output, oder man verliert Zeit, weil der Agent längst auf Eingabe wartet.

peon-ping löst das mit akustischem Feedback. Verschiedene Sounds für verschiedene Events — Task fertig, Fehler aufgetreten, Eingabe nötig, Rate-Limit erreicht. Dazu optional Desktop-Notifications als visuelles Overlay und sogar Push-Benachrichtigungen aufs Handy via ntfy.sh. Man kann also ruhig den Fokus wechseln und weiß trotzdem immer, was der Agent gerade treibt.

Installation unter Linux

Die Installation ist erfrischend simpel. Ein Einzeiler:

curl -fsSL peonping.com/install | bash

Alternativ gibt es auch Homebrew (brew install PeonPing/tap/peon-ping) oder Nix. Nach der Installation einmal das Setup laufen lassen:

peon-ping-setup

Das Setup registriert die Hooks in eurer Claude-Code-Konfiguration und installiert das Default-Sound-Pack. Fertig. Beim nächsten Start von Claude Code solltet ihr den Peon hören.

Für die Audio-Wiedergabe unter Linux nutzt peon-ping automatisch pw-play (PipeWire), paplay (PulseAudio), ffplay oder mpv — je nachdem, was verfügbar ist. Desktop-Notifications laufen über notify-send.

Konfiguration

Die Konfiguration liegt in ~/.claude/hooks/peon-ping/config.json. Die wichtigsten Optionen:

{
  "volume": 0.5,
  "enabled": true,
  "desktop_notifications": true,
  "default_pack": "peon",
  "pack_rotation": ["peon", "sc_kerrigan"],
  "pack_rotation_mode": "random"
}

volume regelt die Lautstärke (0.0 bis 1.0), desktop_notifications schaltet die visuellen Overlay-Benachrichtigungen ein oder aus, und pack_rotation lässt euch mehrere Sound-Packs im Wechsel abspielen — entweder zufällig oder reihum (round-robin). Man kann sogar Packs an bestimmte Projektverzeichnisse binden — GLaDOS für die Arbeit, Peon fürs Hobby.

Per CLI geht das Meiste auch schnell zwischendurch:

peon volume 0.3          # Leiser
peon pause               # Stummschalten
peon resume              # Wieder an
peon status              # Aktueller Zustand

Wer Claude Code nutzt, bekommt außerdem Slash-Commands: /peon-ping-toggle zum Stummschalten, /peon-ping-config für interaktive Einstellungen und /peon-ping-use <pack> zum Wechseln des Sound-Packs in der laufenden Session.

Sound Packs

Und hier wird es lustig. Auf openpeon.com gibt es über 164 Sound-Packs. Der Warcraft-Peon ist der Default, aber es gibt so ziemlich alles: GLaDOS aus Portal, Kerrigan aus StarCraft, den TF2 Engineer, Duke Nukem, Sheogorath aus Elder Scrolls, den Dude aus The Big Lebowski — sogar ein cleanes Chimes-Pack ohne Sprachlinien, falls man es dezenter mag.

Packs installieren und wechseln geht über die CLI:

peon packs list --registry      # Verfügbare Packs anzeigen
peon packs install glados       # GLaDOS installieren
peon packs use glados           # GLaDOS aktivieren
peon packs install --all        # Alle installieren (wenn man sich nicht entscheiden kann)

Die Packs basieren auf der offenen CESP-Spezifikation (Coding Event Sound Pack) — wer eigene Sounds mitbringen will, kann sich relativ einfach ein eigenes Pack bauen.

Fazit

peon-ping ist klein, kostenlos, Open Source (MIT) und löst ein echtes Problem. Kein Terminal-Babysitting mehr, keine verpassten Rückfragen. Und ja — es macht einfach Spaß, wenn der Peon einem bestätigt, dass die Arbeit erledigt ist. „Work complete.“

Nochmal Danke an den Bekannten für den Tipp. Manchmal sind es die kleinen Tools, die den größten Unterschied machen.

Links:

GitHub: github.com/PeonPing/peon-ping
Sound Packs: openpeon.com
Website: peonping.com

Update Oktober 2026: Wenn mehrere Agenten gleichzeitig laufen, reicht ein Ton allein irgendwann nicht mehr für den Überblick. Womit ich das inzwischen organisiere, steht in Orca: eine ADE, in der mehrere Coding-Agenten sauber nebeneinander arbeiten.

Nutzt ihr AI-Coding-Agents im Alltag? Wie haltet ihr es mit Benachrichtigungen — oder sitzt ihr auch und starrt auf den Output? Schreibt mir gerne, ich bin gespannt.

Preciva 992D+ im Test: Löt- und Heißluftstation für Hobby & Repaircafé

Picture of Soldering Station Preciva 992D+

Weiter geht es mit einer Lötstation. Wie immer: Das ist ein Werkzeug, das ich selbst einsetze. Es bedeutet nicht, dass es das Beste der Welt ist oder dass man damit sofort eine professionelle SMD-Reparaturwerkstatt eröffnen sollte.

Ende des letzten Jahres war ich auf der Suche nach einer kompakten Lötstation, die eine ordentliche Wattleistung hat und eine Kombination aus Lötstation und Heißluftstation bietet. Sie sollte aber nicht zu teuer sein. Einzelne Geräte hatte ich zwar schon verschiedene, aber gedacht war es eher für den mobilen Einsatz im Repaircafé. Die dortigen Reparaturen sind meist überschaubar.

Dennoch muss ich zugeben, dass mich diese Station tatsächlich überrascht hat. Preis/Leistung sind wirklich gut. Fun Fact: Die FritzBox-Reparatur habe ich mit genau dieser Station gemacht – einfach um zu testen, was geht – und ja, es ging, und das sogar wirklich okay.

Natürlich ist sie nicht mit einer großen professionellen Station von beispielsweise Weller zu vergleichen. Aber das ist auch gar nicht der Anspruch. Das Ding kostet aktuell auf Amazon knapp 130 €. Dafür bekommt man 6 verschiedene Lötspitzen, Lötzinn, Heißluft mit verschiedenen Aufsätzen, ein digitales Display und ach … schaut mal selbst: https://amzn.to/47zAAmr

Ich würde behaupten: Die meisten Hobbyreparaturen – selbst im Bereich SMD – lassen sich damit problemlos durchführen. Aber hey, das ist nur meine Meinung.

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USB-Kabeltester: Kabelbrüche & Datenfähigkeiten schnell prüfen

Das hier ist zugleich der Auftakt einer kleinen Beitragsserie unter dem Titel „Was hast du in deiner Elektronikwerkstatt?“. Vor allem nach dem Beitrag zur FritzBox wurde diese Frage mehrfach an mich herangetragen.

USB Kabeltester mit leuchtenden LEDs und eingestecktem USB-C Kabel.

Um gleich Klarheit zu schaffen: Von einer „Elektronikwerkstatt“ kann bei mir keine Rede sein. Was du hier siehst, ist meine kleine „Healing-Bench“, ganz sicher keine vollwertige Werkstatt und ohne entsprechenden Anspruch. Ich repariere und bastle Elektronik aus reinem Hobby, und man kann sich daran vermutlich nicht unbedingt ein Beispiel nehmen. Aber hey, ihr habt gefragt und ich hab was zu erzählen.

Mein Werkzeug soll eins sein: funktionieren. Ich will mich nicht darüber ärgern, es soll mich nicht umbringen und bitte auch nicht die Welt kosten. Ja, vieles davon stammt tatsächlich von AliExpress.

USB-Kabeltester: mein Einstieg

Heute stelle ich dir einen USB-Kabeltester vor. Mittlerweile kommt fast jedes Gerät mit einem USB-Kabel, zum Laden oder für den Datenaustausch. Besonders mit USB-C hat sich die Vielfalt der Kabelstandards enorm vergrößert. Ich meine damit nicht nur Lade-Standards, Spannungen und Leistungen, sondern auch verschiedene Datenübertragungsmodi.

Früher, zu Zeiten von USB-A/B, war das noch eindeutig: Ein Kabel konnte so ziemlich alles, Laden oder Daten. Mit Micro-USB begann dann der Wandel: Viele Kabel taugen nur noch zum Laden und übertragen keine Daten mehr.

So oder so hast du sicher auch so eine Schublade zuhause, in der sich unzählige USB-Kabel sammeln. Ständig ziehst du eins heraus und fragst dich: „Kannst du Daten übertragen?“ Das Kabel schweigt. Und bei seltsamem Verhalten fragt man sich: „Hast du einen Kabelbruch?“ Auch hier bleibt das Kabel stumm.

Praktische Hilfe für den Alltag

Hier kommt der USB-Kabeltester ins Spiel: Unter 10 €, betrieben mit einer einzigen CR2032-Knopfzelle, und er passt praktisch auf jede USB-Variante, selbst Lightning.

Link zu AliExpress: https://s.click.aliexpress.com/e/_oBI7lsv

So funktioniert’s

Beide Kabelenden einstecken, Gerät einschalten, und die beschrifteten LEDs zeigen sofort, welche Leitungen im Kabel verbunden sind. Oder auch nicht. Wer einen Kabelbruch sucht, wackelt einfach am Kabel. Wenn eine LED ausgeht, ist der Fehler gefunden. Das Ergebnis wird nicht durch irgendwelche Kondensatoren verfälscht.

Im Lieferumfang ist auch ein kleines, verständliches Handbuch enthalten: Es erklärt übersichtlich, welche Pins und Adern wo liegen und welche Funktion sie jeweils haben.

Fazit

Mit dem USB-Kabeltester machst du dir den Alltag deutlich leichter. Schnelle Kontrolle, einfache Bedienung, preiswert und super praktisch. Perfekt für alle, die einfach Ergebnisse wollen, ohne viel Aufwand.

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Wunderbarer Kreisschneider für die Holzwerkstatt: Ein Muss für Handwerker

Heute mal komplett weg von der IT. Ich lasse mich gerne von gutem Werkzeug beeindrucken, und mein neuer Kreisschneider hat das geschafft. Es war selbst 2018 nicht einfach, ihn zu bekommen. Das Teil ist regelmäßig schneller ausverkauft als der Hersteller nachliefern kann. Gekauft habe ich ihn bei feinewerkzeuge.de. Bei Amazon gibt es sehr ähnliche Modelle, mit denen viele ebenfalls zufrieden sind.

Das Problem mit Topfkreisbohrern

Für kleine Löcher nimmt man einen Bohrer, für größere einen Forstnerbohrer. Wird es noch größer, greift man zum Topfkreisbohrer. Ein ordentlicher kostet schnell 40 bis 100 Euro. Trotzdem hat man ähnliche Probleme wie mit billigen: Das Holz verbrennt, es reißt aus, und das ausgeschnittene Stück klemmt im heißen Bohrkopf. Wer verschiedene Lochgrößen abdecken will, hat ein kleines Vermögen in der Werkstatt liegen und braucht es vielleicht dreimal im Jahr. Natürlich hat man dann doch keine passende Größe. Ein Millimeter zu klein oder zu groß. Also kleiner bohren und dann schleifen. So wird man die Brandstellen gleich mit los. Oder auch nicht.

STAR-M Kreisschneider Nr. 36 HSS

Ein Bekannter hat mir irgendwann zu diesem Kreisschneider geraten. Er lässt sich komplett stufenlos einstellen, man hat also immer die passende Größe. Die Messer und die Zentrierspitze lassen sich einzeln und günstig tauschen, das Werkzeug selbst ist gut bezahlbar. Statt eines großen Bohrkopfs arbeiten nur zwei kleine Messer in massiven Metallhaltern. Weniger Kontaktfläche bedeutet weniger Reibung und weniger Hitze. Die Metallhalter führen die Restwärme zusätzlich ab. Die Japaner wissen, wie man gutes Holzwerkzeug baut.

Praxistest: 18 mm Buche-Leimholz

Hier ein paar Bilder vom Einsatz an einer 18 mm Leimholzplatte aus Buche:

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