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NEXT Biometrics NB-2020-U Fingerabdruckleser unter Linux zum Laufen gebracht

In meinem Fujitsu Notebook steckt ein Fingerabdruckleser. Ein NEXT Biometrics NB-2020-U, USB ID 298d:2020. Unter Windows funktioniert er, unter Linux nicht. Kein Treiber, kein Support, nichts. Das Gerät taucht in lsusb auf, wird aber von keinem Treiber erkannt. Im libfprint Wiki steht es auf der Liste der nicht unterstützten Geräte. Dort steht es schon eine Weile.

Das hat mich gestört.

Picture of NB-2020-U

libfprint kennt den NB-1010-U. Das ist ein externer USB Fingerabdruckleser von NEXT Biometrics, der seit einiger Zeit einen funktionierenden Treiber hat. Der NB-2020-U ist die eingebettete Variante desselben Sensors, gedacht für den Einbau in Notebooks. Wenn man sich Teardown Reports ansieht, etwa von System Plus Consulting oder Yole Group, dann stellt man fest: Beide Geräte verwenden den identischen Sensor Die. Gleiche Technik, anderes Gehäuse.

Das war der erste Anhaltspunkt. Wenn die Hardware gleich ist, sollte auch das USB Protokoll gleich sein. Und wenn das Protokoll gleich ist, sollte der vorhandene Treiber funktionieren.

Bevor ich aber einfach auf Verdacht losprogrammiert habe, wollte ich es absichern. Ich habe NEXT Biometrics direkt angeschrieben. Kevin Hung, Director FAE bei NEXT Biometrics, hatte mir bereits 2022 auf eine Anfrage zu Linux Treibern geantwortet. Damals war sein Vorschlag, über Fujitsu zu gehen. Das führte ins Leere. Diesmal habe ich konkret angeboten, selbst einen libfprint Treiber zu schreiben, und um das SDK gebeten.

Kevin hat mir daraufhin das NBBiometrics ANF SDK 3.0.0.1384 zugeschickt. Ein komplettes SDK mit Headern, Bibliotheken, Beispielcode und Dokumentation. Das war sehr hilfreich, denn die Header bestätigen einiges. Das SDK nutzt eine einzige Shared Library libNBBiometrics.so für alle Gerätetypen. Der NB-1010-U hat den internen Gerätetyp 200, der NB-2020-U den Typ 202. Beide verwenden dasselbe Scanformat: 180×256 Pixel bei 385 DPI. Die USB Vendor ID ist bei beiden 0x298d, nur die Product ID unterscheidet sich: 0x1010 beim einen, 0x2020 beim anderen.

Wichtig: Das SDK ist proprietär. Für den eigentlichen Treiber habe ich keinen Code daraus verwendet. libfprint akzeptiert nur sauberen, eigenständig entwickelten Code. Das SDK diente ausschließlich als Referenz, um die Protokollkompatibilität zu bestätigen.

Also habe ich es einfach ausprobiert. Den bestehenden nb1010.c Treiber genommen, die USB Product ID 0x2020 zur id_table hinzugefügt und gebaut. Dann auf dem Fujitsu Notebook getestet.

Es funktionierte sofort.

Geräteerkennung, USB Interface Claim, die State Machine für die Fingererkennung, alles lief auf Anhieb. fprintd-enroll hat Fingerabdrücke aufgenommen, fprintd-verify hat sie korrekt verifiziert. Der bestehende Treibercode brauchte keinerlei Anpassungen. Null. Nur die PID in der Tabelle und den Gerätenamen.

Ein Blick auf die USB Deskriptoren bestätigt das Bild. Der NB-2020-U hat exakt dasselbe Endpoint Layout wie der NB-1010-U: Bulk OUT auf Endpoint 0x02, Bulk IN auf Endpoint 0x83. Dazu kommt ein Interrupt Endpoint auf 0x81, den der Treiber nicht verwendet. Die Kommunikation läuft identisch ab.

Der Patch selbst ist entsprechend klein. Drei Dateien, drei Zeilen rein, drei Zeilen raus:

  1. libfprint/drivers/nb1010.c: Die neue PID 0x2020 wird in die id_table eingetragen und der full_name auf "NextBiometrics NB-1010-U/NB-2020-U" erweitert.
  2. data/autosuspend.hwdb: Der Eintrag 298d:2020 wird von der Liste der nicht unterstützten Geräte in die Sektion des nb1010 Treibers verschoben.
  3. libfprint/fprint-list-udev-hwdb.c: Der Eintrag wird aus der Allowlist der nicht unterstützten Geräte entfernt, da er jetzt vom Treiber abgedeckt wird.

Den Merge Request habe ich bei libfprint upstream eingereicht: MR !569. Die CI Pipeline läuft durch, alle 124 Tests bestehen. Jetzt heißt es warten auf das Review durch die Maintainer.

Update, Juli 2026: Das Warten ist vorbei. MR !569 ist am 2. Juli 2026 upstream gemergt. Maintainer Marco Trevisan hat den Patch auf den aktuellen master rebased und per Auto-Merge aufgenommen, ohne blockierende Review-Kommentare. Der NB-2020-U wird damit ab der nächsten libfprint Version out of the box unterstützt. Die Details stehen im kurzen Nachtrag zum Merge.

Für alle, die denselben Fingerabdruckleser in ihrem Notebook haben: Sobald der Patch gemergt und in einer neuen libfprint Version enthalten ist, funktioniert der Sensor out of the box. Enrollment und Verifikation über fprintd laufen sauber. Wer nicht warten möchte, kann den Patch auch jetzt schon selbst auf ein aktuelles libfprint anwenden.

Im selben Fujitsu Notebook meiner Tochter steckt ein NB-2033-U, ein weiterer Fingerabdruckleser aus der gleichen Familie. Der verwendet allerdings ein komplett anderes Protokoll und ließ sich nicht einfach mit dem nb1010 Treiber ansprechen. Den habe ich per Reverse Engineering geknackt.

QIDI i-Mate S 3D-Drucker: Erfahrungen, Upgrades & Support-Tipps

Seit gut zwei Jahren druckt bei mir ein QIDI i-Mate S. Damals gesucht: kompaktes Design, beheizbares Druckbett, geschlossener Druckraum, Druckbett nur in der Z-Achse, PLA/ABS/PETG. Gefunden, bestellt, seitdem im Einsatz.

Der Drucker tut, was er soll. Für den Preis in guter Qualität. Die Slicer-Software QIDI Print basiert auf Cura, ist aber speziell auf den Drucker angepasst. Soweit findet man das in jedem Testbericht. Was dort meistens fehlt: Infos zu Upgrades, dem Support und den kleinen Macken im Alltag.

Support

Der Support von QIDI war bisher durchgehend exzellent. Per E-Mail direkt an mateb@qd3dprinter.com kam immer innerhalb von 24 Stunden eine Antwort. Auch an Wochenenden und Feiertagen. Freundlich, hilfsbereit, mit Videos, Anleitungen und angepassten Konfigurationsdateien. Dateiaustausch lief unkompliziert über Google Drive. Wer schon einmal mit Herstellern hinter der chinesischen Firewall Daten austauschen wollte, versteht den Mehrwert.

All-Metal Hotend

Nach knapp einem Jahr kam das erste Upgrade: ein Full-Metal Extruder von AliExpress. Das passende Firmware-Update gab es direkt vom Support inklusive Anleitung. Einbau war einfach, besondere Einstellungsänderungen in QIDI Print nicht nötig.

Austausch All-Metal-Hotends beim Qidi iMate S

Mit dem neuen Druckkopf war die Layerhaftung zunächst schlechter. Der Support half: Nicht jeder Schrittmotor läuft exakt gleich. Bei 2 cm Filamentvorschub kamen bei mir keine 2 cm. Drei E-Mails und 15 Minuten später hatte ich eine angepasste Konfigurationsdatei. Einfach „gedruckt“ und das Problem war Geschichte.

Schrittmotor-Kühlung

Die Schrittmotoren werden beim Druck spürbar warm. Nicht zu warm, aber warm genug, dass ich dem Drang nicht widerstehen konnte. Selbstklebende Kühlkörper von AliExpress auf alle Achsen-Motoren. Den Druckkopf-Motor ausgenommen, der wird bereits aktiv gekühlt und das zusätzliche Gewicht wäre kontraproduktiv.

Kühlkörper auf dem Schrittmotor des Qidi iMate S

Wer die passive Kühlung direkt aktiv machen will: Es gibt passende 24V-Lüfter dafür.

Filament Sensor

Filament bricht selten, aber es passiert. Oder es ist mitten im Druck leer und der Drucker läuft einfach weiter. Ein Filament Run Sensor von AliExpress erkennt das und stoppt den Druckvorgang. Filament nachladen, weitermachen.

Installation wieder einfach, wieder mit Anleitung vom Support und einer Konfigurationsdatei zum „Drucken“. Kleines Detail am Rande: In der deutschen Übersetzung der Firmware heißt der Filament Sensor „Glühfaden-Sensor“. Der Support hat sich über den Hinweis gefreut.

Bed Leveling

Automatisches Leveling gibt es nicht. Das geführte Leveling-Programm im Druckmenü funktioniert problemlos, die eigentlichen Muttern auch. Was nervt: die Sicherung mit einer zusätzlichen Flügelmutter. Man stellt alles perfekt ein, sichert die Muttern und dabei verschiebt sich der Abstand zur Nozzle wieder. Vielleicht habe ich zu dicke Finger.

Die einfachste Lösung war ein 3D-gedrucktes Ersatzteil von Thingiverse zusammen mit selbstsichernden M4 Muttern. Gedruckt aus PETG. Seitdem macht Bed Leveling fast Spaß. So viel Spaß, wie manuelles Leveling halt machen kann.

3D-gedruckte Ersatzmutter für das Bed-Leveling beim Qidi iMate S

Nozzle und Filament

Zusammen mit dem All-Metal Hotend bin ich auf eine Nozzle von Brozzl gewechselt. Beschichtetes Kupfer statt Messing: besserer Wärmeleitwert und etwas härter. Bei Messing und erst recht bei Stahl muss man die Temperatur 5-10 Grad höher setzen. Kupfer macht das überflüssig.

Filament kommt ebenfalls direkt von QIDI über AliExpress. Tut und hält.

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Bosch Geschirrspülmaschine: Fehler E-15 beheben

Ursache

Verschiedene Geschirrspüler haben ein ähnliches Problem mit der Dichtung am Pumpentopf. Die Hersteller entwickeln solche Teile nicht für jedes Modell neu, ähnlich wie bei Autoherstellern greifen sie auf Grundkomponenten zurück. Tritt bei einem dieser Teile ein Problem auf, betrifft es eine Vielzahl an Geräten. Nicht nur meine von Bosch, sondern auch baugleiche von Siemens, Neff und Constructa.

Fehler E-15 bei der Bosch Geschirrspülmaschine: Problem mit der Dichtung zum Pumpesumpf

Nach ein paar Jahren im Einsatz verzieht sich der Pumpentopf offenbar leicht. Gerade genug, um ein wenig Wasser zu verlieren, nicht so viel, dass die Küche überschwemmt wird, aber genug, damit der Sensor anspricht und die Maschine mit dem Fehlercode E-15 stoppt. Die Maschine beginnt dann panisch Wasser abzupumpen und hört damit nicht mehr auf.

Reparatur

Die Reparatur ist einfach. Es gibt einen speziellen Reparatursatz für den Pumpentopf, der eine zusätzliche Dichtung enthält. Diese sorgt dafür, dass der Pumpentopf auch dann dicht bleibt, wenn er sich durch die Hitze leicht verzieht. Wenn man nicht gerade zwei linke Hände hat, ist die Reparatur in etwa 15 Minuten erledigt.

Ob die eigene Maschine bereits über diese Dichtung verfügt, erkennt man an einem kleinen Aufkleber links in der Tür, auf dem ein großes „R“ zu sehen ist:

Aufkleber mit großem R in der Tür der Bosch Geschirrspülmaschine, zeigt dass die Austauschdichtung montiert wurde.

Reparatur einer Spülmaschine, mal was anderes, oder? Fragen? Einfach melden.

Siehe auch: Bosch Geschirrspüler E-21

MikroTik CRS305-1G-4S+IN: Der 10-Gbit-Switch für 130 Euro im Langzeittest

Den MikroTik CRS305-1G-4S+IN habe ich Ende 2020 in meinem Arbeitszimmer in Betrieb genommen. Workstation, Storage, Hauptswitch und Windows-PC hängen seitdem an seinen vier SFP+ Ports. Fünf Jahre später läuft das Teil immer noch ohne Ausfall und ich denke es ist Zeit für ein ehrliches Update.

Damals lag der Preis bei knapp über 100 Euro, aktuell zeigt mir Amazon 131,62 Euro an. Klingt nach Inflation, ist für einen managebaren 4-Port 10-Gbit-Switch trotzdem immer noch ein Witz.

Was bekommt man fürs Geld?

An der Hardware hat sich seit dem Erstkauf nichts geändert: Vier SFP+ Ports mit 10 Gbit/s, dazu ein Gigabit-Port für Out-of-Band-Management. Komplett lüfterlos, das Metallgehäuse dient als Kühlkörper. Stromversorgung wahlweise per Steckernetzteil, über den zweiten Netzteil-Anschluss redundant oder per PoE-In über den Management-Port. Wer es ernst meint mit Hochverfügbarkeit, packt drei verschiedene Quellen drauf.

Auf der Unterseite sind Bohrungen für die Wandmontage. Bei mir hängt der Switch seit Jahren an genau dieser Stelle.

RouterOS, jetzt in Version 7

Auf dem Gerät läuft echtes RouterOS, kein abgespecktes SwitchOS-Light. Vor ein paar Jahren bin ich von Version 6 auf 7 umgestiegen, der Sprung lief schmerzfreier als befürchtet. Container-Support, eine neue Routing-Engine, in-kernel WireGuard, ROSE-storage. Für den CRS305 in reiner Switch-Funktion ist das meiste davon Overkill, aber der gleiche Software-Stack läuft auf allen MikroTik-Geräten und das einmal gelernte Wissen ist übertragbar.

Wer den Switch wirklich nur als Switch braucht und das volle Routing-Featureset nicht will, kann alternativ SwOS einspielen. Ich bleibe bei RouterOS, weil ich VLANs, VRRP und gelegentlich mal eine kleine Bridge mit eigenen Regeln nutze.

Härtung: das was 2021 noch keiner gesagt hat

In den letzten Jahren ist MikroTik mehrfach unangenehm aufgefallen. Botnetze auf nicht aktualisierten RouterOS-Geräten (Mēris, TrickBot, VPNFilter), mehrere Webfig-Authentifizierungs-Bypässe, dazu der Klassiker: Default-User „admin“ ohne Passwort. Wer so ein Gerät ohne Härtung ans Internet hängt oder auch nur ohne Trennung ins LAN, hat sich selbst beschenkt.

Mein Standardvorgehen direkt nach dem Auspacken sieht ungefähr so aus:

/user add name=adminneu group=full password=...
/user remove admin
/ip service disable telnet,ftp,www,api,api-ssl
/ip service set winbox address=192.168.X.0/24
/ip service set ssh address=192.168.X.0/24
/system clock set time-zone-name=Europe/Berlin
/system ntp client set enabled=yes servers=pool.ntp.org
/system package update check-for-updates
/system routerboard upgrade

Webfig und API mögen bequem sein, ich brauche beides nicht. Telnet und FTP haben auf einem Gerät von 2026 nichts mehr verloren. Wer trotzdem das Webinterface nutzen will, sollte zumindest auf HTTPS umstellen und die Zugriffe auf das Management-Subnetz beschränken.

Auto-Update gibt es bei MikroTik leider noch immer nicht out-of-the-box. Ich habe mir einen kleinen Cron-Job gebaut, der einmal im Monat anpingt ob ein Update da ist. Manuell einspielen muss ich es dann selbst, weil mir bei einem zentralen Netzwerkgerät ein automatisches Reboot mitten in der Nacht zu heikel ist.

SFP+ Module und DAC-Kabel

MikroTik ist da angenehm tolerant: vendor-locked Module von Cisco, Juniper oder HPE fliegen in der Regel ohne Murren rein. In meinen vier Ports stecken aktuell zwei FS.com-Module mit LWL, ein generisches Kupfer-DAC zur Workstation und ein 10GBASE-T-Adapter ans Storage. Alles funktioniert, kein Kabel oder Modul zickt.

Vorsicht bei 10GBASE-T-Adaptern: die werden warm. Sehr warm. Bei zwei oder mehr Stück im engen Gehäuse kann der Switch im Sommer am thermischen Limit kratzen. Wer kann, sollte LWL oder DAC bevorzugen, das ist effizienter und kühler. DACs sparen außerdem die Modul-Kosten und bringen Latenzen, die mit aktiven Modulen schlicht nicht zu erreichen sind.

Stromverbrauch

Bei mir liegt der Verbrauch im Mittel zwischen 8 und 12 Watt, je nach Bestückung. Mit zwei 10GBASE-T-Adaptern kann es Richtung 14 bis 16 Watt gehen. Für einen 24/7 laufenden Switch ist das vertretbar, in Zeiten von Stromrechnungen die jedes Jahr neue Höchststände erreichen sollte man es zumindest wissen.

Markt 2026: Alternativen

2021 war der CRS305 in seiner Preisklasse fast konkurrenzlos. 2026 sieht das anders aus. Ein paar Optionen, die ich heute mit auf die Liste setzen würde:

  • MikroTik CRS309-1G-8S+IN: Doppelte Portzahl, gleicher Aufbau, etwa 250 bis 300 Euro. Wenn vier Ports knapp werden, der logische Schritt nach oben.
  • MikroTik CRS310-1G-5S-4S+IN: Mischmasch aus 1G/2.5G und 4× SFP+, brauchbar wenn das eigene Netz nicht komplett auf 10G migriert ist.
  • TP-Link TL-SX3008F: 8× SFP+ JetStream-Smart-Switch, kein RouterOS aber gepflegtes Webinterface, etwa 250 Euro. Für reines Switchen oft entspannter als RouterOS.
  • QNAP QSW-M408S: 4× SFP+ plus 4× 1G, simples Web-UI, knapp 280 Euro. Gut für Leute, die kein RouterOS lernen wollen.
  • Ubiquiti USW-Aggregation: 8× SFP+ mit Web-Controller, etwa 280 Euro. Wer schon im UniFi-Ökosystem unterwegs ist, will sowieso nichts anderes.

Für den absoluten Einstieg in 10G zuhause, mit kleinem Budget und der Bereitschaft sich kurz mit RouterOS zu beschäftigen, ist der CRS305 weiterhin der beste Deal. Wer mehr Ports braucht oder das Routing-Featureset gar nicht erst anfassen will, sollte einen der oben genannten in die engere Wahl nehmen.

Fazit nach 5 Jahren

Das Gerät ist seit 2021 ohne einen einzigen Ausfall durchgelaufen, hat zwei Wohnungswechsel und mehrere RouterOS-Major-Updates überlebt. Bei aktuell 131,62 Euro auf Amazon oder direkt von MikroTik bleibt es eine klare Empfehlung. Mit der Einschränkung, dass man die paar Minuten in Härtung investieren sollte, sonst wird aus dem schönen kleinen Switch schnell ein Botnet-Knoten.

Ich mache ja eher selten Werbung für ein Produkt, aber dieser Switch hat sich nach fünf Jahren als die beste Empfehlung herausgestellt, die ich in dieser Preisklasse jemals geben konnte.

Siehe auch: IPv6 Prefix Delegation: FritzBox und MikroTik und Ist mein Netzwerk kompromittiert? Warum das kaum jemand merkt.

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Bosch Geschirrspülmaschine: Fehler E-21 beheben

Ursache

Meine Geschirrspülmaschine hat mir heute einige Nerven gekostet. Mit einem fröhlichen E-21 im Display war Schluss mit Spülen. Der Fehlercode deutet darauf hin, dass etwas mit der Umwälzpumpe nicht stimmt. Die Maschine ist knapp sechs Jahre alt und läuft hier täglich für einen Vier-Personen-Haushalt, sie hat selten Langeweile. Die Maschine ist baugleich zu Siemens, Neff und Constructa.

Bosch Geschirrspülmaschine mit Fehler E:21 und zerlegter Umwälzpumpe auf der Arbeitsfläche

Mein erster Schritt war ein Anruf beim nächstgelegenen Serviceanbieter. Dieser sagte mir, dass er die Maschine in einer Woche abholen und bei sich überprüfen könnte. In der Regel wird dann die Umwälzpumpe ausgetauscht, und ich bekäme die Maschine nach zwei bis drei Tagen zurück. Für 200 bis 300 € mehr könnte er mir aber direkt eine neue Maschine liefern und die alte entsorgen. Bei einer so alten Maschine… Warum werden heutzutage nur noch Teile ausgetauscht? Warum soll immer alles neu sein? Warum repariert niemand mehr?

Reparatur

Eine kurze Suche brachte mir eine Explosionszeichnung meiner Spülmaschine. Die Konstruktion sieht sehr überschaubar aus. Letztlich fand ich in der Umwälzpumpe ein Stück Plastikverpackung. Die Pumpe ließ sich fast vollständig zerlegen und reinigen. Jetzt läuft die Maschine wieder, ganz ohne Fehler, insgesamt 40 Minuten Arbeit.

Nachtrag: Pumpe doch kaputt

Einige Monate später hat die Pumpe dann doch aufgegeben. Anscheinend hat das Plastikteil eine Unwucht verursacht, die zum endgültigen Ausfall geführt hat. Falls die Pumpe tatsächlich defekt ist, lässt sich das Ersatzteil über Amazon bestellen. Der Austausch ist einfach, und alles Notwendige ist dabei.

Die gleiche Maschine hatte später auch den Fehler E-15, eine verzogene Dichtung am Pumpentopf. Fragen? Einfach melden.

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