Google schaut in die E-Mails seiner gmail Nutzer, wertet den Inhalt aus und zeigt dem Nutzer dann maßgeschneiderte Werbung…. OK, ist jetzt nichts Neues! Nun hat Google aber bekanntgegeben dass sie zumindest keine Schüler mehr in dieser Form abschnorcheln will.
Toll, oder? Super… Alle freuen sich… O_o ALLE FREUEN SICH! Leute, schlaft ihr alle? Google durchsucht, nach eigenen Angaben, keine E-Mail Accounts von Schülern mehr und SCHÜTZT sie somit vor Werbung welche zu E-Mail Inhalten passt!!!!!
Das ist so als wenn der Postbote die Briefe liest und immer direkt das passende Werbeprospekt beilegt. Warum freuen sich alle? Ich verstehe es nicht, tut mir leid!
Ich habe meiner Kiste SPDY beigebracht… Damit soll der Zugriff nun NOCH schnell sein, wenn die Webseite per SSL/TLS also https aufgerufen wird. Da meine Seit nur per TLS erreichbar ist, sollte es also für alle bei jedem Aufruf schneller sein. So zumindest die Theorie.
Au man… Das ist ja der Hammer! Wie konnte denn bitte dieser Scheiß passieren? Zum Glück war mein System noch auf der Version 0.9… Aber keine Sorge, ich muss an genug anderen Systemen neue Schlüssel erstellen und die Anwender zu neuen Kennwörter „überreden“.
Das ist einer der größten Löcher die ich bisher gesehen habe und wer hat es gefunden? Google…. Ö_ö
Hier muss nun unbedingt ein Plan her für besseren Code Audit, richtig? Ich habe sogar bereits von Exploids gelesen, welche noch vor dem Bekanntwerden im Umlauf gewesen sein sollen. Alle Systeme mit den bösen Versionsständen müssen also als kompromittiert angesehen werden. Ich habe nun schon mit einigen Leuten darüber gesprochen und in diesem Punkt stimmen mir die Meisten zu, bis zu dem Punkt an welchem die damit verbundenen Konsequenzen klar werden. Also neue Schlüssel bauen, von der CA signieren lassen, einbinden, allen Anwendern neue Kennwörter zuschieben usw. usw. usw… Denn mit dem einspielen der Patches ist zwar das Loch gestopft, die möglicherweise abgeschnorchelten und vielleicht bereits missbrauchten Daten sind damit noch nicht zurückgeholt. Denn noch tun sich hier einige Entscheider schwer..
Richtig unangenehm wird es, wenn man daran denkt das in der Vergangenheit aufgezeichnete -verschlüsselte- Daten mit dem vielleicht eingesammelten privaten Schlüssel nun entschlüsselt werden können. Es sei denn Perfect Forward Secrecy war aktiviert. Das ist wohl das Gute an der ganzen Nummer. Man hat nun nicht nur einen theoretischen Grund um PFS einzuführen.
O-o nun mal im Ernst, mich wundert an der Geschichte eher dass dieses Viele überrascht. Schauen wir uns doch mal die durchschnittlichen Kennwörter der meistern Benutzer an. Die sind nicht wirklich gut und oft haben sie ebenfalls nur ein Kennwort für alle ihre Dienste. Natürlich haben sie ja per default nichts zu verbergen, also wird auf „Sicherheit“ nicht unbedingt Wert gelegt… Klar geht mir in diesen Fällen immer ein Schmunzeln über die Lippen. Denn man hat ja nichts zu verbergen und ist ja alles nicht SO schlimm. Nur wenn mein E-Mail Passwort von anderen geklaut wurde, ne da muss natürlich was passieren.
Ich lese und höre in den letzten Tagen immer das fiese, böse, Masken und Kapuzen tragende Hacker die E-Mail Accounts gehackt hätten. Viel eher werden wohl verseuchte Rechner die Kennwörter bei der Eingabe oder Übertragung eingesammelt und Kriminellen geschickt haben. Wenn ich mich so bei einigen Kunden umschaue sieht man schnell dass die großen drei Sicherheitslöcher Anwendungsprogramme (Java, Flash, PDF) meist in recht alten Versionen vorliegen. Die Microsoft Produkte selbst bekommen ja meist per WSUS oder direkt von Microsoft ihre Updates. Java, Flash oder der Acrobat Reader kümmern sich „selbst“ darum. Leider muss der Anwender für die Installation der Updates administrative Rechte auf dem Rechner haben. Sonst kann er die Installation kaum durchführen. Gut, es gibt auch hier Lösungen… Welche ich produktiv im Einsatz gesehen habe kann ich an einer Hand abzählen. Daher hängt es mal wieder vom Einsatz der hauseigenen IT ab. Das klappt mal gut, mal weniger gut. Gibt es keine eigene IT, sieht es schnell schlecht aus. Warum muss überhaupt jeder Anwender ins Internet und warum immer mit Flash, Java und PDF?!?!
Es lässt sich kaum ändern. Vor einiger Zeit hatten wir ja schon mal etwas ähnliches. Wie groß ist dann wohl die Dunkelziffer ? Beim letzten mal hat unser BSI nach langem überlegen die Idee eine Webseite zur Verfügung zu stellen auf welcher man seine E-Mail Adresse eingeben kann. Die Webseite war natürlich sofort tot und nicht erreichbar. Wer hätte schon damit rechnen können dass die eingeschüchterten Benutzer es wirklich probieren könnten? *kopfschüttel*
Man hat also seine E-Mail Adresse eingegeben und hat daraufhin die Info bekommen: Wenn deine E-Mail Konto geklaut wurde, dann bekommst du von uns eine GPG signierte E-Mail mit folgendem Betreff (Zufallszeichen). Nur wenn die E-Mail auch diesen Betreff hat ist sie von uns und du hast ein Problem!
Einmal mit Profis…. Nun nehmen wir das mal eben auseinander:
1. der GPG Schlüssel vom BSI ist auf der gleichen Webseite zu saugen und ist so vertrauenswürdig wie „der dicke Mann aus der Sparkassenwerbung“… 2. GPG ist toll nur wie viele der Anwender nutzen es wohl? 3. der Betreff, auf welchen es ankommt, wird bei einer GPG signierten E-Mail NICHT signiert. Er kann also wild geändert werden… 4. die E-Mail welche den Anwender darüber informiert das sein Account ggf. von anderen missbraucht wird, geht also an diesen Account. Der Missbrauchende müsste sie also nur ?löschen?.
Welcher Internetausdrucker hat sich dieses bitte überlegt?!?!?
Diese Kritikpunkte sind beim BSI angekommen und man könnte meinen, sie hätten es beim jetzt neuen Fall besser gemacht… Haben sie?
Natürlich nicht!!!
Zusätzlich wird man nun noch von seinem Provider informiert das sein Account „gefressen“ wurde und direkt gezwungen sein Kennwort zu ändern. Klappt natürlich nur bei den großen Providern. Ja OK, die meisten abgefischten Accounts liegen dort… Macht es denn noch nicht wirklich besser, oder?
Jetzt halten einige von den Pressemenschen wieder jedem dritten ihr Mikrofon unter die Nase… Dabei ergeben sich so Ideen wie: Es muss rechtliche Regelungen für so etwas geben. Zwei Wege Authentisierung usw. usw… Ob das wirklich alles so richtig ist?
Was bringt das alles wenn man Windows XP einsetzt, Java und Flash einem Sieb ähneln und die großen Provider dir beim Login erzählen das dein Adblocker die Sicherheit deines Browsers gefährdet? Dann sind wir schon bei E-Mail Made in Germany, richtig? Die Jungs hängen gerade an die große Glocke dass sie es 2014 geschafft haben TLS für ihre Verbindung einzuschalten und für die Anmeldung voraussetzten. 2014… Ich meine 2014… Das ist knapp 20 Jahre als. 2014. Die haben ihren Werbemastschweinen Kunden bis 2014 per Plaintext (also im Klartext) ein Login gestellt. Jeder hat durch bloßes hinschauen die Zugangsdaten abschreiben können. Die kommen dann mit „Sicherheit wiederherstellen“ und E-Mail Made in Germany und jetzt ist alles sicher?
Ach ich rege mich hier schon wieder auf…
Vielleicht sollte man aufhören seine Kunden auszuquetschen und mit Müll zu füttern. Hm, setzt natürlich voraus das die Kunden es wollen und vor allem mal von ihrem „kostenlos“ Ding wegkommen. Ach, ich höre nun auf, sonst habe ich für heute wieder schlechte Laune!
Unsichere Protokolle und Chiper aus Postfix, Dovecot und Apache2 sind schonmal weg!
Jetzt ist mein xmpp Jabber Server ejabberd dran… Auch hier müssen die Protokolle SSLv2 sowie SSLv3 weichen. Nur alles größer TLSv1 ist erlaubt…. Bei den Chipern fliegt alles raus das „böse“ ist… Zum Beispiel MD5, RC4 usw. usw… Natürlich werden auch die ECDHE Cipher suite aktiviert um Forward secrecy zu unterstützen.
Ich habe den Facebook Like Button und Google Plus One Button nun doch von der Webseite geworfen. Ich kann ja schlecht immer darauf schimpfen und es dann doch selbst in die Webseite schrauben, oder? Klar sammelt man darüber den einen oder anderen Like oder Plus One ein und natürlich „hilft“ einem dieses. Kosten nutzen passt aber einfach nicht
Vor allem mein Gewissen macht hier nicht mit. Zudem muss jeder Besucher noch wieder irgendwelchen externen Code nachladen das ggf. nicht verschlüsselt und die Besucher müssen sich so noch einmal zusätzlich traken lassen und das alles für was? Genau…
Mir rennt hier gerade eine Kiste aus ?Schweden? ganz schön die Bude ein und versucht seinen SPAM bei mir abzuladen..
Alles von post.lidingo.se[194.22.4.7]… Ein wc -l sagt mir nach einem grep mit |der letzten Stunde: 7606
Die Kiste steht bereits ganz fett in allen möglichen RBL Listen, was ist denn da los? Na ja, für Spaß habe ich noch mal etwas in deren Abuse Mailbox gekippt, vielleicht reagiert ja jemand 😛
Sind die Schweden jetzt die neuen „Chinesen“? Solche Aktionen bin ich sonst eher von dort gewohnt. Da kann man sich die abuse mail aber auch meist sparen!
Nach der NSA „Geschichte“ sollte klar sein dass man mehr denn je darauf achten sollte eine möglichst sichere Verschlüsselung zu nutzen. Als Benutzer kann man leider nicht immer Einfluss auf die Gegenseite, den Server nehmen. Um denn noch etwas mehr steuern zu können, dass eine „sichere“ Verschlüsselung benutzt wird kann jeder etwas an seinem Client schrauben.
Warum? Nun ja….. Nehmen wir als Beispiel den Firefox Web Browser. Dieser unterstützt viele verschiedene Protokolle, diese noch in vielen verschiedenen Version und noch mehr Chiffrensammlungen. Die Gegenseite sollte ebenso mehrere Verfahren unterstützten. Der Hintergedanke dabei ist dass sich beide Seiten so auf ein Verfahren einigen können welches beide unterstützen. Wenn man also nun seinen Client nur Verfahren anbieten lässt, welche man als sicher erachtet… Tja, dann können sich beide nur auf ein sicheres Verfahren einigen. OK, wenn der Server nun nichts „sicheres“ anbietet, werden sie sich nicht einig werden. An dem Punkt muss man sich dann fragen ob man wirklich „unsicher“ mit der Gegenseite sprechen möchte oder nicht!
Es ist doch hin und wieder erschreckend, welche Seite nur ~schlechte~ Chipher anbieten. Hier ist wohl, wie so oft per IPv6, ein Weg zur Lösung… Nachfragen 🙂 Also den Betreibern einer solchen Seite die Frage stellen, warum geht das nicht?!?! Manche Antworten sind echt lustig 😛
Ich denke es gibt drei große Punkte an denen man ansetzten kann:
1. Sorgt dafür das der Browser nur noch als sicher bekannte Protokolle nutzt. 2. Wirft die als unsicher geltende RC4 Cipher Suite raus. 3. Sorgt dafür das selbst aufgezeichnete SSL/TLS Verbindungen in der Zukunft nicht so schnell gebrochen werden können, selbst wenn die Rechenleistung deutlich zunimmt.
Im Firefox lässt sich alles schnell und sehr einfach über die Seite: about:config einrichten.
B.t.w.: TLS (Transport Layer Security) ist der Nachfolger, die Weiterentwicklung von SSL (Secure Sockets Layer). Wir sprechen also besser nur von TLS, oder? Zurück zum Text…
1. TLS Version 1.0 als kleinstes unterstütztes Protokoll. Unter der about:config Seite in der Suche nach security.tls.version suchen. Hier den Wert security.tls.version.max auf 3 und den Wert security.tls.version.min auf 1 setzten.
2. RC4 Cipher Suite deaktivieren. Wieder über die Suche der about:config Seite nach rc4 suchen. Nun bei allen angezeigten Zeilen den Wert auf false setzten.
3. Perfect Forwad Secrecy (PFS) vorschreiben Erraten, about:config und die Suche benutzen. Gesucht wird security.ssl3…. Bei den Suchergebnissen nun alle Werte auf false setzten bei denen nicht ECDHE, DHE oder RC4 (wobei die RC4 „Jungs“ sollten ja bereits aus sein) in der Bezeichnung steht.
Ach ja…. Die Seite https://www.ausweisapp.bund.de/ kann spannenderweise nicht mehr aufgerufen werden, wenn man diese sicheren Einstellungen in seinem Browser vorschreibt. Lustig, hm?
U-P-D-A-T-E
Wem das alles etwas zu hart ist, der kann bei security.ssl3 den Wert: security.ssl3.rsa_aes_256_sha auf true lassen/setzten. Dieses würde sich zwar vielleicht mit steigender Rechenleistung entschlüsseln lassen. Ist aber aktuell noch recht sicher und wird von mehr Webseiten angeboten als nur auf Diffie Hellman zu setzten.
Es ist ja nicht zu glauben… Da scheint eine ganze Chinabude nichts weiter zutun zu haben als SSH Burte Force Attacken durchlaufen zu lassen. Dieser Netzowner geht mir gerade tierisch auf die Nerven. Ich bekommen durchgehen Angriffe aus Netzen bei dem er der Eigentümer ist. Das ist im Moment auch echt massiv 🙁
Warum zum Eimer werde ich neuerdings auf Port 445/tcp angepümmelt?
Ist wieder irgendein Rotz unterwegs der da etwas Neues ausnutzt? Ich meine, wer macht schon smb/samba ins Internet? Etwas Traffic ist ja immer klopfend auf dem Port… Kaum ist es 2014 schon brennt hier der Baum?!? Ich habe alleine heute 9k Versuche geloggt. Können wir nicht langsam mal dieses hässliche IPv4 Protokoll abschalten, damit diese Bots aufhören Ranges abzuklopfen?
TCP SYN/Normal scan from host: 1.2.3.4/1.2.3.4 to TCP port: 445