IT-Blog von Sebastian van de Meer

Schlagwort: Spinne

Unbekannte Spinne im Garten: Wolfsspinne oder doch etwas anderes?

Picture of a dead spider.

Ich selbst habe kein Problem mit Spinnen – das ist aber beim Rest meiner Familie nicht immer gegeben. Wie auch immer: Ich bilde mir ein, die meisten Spinnenarten, die hier in NRW so im Garten vorkommen, schon mal irgendwann gesehen zu haben. In den letzten Wochen finde ich aber immer mal wieder ein paar – für meinen Eindruck – recht große Exemplare, wenn auch bisher immer nur tot.

Eines habe ich mal fotografiert und zum Größenvergleich neben eine 10-Cent-Münze gelegt. Die AI sagt, dass es eine Wolfsspinne ist. Da würde ich aber spontan eher nach Nordamerika schielen. Kurz: Ich habe keine Ahnung. Fällt jemandem von euch etwas ein? Was ist das für eine Spinne?!

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Theraphosinae

Theraphosinae

Lasiodora Klugi

Die Theraphosinae ist die artenreichste Unterfamilie innerhalb der Vogelspinnen und beinhaltete annähernd 425 Arten und 52 Gattungen (Stand 2003). Viele kleine Arten wurden früher zu den Ischnocolinae gezählt. Weil diese Arten aber Reizhaare und einen gekielten Embolus enthalten, werden sie heute in die Unterfamilie Theraphosinae gestellt.

Verbreitung

Diese Unterfamilie beinhaltet ausschließlich amerikanische Arten.[1] Das Verbreitungsgebiet der Theraphosinae erstreckt sich auf dem amerikanischen Doppelkontinent von den USA südwärts bis nach Südamerika.

Merkmale

Die Körperlängen der Spezies variieren von 12 mm (z. B. Apachepelma paloma) bis 11 cm (Theraphosa blondi).[1]. Vertreter der Unterfamilie Theraphosinae werden auch als „Bombardierspinnen“ bezeichnet, und auch nur die Vertreter dieser Unterfamilie. In der Unterfamilie kommen keine baumbewohnenden Arten vor; baumbewohnende Vogelspinnen aus dem gleichen Verbreitungsgebiet gehören zu den Aviculariinae und Selenocosmiinae Simon, 1889.

Verhalten

Das Verhalten der Arten in dieser Unterfamilie ist sehr vielfältig. Einige Arten bauen tiefe Röhren in das Erdreich, andere leben unter Baumwurzeln, Rindenstücken oder Steinen. [1]

Es gibt sehr defensive Arten, insbesondere die Gattungen Theraphosa, Acanthoscurria und Phormictopus.[1] Bei Störungen ziehen sie sich sehr schnell in ihre Wohnröhre bzw. -höhle zurück. Häufig bewerfen die Bombardierspinnen unter den Theraphosinae den Angreifer mit ihren Brennhaaren. Haben sie nicht die Möglichkeit zum Rückzug, gehen sie in Verteidigungs-/Drohstellung. Werden sie weiter provoziert, schlagen sie in der Regel erst drei- bis viermal mit den Vorderbeinen und den Tastern nach dem Angreifer, bevor sie zubeißen.

Unter den Theraphosinae-Arten gibt es aber auch sehr friedfertige Gattungen, wie z. B. Eupalaestrus, Grammostola oder Brachypelma.[1]

Das Nahrungsspektrum der Theraphosinae ist abhängig der Körpergröße und des Verbreitungsgebietes der einzelnen Art und beinhaltet so eine große Auswahl von Beutetieren von Insekten bis Schlangen.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Theraphosinae

>>Einige Bilder zu dieser Spinne gibt es hier!<<

Siehe auch: Avicularia versicolor

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Theraphosa blondi

Goliath-Vogelspinne

Die Riesenvogelspinne (Theraphosa blondi), oder auch Goliath-Vogelspinne, gilt mit bis zu 12 Zentimeter Körperlänge und einer Beinspannlänge von bis zu 30 Zentimeter lt. Guinness-Buch der Rekorde als die größte Vogelspinne der Welt. Sie ist stark behaart, und ihre Färbung ist rost- bis kastanienbraun. Weibchen können ein Gewicht von bis zu 170 Gramm erreichen. Adulte Männchen sind weniger kräftig gebaut als weibliche Exemplare und sind oft dunkler gefärbt. Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelspinnenarten tragen die Männchen der Riesenvogelspinne am ersten Beinpaar keine Schienbeinhaken (Tibiaapophysen). Die Cheliceren der Riesenvogelspinne erreichen eine Länge von ca. 2,5 Zentimeter und das Abdomen kann in Gefangenschaft bei übermäßiger Fütterung die Größe eines Tennisballs erreichen. Oft ist die Behaarung des Abdomens unvollständig, da sie ihre Wohnröhre regelmäßig mit Brennhaaren tapeziert. Diese Tiere stammen aus dem tropischen Regenwald Südamerikas, wo sie besonders im nördlichen Teil Brasiliens, in Venezuela und Guyana vorzufinden sind. Die Luftfeuchtigkeit beträgt in ihrem natürlichen Lebensraum ca. 80 bis 95 % bei einer Temperatur von 25 bis 32 °C. Wobei das Mikroklima in den Bauten sich vom Makroklima etwas unterscheidet. Die Riesenvogelspinne bevorzugt feuchte Gebiete. Dort gräbt sie tiefe Wohnhöhlen in die Erde, damit sie in Trockenzeiten eine ausreichend feuchte Rückzugmöglichkeit hat. Sie ist eine Bombardierspinne, die vor dem Abstreifen der Brennhaare Warnlaute erzeugt, sog. Stridulieren. Bei der Paarung sind die Weibchen weniger aggressiv als ihr allgemeines Verhalten erwarten lässt. Ein Kokon enthält ca. 100 bis 150 Eier. Die Jungtiere sind beim Schlüpfen bereits 1,5 bis 2 cm groß. Bei einigen südamerikanischen Ureinwohnern wird Theraphosa blondi als Proteinquelle genutzt. (Der Geschmack soll dem von Langusten oder Krabben ähneln; näheres siehe Entomophagie beim Menschen) Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Goliath-Vogelspinne >>Einige Bilder zu dieser Spinne gibt es hier.<<

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Avicularia versicolor: Pflege und Haltung der Vogelspinne

Bei der Vogelspinne Avicularia versicolor (dt.: „Martinique-Baumvogelspinne“) (Walckenaer, 1837) handelt es sich um eine sehr oft im Terrarium gehaltene Art der GattungAvicularia. Diese Art wurde im Jahr 1837 durch Baron Charles Athanasie Walckenaer beschrieben. Ihre Heimat ist Martinique. Die weiblichen Tiere werden 4–6 cm groß, wobei es teilweise Exemplare gibt, welche 7–8 cm groß geworden sind. Die Männchen bleiben oft mit ca. 2–4 cm deutlich kleiner. Als Jungtiere (Spiderlinge) haben sie die typische Avicularia-Jugendfärbung. Das ganze Tier schimmert metallisch-blau. Ab dem 4. bis 5. Nymphenstadium färben sich die Jungtiere langsam um. Mit jeder weiteren Häutung ähneln sie den erwachsenen Tiere mehr. Diese haben einen dunklen Hinterleib mit roter Behaarung. Die Beinbehaarung ist ebenfalls rötlich. Das Kopf-Bruststück (Carapax) schimmert grün-bläulich.

Verhalten

Diese Spinnenart ist sehr friedlich, gutmütig und dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Je älter sie wird, desto ruhiger wird sie. Im Laufe der verschiedenen Entwicklungsstufen (Häutungen) sind jedoch starke Verhaltensänderungen zu erleben. Während sie in dem einen Stadium noch sehr scheu sein mag, kann sie bereits nach der nächsten Häutung schon sehr „neugierig“ und „interessiert“ sein.

Sie lebt in einem seidigen Wohngespinst, welches sie – wenn möglich – mit Hilfe von Pflanzen oder Ästen tarnt. Sie hält ihr Haus immer von Unrat rein, in dem sie sich sowohl zum Entsorgen von Essensresten als auch zum Koten außerhalb ihrer Wohnhöhle aufhält. Sie ist sehr reinlich, was sich besonders nach dem Fressen beobachten lässt: Dann nämlich werden ihre Cheliceren und ihre Pedipalpen ausgiebig gereinigt.

Sie ist eine ausgezeichnete Jägerin, die besonders auf Fluginsekten (z. B. „dicke Brummer“) interessiert reagiert. Da lässt es sich schon mal beobachten, wie sie am helllichten Tag langsam aus ihrem Gespinst gekrabbelt kommt und sich ans Opfer anpirscht. Sollten anfängliche Versuche des Fangens fehlschlagen, wird man ihre sehr schnellen Reaktionen zu sehen bekommen: Dann läuft sie hinter ihrer Beute her und springt sogar manchmal von den Wänden auf Äste oder fällt schon mal auf den Boden. Avicularia versicolor ist eine baumbewohnende Vogelspinne, die im Jungtieralter auch häufig und gerne weite Sprünge ausübt. Diese Verhaltensweise verliert sich mit zunehmendem Alter.

Bedrängt man diese Spinne, wird sie als erstes versuchen, sich zurückzuziehen und die Flucht ergreifen, bzw. sich flach auf den Boden drücken, die Beine an den Körper ziehen und reglos verharren. Falls ihr all dies nicht möglich sein sollte, hat sie zwei verschiedene Abwehrmechanismen:

  1. Sie beschießt ihren Feind mit Kot (wobei sie ca. 30 cm weit noch treffen kann)
  2. Sie hat Brennhaare auf dem Hinterleib (sieht man auf Fotos immer als Fleck in der Mitte des hinteren Teils des Abdomen). Sie streckt ihr Hinterleib einem Angreifer entgegen.
  3. Sollten die anderen Verteidigungsmethoden nicht wirken, beißt sie auch zu.

Fortpflanzung

Zu Paarungszwecken im Terrarium sollte das Männchen zum Weibchen gegeben werden. Dieses wird, sobald es das Gespinst des Weibchens berührt, anfangen mit den Tastern (Padipalpen) zu Trommeln. Ist das Weibchen paarungswillig wird es ebenfalls Trommeln und dem Männchen entgegengehen. Ist das Weibchen nicht willig und der Bock geht dennoch näher an das Weibchen heran, landet er meistens als Zwischenmahlzeit, auch bei sehr gut gefütterten Weibchen, im Magen. Ist das Weibchen paarungswillig, besteht die nächste Hürde für den Bock darin, an die Geschlechtsöffnung zu gelangen. Diese liegt zwischen den ersten Lungenpaar auf der unteren Seite des Hinterleibs. Gelingt es dem Bock nicht das Weibchen hochzustemmen, wurde bereits beobachtet, wie sich das Weibchen auf die Seite legt oder selbstständig aufrichtet, um dem Bock den Paarungsakt zu erleichtern. Nach der Paarung sollte das Männchen wieder in sein eigenes Terrarium gesetzt werden. Ein längeres Zusammenleben endet für den Bock nach etwa ein bis zwei Wochen tödlich. Hat das Weibchen dann einen Kokon gebaut, kann man sich auf 50 bis 300 Jungtiere freuen. Die Aufzucht bereitet in der Regel keine Probleme. Es kommt meistens nur bei zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit zu Komplikationen, zum Beispiel bei der Häutung.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Avicularia_versicolor

>>Hier nun einige Bilder zu der Spinne<<

Siehe auch: Theraphosinae — Vogelspinnen-Übersicht

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