Wer Chrome unter Linux für Videocalls oder Microsoft Teams nutzt, kennt das Problem: hohe CPU-Auslastung, träge Performance, unscharfer Hintergrund fühlt sich an als wäre das System 15 Jahre alt. Ob Chrome aus den Paketquellen oder als Flatpak installiert ist, macht keinen Unterschied.
Die Ursache: Chrome nutzt unter Linux standardmäßig kaum GPU-Beschleunigung. Das lässt sich ändern.
Voraussetzung: VA-API prüfen
Zuerst sicherstellen, dass vainfo in der Konsole ohne Fehler läuft. Die meisten Distributionen bringen das out of the box mit. Falls nicht, gibt es im Arch Wiki gute Anleitungen dazu.
Aktuellen Status prüfen
In Chrome chrome://gpu aufrufen. Typischerweise sind Video Encode, Vulkan und WebGPU deaktiviert. Nach der Anpassung sieht es so aus:
- Rasterization: Hardware accelerated on all pages (vorher: nur „Hardware accelerated“)
- Video Encode: Hardware accelerated (vorher: Software only)
- Vulkan: Enabled (vorher: Disabled)
- WebGPU: Hardware accelerated (vorher: Disabled)
Konfiguration
Die Flags kommen in eine Konfigurationsdatei:
- Chrome/Chromium aus Paketquellen:
~/.config/chromium-flags.conf - Chrome als Flatpak:
~/.var/app/com.google.Chrome/config/chrome-flags.conf
--ignore-gpu-blocklist --enable-zero-copy --enable-gpu-rasterization --enable-gpu-compositing --enable-smooth-scrolling --canvas-oop-rasterization --disable-direct-composition-bug-workarounds --enable-unsafe-webgpu --enable-features=VaapiVideoDecoder,VaapiVideoEncoder,VaapiIgnoreDriverChecks,Vulkan,DefaultANGLEVulkan,VulkanFromANGLE,UseOzonePlatform --ozone-platform=x11
Chrome neu starten und chrome://gpu erneut prüfen.
Tipp für Flatpak-Nutzer: Flatseal macht die allgemeine Konfiguration von Flatpaks deutlich bequemer.
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