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Schlagwort: MacBook

Mein IPv6 Samsung/HP Problem wurde gelöst!

Ich bin absolut überrascht. Das gesammte Thema war für mich nach der letzten Kommunikation „erledigt“. In den nächsten Jahren hätte ich nicht mehr mit einer Veränderung gerechnet…

Da kam heute aus dem Nichts folgende E-Mail:

Hallo Herr van de Meer,
 
manchmal geschehen noch kleine Wunder. Ich habe heute ein .par File für unsere IPv6 Herausforderung bekommen und erfolgreich bei meiner Maschine testen können.
Es ist jetzt also auch mit Samsung Maschinen möglich, eine „saubere und korrekte IP Adresse“ zuzuweisen.
Wenn noch Bedarf besteht, stelle ich ihnen gerne ein Link zum Download zur Verfügung.
 
Beste Grüße nach Bonn

Ich habe natürlich diesen Patch angefragt, blitzartig bekommen und eingespielt.

macbook-s-meer:~ kernel$ ping6 -c3 fd00:118f:335:62::253
PING6(56=40+8+8 bytes) fd00:118f:335:42:c3:51f8:2949:1641 --> fd00:118f:335:62::253
16 bytes from fd00:118f:335:62::253, icmp_seq=0 hlim=63 time=0.884 ms
16 bytes from fd00:118f:335:62::253, icmp_seq=1 hlim=63 time=0.703 ms
16 bytes from fd00:118f:335:62::253, icmp_seq=2 hlim=63 time=0.718 ms

--- fd00:118f:335:62::253 ping6 statistics ---
3 packets transmitted, 3 packets received, 0.0% packet loss
round-trip min/avg/max/std-dev = 0.703/0.768/0.884/0.082 ms

Das geht jetzt einfach! Das geht wirklich. Ich kann dem Drucker eine feste IP Adresse meiner Wahl geben.

Siehe auch: IPv6 ULA und Priorität

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MacBook Pro GPU-Panic Reparatur: Backofen-Methode im Test

Mir ist vor kurzem ein Apple MacBook Pro (Mitte 2010) in die Hände gefallen. Hardware noch ganz interessant — 8 GB RAM, Core i7, SSD. Aber das Ding hatte den bekannten Bug mit der NVIDIA GeForce GT 330M. Abstürze und Reboots mitten in der Arbeit, und die wurden eher mehr als weniger.

Die Optionen

  1. Apple mit Garantie — anrufen und reparieren lassen.
  2. Apple ohne Garantie — knapp 500 € Reparaturkosten. Lohnt sich bei einem sechs Jahre alten Gerät nicht.
  3. Apple Kulanz — gab es tatsächlich, sogar bis zwei Jahre nach Garantieablauf. Für mein Gerät aber zu spät.
  4. GPU per Software deaktivieren — die NVIDIA Karte abschalten und nur mit der Intel HD Graphics in der CPU leben. Funktioniert, schiebt den endgültigen Tod aber nur auf. Irgendwann startet die Kiste gar nicht mehr.
  5. Backofen.

Backofen?

Klingt bekloppt. Ist es auch — etwas. Die NVIDIA GPU ist als BGA (Ball Grid Array) auf das Logicboard gelötet. Unter Hitze und Vibration brechen mit der Zeit einzelne Lötstellen. Die GPU verliert die Verbindung zum Board — Kernel Panic.

Wenn ich mir mein Gerät genauer anschaue, findet sich vorne links eine beachtliche Delle. Da ist das Teil draufgefallen und das war vermutlich der Anfang vom Ende.

Die Idee: Das Logicboard im Backofen auf eine Temperatur bringen, bei der das Lötzinn weich wird und die Verbindungen sich neu setzen — ein primitiver Reflow. Apple hat sich die Mühe gemacht, alle wichtigen Chips seitlich mit dem Board zu verkleben. Das hält die Chips an Ort und Stelle, während das Lot flüssig wird.

Schritt für Schritt

  1. Logicboard komplett ausbauen — iFixit hat gute Anleitungen dafür.
  2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Ober-/Unterhitze, keine Umluft — die Vibrationen des Gebläses können das Board zerstören.
  3. Aus Alufolie kleine Füße formen und in die Bohrungen des Boards stecken. So liegt es nicht direkt auf dem Blech.
  4. Board rein, schwere Chips nach oben. Danach nicht mehr bewegen.
  5. 7 bis 8 Minuten backen.
  6. Ofen abschalten, Tür leicht öffnen, 15–20 Minuten langsam abkühlen lassen. Wenn man das Board mit der Hand greifen kann, ist es kühl genug.
  7. Zusammenbauen, Daumen drücken.

Die Kunststoffbuchsen auf dem Board halten 7 Minuten bei 200 °C aus — die müssen nicht abgedeckt werden.

Hat es funktioniert?

Ja. Überraschenderweise.

Aber — und das muss klar sein — diese Methode ist ein letzter Versuch. Die Erfolgsquote ist gering. Das Flussmittel in den Lötstellen verbrennt beim Erhitzen teilweise, daher funktioniert ein zweiter Durchgang fast nie. Wenn euer MacBook sowieso auf dem Weg in die Tonne ist: probiert es. Wenn ihr noch ernsthaft auf das Gerät angewiesen seid: lasst es.


Der Panic-Log

Für die Suchmaschinen und alle, die den gleichen Fehler haben — hier die relevanten Zeilen aus dem Kernel-Panic-Report:

*** Panic Report ***
panic(cpu 0 caller 0xffffff7f9320abad):
  "GPU Panic: [<None>] 3 3 7f 0 0 0 0 3 :
   NVRM[0/1:0:0]: Read Error 0x00610b94:
   CFG 0xffffffff 0xffffffff 0xffffffff,
   BAR0 0xd2000000 0xffffff912c33d000 0x0a5480a2, D0, P3/4"

System model name: MacBookPro6,2 (Mac-F22586C8)
Mac OS version:    15B42 (El Capitan 10.11.1)

Graphics: NVIDIA GeForce GT 330M, PCIe, 512 MB
Graphics: Intel HD Graphics, Built-In

Kernel Extensions in backtrace:
  com.apple.nvidia.classic.NVDAResmanTesla  10.0
  com.apple.nvidia.classic.NVDANV50HalTesla 10.0
  com.apple.driver.AppleMuxControl          3.11.33b1
  com.apple.iokit.IOGraphicsFamily          2.4.1

Der entscheidende Hinweis: NVRM[0/1:0:0]: Read Error mit CFG 0xffffffff — die CPU kann den Konfigurationsraum der GPU nicht mehr lesen. Die Verbindung ist weg.


Jetzt habe ich hier also so ein komisches MacBook. Der spannende Teil — auseinanderbauen und reparieren — ist erledigt. Was macht man nun damit?

Siehe auch: Parken an der Burg Blankenstein

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