ZFS bringt NFS-Freigaben als eingebaute Funktion mit — kein separater NFS-Server nötig, ein einziges Property reicht. Das funktioniert unter Solaris, OpenIndiana und teilweise auch unter FreeBSD.
NFS-Freigabe erstellen
Dataset anlegen und per NFS freigeben:
zfs create rpool/daten zfs set sharenfs=on rpool/daten zfs get sharenfs rpool/daten NAME PROPERTY VALUE SOURCE rpool/daten sharenfs on local
Das war es. Das Dataset ist jetzt per NFS im Netzwerk verfügbar — für alle Clients, ohne Einschränkung.
NFS-Optionen
Statt on lassen sich die üblichen NFS-Optionen direkt im Property angeben — zum Beispiel Zugriff nur für ein bestimmtes Subnetz:
# Nur Lesen/Schreiben für ein Subnetz zfs set sharenfs="rw=@192.168.1.0/24" rpool/daten # Nur Lesen für alle, Schreiben für ein Subnetz zfs set sharenfs="ro,rw=@10.0.0.0/8" rpool/daten # Freigabe prüfen share -F nfs
Auf dem Client mounten:
mount -t nfs server:/rpool/daten /mnt/daten
Portabilität
Ein netter Nebeneffekt: ZFS-Properties wandern mit dem Pool. Exportiert man den Pool und importiert ihn auf einem anderen System, ist die NFS-Freigabe sofort wieder aktiv:
# Pool exportieren (z.B. vor dem Umstecken einer USB-Platte) zpool export nfs-share # Auf einem anderen System importieren — Share ist sofort da zpool import nfs-share
Alle ZFS-Einstellungen — Compression, Quotas, Snapshots, Freigaben — bleiben erhalten. Für SMB-Freigaben statt NFS siehe ZFS SMB-Freigaben mit sharesmb. Mehr zu ZFS: ZFS Compression und Deduplication. Fragen? Einfach melden.
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