IT security, FreeBSD, Linux, mail server hardening, post-quantum crypto, DNS, retro computing & hands-on hardware hacks. Privater Tech-Blog seit 2003.

Kategorie: Linux & BSD (Seite 8 von 8)

Anleitungen und Erfahrungsberichte rund um Linux-Distributionen und FreeBSD — vom Desktop bis zum Server.

Wlan-Sicherheit

Veraltet: Dieser Beitrag stammt von 2009 und beschreibt WEP-Cracking mit einem Sharp Zaurus. WEP wird seit über einem Jahrzehnt nicht mehr eingesetzt, WPA2/WPA3 sind Standard. Die Konzepte (Monitoring, Deauthentication, Handshake-Capture) gelten grundsätzlich noch, die gezeigten Tools und Hardware sind aber veraltet.

Wie finde ich heraus ob mein Wlan sicher ist? (Bilder werden beim Anklicken gross.) Hier möchte ich die möglichen „Angriffsmethoden“ zu einem Wlan beschreiben. Am Ende wird jedem Sysadmin dann selbst auffallen, welche Bereiche man am besten wie schützen sollte. Es kommt immer wieder vor, dass Angestellte in der Firma einen AccessPoint aufstellen. Dieses ohne den Admin darüber zu informieren. Was natürlich ein grosses Sicherheitsproblem ist. Daher werde ich zum Anfang erst einmal beschreiben, wie es überhaupt möglich ist ein Wlan zu finden. Alle meine Beschreibungen werden sehr grob ausfallen. Wer sich wirklich mit diesem Thema beschäftigen möchte sollte sich besser selbst mit den Einzelheiten auseinandersetzen. Anhand folgender Ausrüstung, welche ich selbst besitze, werde ich die Beschreibung und meine Beispiele machen. Sharp Zaurus PDA for WLAN security testing Um mich nicht schon beim Suchen mit einem grossen und auffälligen Notebook herumschlagen zu müssen habe ich den Sharp Zaurus SL-5500G mit einer SanDisk CompactFlash 802.11b Low Power Wireless LAN Card. Die Wlan Karte braucht sehr wenig Strom und hat einen Prism II-Chip verbaut. Will man eine Wlan-Karte, welche ohne Probleme mit Linux zusammenarbeiten, sollte man auf diesen Chip achten. Mit Hilfe von meinem kleinen Zaurus kann ich nun sehr bequem und unauffällig durch die Gegend laufen und nach WLANs ausschau halten. Habe ich dort mit Hilfe vom Wellenreiter ein Funknetzwerk gefunden, bekomme ich gleich einige wichtige Informationen. Diese helfen mir dann dabei das Wlan einzuordnen. Hat man ein Netz gefunden, welches interessant ausschaut (meist schon an der SSID zu erkennen), ist es natürlich angenehmer mit einem Notebook zu arbeiten. Auch die Möglichkeiten sind hier grösser. Jetzt gibt es aber wieder Probleme. Mit einem Notebook in der Hand fällt man auf. Man muss sich also in eine Ecke verdrücken. Meist leidet der Empfang darunter. Sitzt man im Auto schirmt das Metall sofort alles ab. Darum gibt es so etwas: WLAN antenna for extended signal reception Links ist ein Standfuss mit Magnet. Dieser hält auch bei 50km/h noch auf dem Autodach. Auf diesen wird nun die Antenne (Mitte) geschraubt. Dieses kann man nun ohne Probleme in die Orinoco Gold PCMCIA-Karte (rechts) stecken, hier ist auch ein Prism II Chip verbaut. Fertig….. Der Empfang ist einfach nur geil. Egal wo man nun genau sitzt! Jetzt fehlt nur noch ein Notebook. Notebook running WLAN security tools Ich nutze ein Fujitsu Siemens LifeBook E 7110! Linux arbeiten mit allen Komponenten in diesem Notebook ohne Probleme und gebastel zusammen. Um Funknetzwerke zu finden, muss die Wlan-Karte in den Monitor Mode gesetzt werden. Im Monitor Mode nimmt die Karte alle Packet an. Egal aus welchem Netz sie kommen und egal für wen sie bestimmt sind. Der Standart Linux-Kernel kann die Karte nicht in den Monitor Mode setzen. Dieser muss also gepatch werden oder es muss ein passendes Kernelmodul erstellt werden. Am einfachsten geht es so: 0. Mit iwpriv schauen ob der eigene Kernel vielleicht schon gepatcht wurde! 1. Quellen des aktuellen Kernels installieren. 2. gcc installieren. 3. Die aktuelle Konfiguration des Kernels ins root der Kernelquellen legen. Unter Suse: zcat /proc/config.gz > .config Als Root unter /usr/src/linux 4. Saug dir hier die Datei orinoco-0.13e-SN-5.tar.bz2 5. Datei schön entpacken! 6. Als Root-User folgendes im root des Kernelmodules tippern: make modules; make install 7. alle Dateien mit der Endung ko in /lib/modules/dein-aktueller-kernel/drivers/net/wireless kopieren. Vorher Sicherung davon machen, da du einiges überschreiben musst! 8. Neustarten oder die Module entladen und laden. Jetzt sollte nach der Eingabe von „iwpriv“, beim Teil der Wlan-Karte der Monitor Mode auftauchen. Um mit dem Notebook nun nach Wlans zu suchen, nutzt man am besten das Programm Kismet. Kismet wireless network scanner interface Dieses sollte vorher noch konfigurieren werden;-). Es gibt unter /etc/kismet/ die Datei: kismet.conf. In dieser müssen wir zwei Änderungen vornehmen. Beim Punkt „suiduser=“ tragen wir hinter dem = unseren Usernamen ein mit dem wir auf der Linux Kiste arbeiten. Am Punkt „source=“ tragen wir hinter dem = folgendes ein: orinoco,eth1,orinocosource Wobei wir eth1 natürlich gegebenenfalls gegen unsere Wlan-Karte austauschen! Ein „sudo kismet“ in der Userkonsole sollte nun das Programm starten und sogleich nach Netzen suchen. Haben wir eines gefunden und wollen erst einmal nachschauen, was genau dort durch die Gegend fliegt. Brauchen wir dazu ein Programm mit dessen Hilfe wir den Datenstrom auslesen können. Dieses erledigt Ethereal super. Später ist es auch drin, mit diesem Programm sehr komplexe Filterungen auf den Datenstrom anzuwenden. Da wir aber nur die Daten annehmen können welche auf unserem Channel gesendet werden. Betreibt Kismet Channelhopping. D.h.: Kismet springt im ms. Takt vom Einen in den Anderen Channel. Wenn wir einen konstanten Datenstrom mitlesen wollen, ist das scheisse! Wir können dann ja nur die Daten mitlesen, wenn wir auch gerade im passenden Channel sind. Daher beenden wir Kismet und setzen die Karte von Hand in den Monitor Mode und den passenden Channel. Dieses geht als User-Root so: iwpriv eth1 monitor 1 1 eth1 ist in diesem Fall die Wlan-Karte, mit monitor 1 sagen wir das der Monitor Mode gestartet werden soll (mit iwpriv eth1 monitor 0 würden wir ihn also wieder beenden) und die letzte 1 gibt den Channel an, in welchem die Karte gesetzt werden soll. Ethereal network traffic monitor capturing packets Ethereal kann nun mit den im Bild angezeitgen Optionen gestartet werden. Nun würde Ethereal JEDES Datenpaket welches im Channel 1 durch die Gegend fliegt auffangen und speichern. Sollte auf dem AccessPoint eine Mac-Adressenfilterung eingerichtet sein, so müssen wir uns um diese nicht weiter kümmern. Wir versuchen uns ja nicht am AP anzumelden, sondern hören ja einfach nur zu. Interessant wird es erst, wenn das Netzwerk die Daten verschlüsselt überträgt. Wir bekommen zwar immer noch alles, können damit aber nichts mehr anfangen. Es ist aber Möglich WEP-Verschlüsselungen aufzubrechen, den Schlüssel zu errechnen. AirSnort WEP key recovery tool AirSnort ist ein Programm welches genau das macht. Es kann die Karte in den Monitor-Mode packen. Wenn vom User gewünscht auch gleich noch in den passenden Channel. Ab diesem Zeitpunkt sammelt Airsnort die verschlüsselten Packete. Bei einer 128 Bit WEP Verschlüsselung muss es ca. 6 Millionen Pakete sammeln. Das liegt daran, dass für die WEP Verschlüsselung nur ein begrenzter Zufallszahlenraum zur Verfühgung steht. Nach ca. 6 Millionen Paketen wiederholen sich in jedem Fall Teile. Mit diesen kann AirSnort nun rechnen. Hat AirSnort den Schlüssel erfolgreich errechnet, tragen wir ihn einfach mit iwpriv bei unserer Wlan-Karte ein und schon kann es weiter gehen! WEP Verschlüsselungen mit einer Stärke von 256 Bit sind im Vergleich noch sehr sicher. Es würde eine sehr lange Zeit dauern die notwendigen Pakete zu sammeln. Leider arbeiten kaum Karten mit 256 Bit WEP Schlüsseln. Es gibt auch eine neue Methode: WPA… WPA gilt bisher als sicher. Ich stufe mein Wlan immer noch als ein feindliches Netz ein. So behandelt es auch meine Firewall und so sollte es jeder Admin behandeln. Es ist und bleibt wohl noch über lange Zeit ein grosses Sicherheitsproblem. Genauere Fragen zu diesem Thema beantworte ich gerne per E-Mail! Solltest du Fragen stellen achte bitte darauf deine Frage so genau wie irgend möglich zu stellen. Beschreibe kurz dein Problem, haue mich nicht mit log und configs zu und habe etwas Geduld. Ich bekomme nicht nur eine E-Mail am Tag. Darum werde ich ganz sicher nicht auf unfreundliche und ungenaue Fragen antworten. KEINER hat ein Recht drauf von mir Support zu bekommen!!

Dualhead mit KDE

Ich habe mir vor ein paar Tagen eine neue Grafikkarte geleistet. Es ist eine Gainward PowerPack Ultra /1980. Auf dieser ist ein GeForce 6600GT Chip mit 256MB DDR3 RAM verbastelt. Nun hat die Karte einen Analogen VGA Connector und einen DVI Connector. Ich selbst habe hier noch einen 17” CRT Monitor in der Ecke stehen. Da ist mir nun eine Idee gekommen…. Ich könnte ja einfach zwei Monitore an meinen Linux Rechner anschließen. An meinem Hauptrechner ist ein 19” CRT Monitor mit Analogeingang angeschlossen. Diesen einfach mit dem DVI Adapter an den DVI Connector der VGA-Karte und den 17“ CRT Monitor (auch Analogeingang) an den normalen Analog VGA Connector der VGA-Karte. Tja… einschalten und schaut selbst: KDE dual monitor desktop setup with Nvidia Beim Booten zeigen beide Monitore schon mal das gleiche an. Zumindest bis der X-Server gestartet wird. Bei mir werkelt der X.org. Ist dieser gestartet wird der zweite Monitor abgeschaltet und alles läuft weiter wie gehabt. 🙁 Also schnell STRG + ALT + F1 gedrückt als root angemeldet und direkt mit dem vi in die xorg.conf…. Hier habe ich nun folgendes eingetragen:
Section "ServerLayout"
Identifier "XFree86 Dual-Head"
Screen "Screen0"
Screen "Screen1" RightOf "Screen0"
InputDevice "Keyboard0" "CoreKeyboard"
InputDevice "PS/2 Mouse" "CorePointer"
Option "Xinerama" "on"
EndSection
Hier ist der Eintrag Option „Xinerama“ „on“hinzugekommen. Dann die Screen-Sektion! Hier sind die beiden Screens (unten steht mehr) eingetragen. Wichtig ist das RightOf… Dieses gibt an, welche Monitor wo seht. Ok und den Identifier habe ich etwas umbenannt das ist aber für die Funktion uninteressant! Die weiteren Punkte sind wie so oft selbsterklärend, finde ich zumindest.
Section "Monitor"
Identifier "Monitor0"
VendorName "AOC"
ModelName "19"
Option "DPMS"
EndSection

Section "Monitor"
Identifier "Monitor1"
VendorName "AOC"
ModelName "17"
Option "DPMS"
EndSection

Section "Device" Identifier "Card0"
Driver "nvidia"
VendorName "Nvidia Technologies Inc"
BoardName "Nvidia 6600 GT"
BusID "PCI:1:0:0"
Screen 0
Option "AGPFastWrite" "True"
EndSection

Section "Device"
Identifier "Card1"
Driver "nvidia"
VendorName "Nvidia Technologies Inc"
BoardName "Nvidia 6600 GT"
BusID "PCI:1:0:0"
Screen 1
Option "AGPFastWrite" "True"
EndSection

Section "Screen"
Identifier "Screen0"
Device "Card0"
Monitor "Monitor0"
DefaultDepth 24
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1280x1024"
EndSubSection
EndSection

Section "Screen"
Identifier "Screen1"
Device "Card1"
Monitor "Monitor1"
DefaultDepth 24
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1280x1024"
EndSubSection
EndSection
So schaut des ganze auf dem Desktop aus wenn es funktioniert. Der Hintergrund ist von http://www.deviantart.com Widescreen display configuration under KDE

Fragen? Einfach melden.

DAVfs2 und GMX: WebDAV unter Linux einrichten

Mit davfs2 den 1GB großen GMX Account als Laufwerk einbinden.

Den GMX Account gibt es kostenlos und man hat die Möglichkeit ihn mit bis zu 1GB Daten zu füttern. Fast jeder Linux User hat schon in den Konqueror ein: webdavs://mediacenter.gmx.net/ getippert und dort einige Daten zwischengelagert oder sonst etwas damit angestellt!

Wäre es nicht aber eine wunderbare Sache diesen Speicherplatz zu mounten und dann so nutzen zu können wie jedes andere „normale“ Laufwerk?

Ein großer Vorteil ist die Erreichbarkeit. Denn fast alles läuft über https. Ist also fast in jeder Firewall offen und es ist verschlüsselt. Was will man mehr?

Wer es nun einrichten möchte, sollte wie folgt vorgehen:

1.
Zuerst muss das Paket „davfs2“ installiert werden. Gentoo User machen einfach mal ein emerge -a davfs2. Unter /etc/davfs2 müssen in der Datei ’secrets‘ die Accountdaten für das GMX-Mediacenter, nach folgendem Schema, gespeichert werden:

# 1. Account
https://XXXXXXXX@mediacenter.gmx.net/ XXXXXXXX „Passwort1“
# 2. Account
https://YYYYYYYY@mediacenter.gmx.net/ YYYYYYYY „Passwort2“

Die Buchstabenreihe ist hier gegen die achtstellige Kundennummer des Accounts zu ersetzten. In der Datei wird nun das Kennwort im Klartext stehen. Aus diesem Grund sollte die Datei nur vom root zu lesen sein chmod 0600!

2.
Mountpunkte setzen und User-Mount erlauben

Zuerst muss im Dateisystem für die externen Datenspeicher ein Mountpunkt angelegt werden. In diesem Beispiel werden ‚/mnt/extern1‘ resp. ‚extern2‘ verwendet.

Die Datei /etc/fstab wird sodann um die zwei Mounpunkte und den Mountparametern erweitert:

https://XXXXXXXX@mediacenter.gmx.net/ /mnt/extern1 davfs user,noauto 0 0
https://YYYYYYYY@mediacenter.gmx.net/ /mnt/extern2 davfs user,noauto 0 0

 Als root kann man nun mit mount /mnt/extern1 den externen Webdav-Datenspeicher einbinden. Damit aber ein normaler User die Mediacenter mounten kann, müssen zusätzliche Vorkehrungen getroffen werden.

Auf /usr/lib/mount-davfs-2.6 muss das SUID-Bit als root mit chmod 4755 gesetzt werden. Wer einen 2.4er-Kernel verwendet, nimmt /usr/lib/mount-davfs-2.4.

Der herkömmliche Benutzer besitzt keine Schreibrechte auf /var/run/mount.davfs. Da in diesem Verzeichnis die PID des Mountprozesses abgelegt wird, sollte man als root die Berechtigungen bspw. mit chmod auf ‚0770‘ setzen und die Gruppe des Verzeichnisses mit chgrp auf ‚users‘ (z.B.) setzen. Hier kann man verfahren wie man möchte, Hauptsache ist nur, dass der oder die Benutzer das Verzeichnis schreiben dürfen. Allerdings empfiehlt sich ein chmod 0777 nicht unbedingt.

Als letzten Schritt kopiert man die Datei /etc/davfs2/secrets in das Homeverzeichnis des entsprechenden Benutzers in den Ordner ~/.davfs2. Auch hier muss die Datei secrets die Zugriffsrechte 0600 aufweisen.

Fragen? Einfach melden.

Neuere Beiträge »

© 2026 -=Kernel-Error=-RSS

Theme von Anders NorénHoch ↑