IT security, FreeBSD, Linux, mail server hardening, post-quantum crypto, DNS, retro computing & hands-on hardware hacks. Privater Tech-Blog seit 2003.

Kategorie: Persönliches & Offtopic (Seite 4 von 8)

Abseits der Technik — persönliche Gedanken, Erlebnisse und alles, was nicht in die anderen Kategorien passt.

Mechanische Tastaturen: Von der IBM Model M zum Das Keyboard

Es soll Menschen geben, denen nur das Wort „bekloppt“ einfällt, wenn es im Zusammenhang mit mir um Tastaturen geht. Zugegeben, da könnte ein Funken Wahrheit dran sein.

IBM Model M

Angefangen hat es, wie bei vielen, mit der IBM Model M. Eine wunderbare Tastatur. Es schreibt sich klasse auf dem Ding, sie hat einen ganz eigenen Sound und man fühlt das Tippen einfach. Leider wurde zuletzt nur noch ein PS/2-Modell entwickelt. Es gibt zwar USB-Adapter, aber da die Tastatur mehr Strom verbraucht als normale PS/2-Tastaturen, sterben diese Adapter gerne mal. Zum Beispiel wenn man die NUM-Taste aktiviert. Lösung wäre, die LEDs aus der Tastatur zu nehmen oder einen USB-PS/2-Adapter mit externer Stromversorgung zu nutzen. Beides nicht ideal. Und die Windows/Linux-Taste fehlt ihr auch.

Die Suche nach Ersatz

Gezwungenermaßen musste ich also eine neue Tastatur nutzen. Ich erinnere mich, dass ich schon beim Kauf dem Verkäufer ziemlich auf die Nerven gegangen bin, weil ich mich durch alle Tastaturen probieren wollte. Zu dem Zeitpunkt war eine Tastatur bereits ein Wegwerfartikel. Selbst eine „gute“ lag bei 60 Euro und war aus seiner Sicht völlig ausreichend. Aus meiner Sicht waren alle überladen mit Sondertasten: Taschenrechner öffnen, Suche öffnen, Play. Ich will tippen.

Es wurde eine Logitech. Sie war OK, wobei OK hier der Bruder von Scheiße ist. Dann eine Cherry, besser, aber nicht richtig gut.

Das Keyboard

Irgendwo hörte ich von einer Tastatur namens „Das Keyboard“. Der Preis war mit knapp 160 Euro heftig, besonders da ich keine Möglichkeit hatte, sie vorher zu testen. Glücklicherweise kann man Online-Bestellungen innerhalb von zwei Wochen zurückschicken. Es wurde also Das Keyboard in Version 1.

Perfekt. Schöne Tastatur, tippt sich wunderbar, klingt auch wieder schön. Zwei kleine Probleme: Erstens die Größe, ähnlich wie die IBM, aber nicht mehr ganz zeitgemäß. Zweitens habe ich ein Glas Dr Pepper über die Tastatur gekippt. Nach zwei Jahren war sie tot.

Dieses Mal keine Experimente beim Neukauf. Es wurde das „Das Keyboard Model S Professional Clicky“ mit Cherry MX Blue Switches. Nicht so groß, feiner Sound, tippt sich wunderbar. Mein Workspace zuhause war gerettet.

Im Büro

Blieb noch das Problem auf der Arbeit. Dort hatte ich eine Logitech, bei der die F-Tasten standardmäßig Play, Stop und ähnlich Wichtiges auslösten. Die echten F-Tasten erreichte man nur mit der Fn-Taste. Als schnellen Ersatz gab es dann eine Logitech MK120. Auf dieser konnte ich nicht schreiben. Tut mir leid, geht nicht. Vier Tage versucht. Also die alte Cherry mitgenommen. Das ging immerhin.

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STOP GELD

Am Wochenende habe ich mal wieder den Al Bundy gegeben. Damit möchte ich sagen, ich habe den Inhalt meiner Geldbörse an meine Familie verteilt. Um heute in der Mittagspause nicht am Hungertuch nagen zu müssen, wollte ich vor der Arbeit noch schnell Geld aus dem Geldautomaten der Sparkasse in der Nähe ziehen.

Leide präsentierte sich die Kiste mit dem unten stehenden Bild (sorry für die schlechte Aufnahme)….

Lustig oder? Na ja, wie man es sieht! Auf dem Automat läuft also klar ein Microsoft Windows. Dieses hat sich auf die Nase gelegt. Fehler gibt es in jeder Software, einfach nur zu lachen und auf das „dumme“ Windows zu zeigen wäre hier wohl zu einfach.

Warum läuft denn auf dem Automat ein Windows? Ich denke zum Teil gutes Lobbying… Dieses wird es nur nicht alleine sein. Ich denke der laufende Support wird ebenfalls ein Thema sein (wie lange hatte so ein Windows XP noch gleich Support?).

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Der eingeschlafene Hintern im DataCenter

Da hocke ich heute mal wieder im DataCenter und arbeite an den Systemen. Wie immer, im Schneidersitz auf dem Boden und mit den Notebook auf den Beinen. Nach einiger Zeit merke ich, dass mein Hintern aufgehört hat sich über die Temperatur zu beschweren. Dieses ist in der Regel ein untrügerisches Zeichen dafür, dass er eingeschlafen ist. Was nun Vor- und Nachteile hat. Vorteil, ich kann noch länger so sitzen ohne das es fühlbar unbequem wird; Nachteil, wenn ich später versuche aufzustehen, wird es lustig!

Das muss doch irgendwie besser gehen, oder? OK, ok… Es gibt in der Regel einen hässlichen Hocker, der ist aber so hässlich das man doch besser auf dem Boden sitzt, weil es dann doch bequemer ist. Dann könnte ich mir noch ein Kissen mitbringen und es unterlegen.. ne, doch nicht! Wenn ich so überlege dann finden sich in meiner Erinnerung nur Bilder, von auf dem Boden hockenden Technikern vor einem Schrank. Alle mit kaltem Hintern und jedem schläft dieser früher oder später ein. Da sollte mal jemand was erfinden *AUFRUF*.

Wie auch immer, wenn ich mir schon über solche Dinge Gedanken mache… Dann kann es mir nicht so schlecht gehen, oder vielleicht genau aus diesem Grund doch? Na dann werde ich wohl nun mal jemanden aufwecken, wünscht mir Glück.

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Aber ich habe doch nichts zu verbergen…

Da ist nun also das Ergebnis von eurem „Ich habe doch nichts zu verbergen“! Klasse, gut gemacht….

http://www.golem.de/news/data-mining-polizei-will-straftaten-mit-predictive-policing-verhindern-1407-107638.html

Jetzt muss du nicht mal was zu verbergen haben, jetzt reicht es, wenn man statistisch leider gerade „auffällig“ ist. Am Ende treten die Jungs euch die Türe ein, verhaften euch und führen euch in Handschellen ab. OK ok… Wird nicht passieren, Rechtsstaat usw…. Riiiiiiccchhhhtttiiiigggg

Glaubt ihr das wirklich?

Klar, wenn sich am Ende herausstellt das ihr nichts zu verbergen hattet, wird schon nichts passieren…. Dem Rest kann man ja auch später erklären das die Vorwürfe völlig haltlos waren und euch nichts nachgewiesen werden konnte. Das verstehen alle und es bleibt kein ~Nachgeschmack~… Ich übertreibe? Na warten wir mal ab, ich denke es wird noch genau so kommen. Genug Metadaten habe sie ja inzwischen.

Ich denke: „It´s time for PANIC!“ Ich habe Angst 🙁

Panic reaction GIF about surveillance and privacy

Wir müssen unbedingt alle etwas mehr auf unsere Daten achten und vor allem etwas „nervöser“ werden wenn es um die Überwachung von egal was geht. Nicht alles sinnfrei glauben, sondern mal mit Hirn hinterfragen! Das Thema: „Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist damit wohl hoffentlich erschlagen, oder?

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IPv6 und Carrier Grade NAT: Warum nicht der ISP schuld ist

Nach dem IPv6-Kongress 2014 war die Verbreitung mal wieder kurz im Rampenlicht. Nach über 15 Jahren IPv6 war die Umstellung noch immer nicht weit genug. Alle Empfehlungen von Experten wurden ignoriert. Es gab ja keine Nachfrage. Bis den ISPs die IPv4-Adressen ausgingen.

Carrier Grade NAT

Wer in Deutschland einen neuen Internetanschluss bei einem Kabelnetzbetreiber bekommt, bekommt oft einen Carrier Grade NAT (CGN) Anschluss. Das bedeutet: Keine eigene öffentliche IPv4-Adresse mehr. Stattdessen eine private Adresse hinter einem zentralen NAT-Router des ISPs. Versteckt wird das hinter Bezeichnungen wie DS-Lite oder DS64-Lite.

Das Port-Problem

Jede TCP-Verbindung verbraucht auf der abgehenden IP-Adresse einen Port. Ports sind 16-Bit-Zahlen, maximal 65.535. Abzüglich der reservierten Ports bleiben rund 64.500 gleichzeitige Verbindungen pro IP. Ein einzelner Benutzer baut schnell 50 und mehr Verbindungen gleichzeitig auf: E-Mail, Messenger, Browser mit parallelen Requests. Dazu kommen Verbindungen die nicht sauber geschlossen werden und bis zum Timeout offen bleiben.

Offene Verbindungen anzeigen:

netstat -tapen

Wenn sich hunderte Kunden eine öffentliche IP teilen, sind die Ports schnell aufgebraucht. Der ISP könnte bestehende Verbindungen nach einer Zeit hart zurücksetzen. Oder die maximale Anzahl gleichzeitiger Verbindungen pro Kunde begrenzen. Beides führt zu Problemen.

Dazu kommt: Viele Webserver und Mailserver begrenzen die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen pro IP-Adresse, als Schutz gegen DDoS. Wenn hundert Kunden hinter einer IP sitzen, trifft dieses Limit schnell.

Wer ist schuld?

Ein gutes Beispiel war Sipgate. Der VoIP-Anbieter beschwerte sich öffentlich darüber, dass seine Kunden hinter CGN-Anschlüssen Probleme mit ihren Sipgate-Leitungen hatten. Sipgate schob den schwarzen Peter an Unitymedia und hoffte, dass sich jemand meldet um das Problem gemeinsam zu lösen.

Was dabei unterging: Unitymedia hatte auf eigene Kosten einen Workaround eingerichtet, damit Dienste die es nach Jahren noch nicht geschafft hatten IPv6 zu unterstützen überhaupt noch erreichbar waren. Und dann kommt ein Diensteanbieter und sagt: Dein Workaround funktioniert nicht perfekt mit unserem System, bitte nachbessern.

Facepalm reaction GIF about IPv6 adoption delays

Der Schuldige ist nicht der ISP. Der Schuldige ist der Diensteanbieter, der es nach über 15 Jahren Vorlaufzeit nicht geschafft hat seinen Dienst IPv6-fähig zu machen. Wer Probleme mit seinem Internetanschluss hat die auf CGN zurückzuführen sind: Nicht den ISP anrufen, sondern den Diensteanbieter fragen wann IPv6 kommt.

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Google schaut in die E-Mails seiner gmail Nutzer!

Google schaut in die E-Mails seiner gmail Nutzer, wertet den Inhalt aus und zeigt dem Nutzer dann maßgeschneiderte Werbung…. OK, ist jetzt nichts Neues! Nun hat Google aber bekanntgegeben dass sie zumindest keine Schüler mehr in dieser Form abschnorcheln will.

Slow clap reaction GIF about Gmail privacy

Zu lesen ist es hier: http://googleenterprise.blogspot.de/2014/04/protecting-students-with-google-apps.html

Toll, oder? Super… Alle freuen sich…. ALLE FREUEN SICH! Leute, schlaft ihr alle? Google durchsucht, nach eigenen Angaben, keine E-Mail Accounts von Schülern mehr und SCHÜTZT sie somit vor Werbung welche zu E-Mail Inhalten passt!!!!!

Das ist so als wenn der Postbote die Briefe liest und immer direkt das passende Werbeprospekt beilegt. Warum freuen sich alle? Ich verstehe es nicht, tut mir leid!

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Einmal mit Profis: Einblick in die Welt der Experten

Ich habe heute, wenn auch etwas angeschlagen, wieder vor einem System gestanden welches von einem „selbsternannten“ Profi eingerichtet wurde. Dabei gab es Fehler die ich jetzt nicht näher ausführen kann, denn noch ist es mal wieder Zeit für einen ordentlichen double facepalm!

Double facepalm reaction to professional mishaps

Nur falls sich jemand wundert warum ich in den nächsten Tagen dauerkopfschüttelnd herumlaufe. Jetzt glaubt bitte nicht dass ich fehlerfrei bin. Ganz sicher nicht!

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Rigo meldet sich…

Veraltet: Sabayon Linux wurde 2020 eingestellt. Der Paketmanager Rigo (Entropy) existiert nicht mehr.

Da bekomme ich doch gerade die folgende Info von Rigo präsentiert:

<=|=< (optimistisch gesehen: ein Fisch)

Ich bin natürlich sofort in wildes Lachen ausgebrochen. Ich stehe auf den …..!

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