IT-Blog von Sebastian van de Meer

Schlagwort: BSI

BSI will Straffreiheit: Mehr Rechtssicherheit für ethische Hacker

free ethical hackers

Wir leben in Deutschland ja ein bisschen im „Anzeige-ist-raus“-Land. Das merken auch Security-Researcher und ethische Hacker. Solange man Eigentümer:innen/Betreiber:innen nur auf frei und offen erreichbare Probleme hinweist, ist die Welt halbwegs in Ordnung. Sobald man aber beginnt, Schutzmechanismen zu überwinden oder Anwendungen zu übervorteilen, wird’s schnell juristisch dünn. Genau deshalb melde ich in der Regel nur komplett offen erreichbare Dinge – außer es gibt eine security.txt mit klarer Policy oder ein offenes Bug-Bounty mit Safe-Harbor.

Picture of an useless gate.

Ein „Schutzmechanismus“ kann schon eine simple Basic-Auth sein. Kennt ihr dieses Bild vom Gartentor mitten auf dem Weg? Kein Zaun, keine Mauer, nur ein Tor. Auf dem Weg geht’s nicht weiter – aber einen Schritt nach links über die Wiese, und zack, ums Tor herum. Juristisch blöd: Das Umgehen dieses „Törchens“ kann bereits als Überwinden einer Zugangssicherung gewertet werden. Für die Meldenden kann das zum Problem werden, obwohl sie eigentlich helfen wollen.

Die Konsequenz: Selbst krasse Lücken werden oft gar nicht gemeldet, wenn davor ein Gartentörchen steht. Leute mit schlechten Absichten gehen natürlich einfach drumherum und nutzen die Lücke – anonym und schwer nachverfolgbar. Ergebnis: Probleme bleiben länger offen, statt sie sauber zu fixen.

Das sieht auch das BSI so und fordert schon länger mehr Rechtssicherheit für Security-Forschung. Aktuell gibt es wieder Bewegung: BSI-Präsidentin Claudia Plattner plädiert öffentlich für eine Entkriminalisierung ethischer Hacker – sinngemäß: „Wer uns vor Cyberangriffen schützt, darf dafür nicht bestraft werden.“ Die letzte Bundesregierung hatte sogar schon einen Entwurf zur Anpassung des sogenannten Hackerparagrafen in der Pipeline; die neue Regierung prüft das Thema weiter.

Zur Einordnung, worum es geht:

Strafgesetzbuch (StGB) – § 202a Ausspähen von Daten
(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

Das Problem ist weniger § 202a an sich als das fehlende Safe-Harbor für verantwortungsvolles Melden (Coordinated/Responsible Disclosure). Wenn schon Basic-Auth oder ein dünnes „Do-not-enter“-Schild als „Zugangssicherung“ zählt, macht das legitime Forschung riskant – und genau das will das BSI ändern. Schutz für die Guten, klare Grenzen gegen echten Missbrauch.

Den aktuellen Überblick fasst Golem gut zusammen; lesenswert:
https://www.golem.de/news/hackerparagraf-bsi-chefin-fordert-straffreiheit-fuer-ethische-hacker-2511-201852.html

Meta: Ja, ich bleibe auch künftig bei meiner Linie: Tests nur im eigenen Lab oder mit expliziter Erlaubnis. Alles andere ist nicht nur unklug, sondern schlicht rechtlich riskant.

Ich bleibe bei meinem Tipp für euch: Veröffentlicht eine security.txt. Solltet ihr mal einen Hinweis bekommen, erinnert euch bitte daran, dass die Person gerade den größten Aufwand und das größte Risiko eingeht, um euch auf ein Problem aufmerksam zu machen. Es wäre viel einfacher, die Lücke für sich auszunutzen, zu verkaufen oder sonst wie zu missbrauchen, als den Schritt nach vorne zu gehen und euch fair zu informieren.

Natürlich meine ich damit nicht die Leute, die erst einmal 5.000 € „Audit-Gebühr“ sehen wollen oder beim ungefragten Pentesting eure komplette IT aus dem Verkehr schießen. Ich meine die Menschen, die euch auf dem REWE-Parkplatz freundlich darauf hinweisen, dass ihr euer Portemonnaie auf dem Autodach liegen gelassen habt.

Bedankt euch einfach. 🙂

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ownCloud / Nextcloud Security Scanner

Ihr erinnert euch doch sicher noch an meinen Bla zum BSI und nextcloud, oder? ==> Die Jungs vom BSI und nextcloud

Inzwischen ist der Scanner wohl für jeden einfach nutzbar… So wie man es von Qualys oder ähnlichem kennt. Einfach mal hier klicken: https://scan.nextcloud.com/ und fröhlich scannen.

Solche Scanner haben ja auch schon irgendwie etwas für sich, oder? Ein A+ sollte wohl für den Moment jeder ohne weitere Probleme erreichen können!

So long…

Siehe auch: MTA-STS einrichten

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Die Jungs vom BSI und Nextcloud: Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Nextcloud hat sie die Mühe gemacht und mal nach owncloud und nextcloud Installationen gesucht. Dabei haben sie direkt mal geprüft wie sicher oder unsicher die wohl sind. Das hat seinen Weg zum BSI gefunden und die haben dann die abuse Adressen aller Netzbetreiber „gefüttert“.

Erstmal keine schlechte Idee. Natürlich will nextcloud was damit erreichen, das BSI macht auch brav mit super… Solange wir alle IPv4 machen läuft diese Version auch!

Oh ja, die abuse Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
 ownCloud und Nextcloud sind Software-Lsungen zum Betrieb selbst
 gehosteter Cloud-Instanzen zur Synchronisation und zum Austausch
 von Daten.
 
 Das Unternehmen Nextcloud GmbH hat offen aus dem Internet
 erreichbare Installationen von ownCloud und Nextcloud geprft.
 Dabei wurden zahlreiche Cloud-Instanzen identifiziert, die mit
 veralteten Software-Versionen laufen, welche verschiedene
 Sicherheitslcken aufweisen.
 
 Angreifer knnen diese Schwachstellen ausnutzen, um unter anderem
 unberechtigt auf die in der Cloud gespeicherten Daten zuzugreifen.
 Dabei knnen die Angreifer ggf. sensible Informationen wie z.B.
 persnliche Dokumente, Fotos oder Kundendaten von Unternehmen
 aussphen und diese anschlieend im Internet verffentlichen oder
 fr kriminelle Zwecke wie Erpressungen nutzen.
 Andere Schwachstellen ermglichen Angreifern die Ausfhrung
 beliebigen Programmcodes auf dem Cloud-Server. Dies kann ggf.
 zu einer vollstndigen Kompromittierung des Systems und dessen
 Missbrauch fr weitere kriminelle Aktivitten fhren.
 
 Die Nextcloud GmbH hat CERT-Bund ihre Ergebnisse der Prfungen
 zur Untersttzung bei der Benachrichtigung betroffener Server-
 Betreiber bereitgestellt.
 
 Nachfolgend senden wir Ihnen eine Liste betroffener Systeme in
 Ihrem Netzbereich. Der Zeitstempel (Zeitzone UTC) gibt an, wann
 die verwundbare Cloud-Installation identifiziert wurde.
 Weiterhin sind fr jedes System eine Risikoeinstufung sowie eine
 eindeutige ID (UUID) angegeben.
 
 Die Nextcloud GmbH stellt unter folgender URL detaillierte
 Informationen zu den bei der jeweiligen Cloud-Instanz erkannten
 Schwachstellen und deren Behebung zur Verfgung:
 https://scan.nextcloud.com/results/[UUID]
 
 Der Parameter [UUID] muss dabei durch die zu der jeweiligen Instanz
 angegebene UUID ersetzt werden. Beispiel:
 https://scan.nextcloud.com/results/12345678-1234-1234-1234-12345678
 
 Wir mchten Sie bitten, den Sachverhalt zu prfen und Manahmen zur
 Aktualisierung der Cloud-Installationen auf den betroffenen Systemen
 zu ergreifen bzw. Ihre Kunden entsprechend zu informieren. Fr alle
 auf den betroffenen Systemen identifizierten Schwachstellen stehen
 entsprechende Sicherheitsupdates der Hersteller zur Verfgung.
 
 Bei Rckfragen zu den durchgefhrten Prfungen der Cloud-Instanzen
 wenden Sie sich bitte direkt an die Nextcloud GmbH unter
 <cloud-security-scan@nextcloud.com>.
 
 
 Diese E-Mail ist mittels PGP digital signiert.
 Informationen zu dem verwendeten Schlssel finden Sie unter
 <https://reports.cert-bund.de>.
 
 Bitte beachten Sie:
 Dies ist eine automatisch generierte Nachricht.
 An die Absenderadresse kann nicht geantwortet werden.
 Bei Rckfragen zu dieser Benachrichtigung wenden Sie sich bitte
 unter Beibehaltung der Ticketnummer in der Betreffzeile an
 <certbund@bsi.bund.de>.
 
 ======================================================================
 
 Betroffene Systeme in Ihrem Netzbereich:
 
 Format: ASN | IP | Timestamp (UTC) | UUID | Severity | Port | Hostname
  12345 | 1.2.3.4    | 2017-02-06 19:53:17 | 1ae3f7da-3367-4012-9382-7912dd4bd163 | high       | 80     | cloud.domain.de
  12345 | 1.2.3.5    | 2017-02-06 19:53:17 | 2e0a45fa-1568-458f-898e-2a888b44c9c6 | medium     | 80     | cloud.wurst.com
  12345 | 1.2.3.6    | 2017-02-06 19:53:17 | 32288a95-d396-4c9b-8998-d1968dc30ad7 | low        | 80     | cloud.alalaa.de 
  12345 | 1.2.3.7    | 2017-02-06 19:53:17 | ecfd4e62-b1b5-4c7d-b888-3f19ca3ca7ff | high       | 443    | cloud.butani.cn
  12345 | 1.2.3.8    | 2017-02-06 19:53:17 | 52ff7f71-c004-4a36-9975-2b5a99f280d6 | high       | 80     | cloud.bima.org
  12345 | 1.2.3.9    | 2017-02-06 19:53:17 | e388d8c5-4124-4af3-b052-57f77469783a | high       | 80     | cloud.2083a.net
  12345 | 1.2.3.10   | 2017-02-06 19:53:17 | 5cad0785-a6eb-47ca-aeec-6c4252928d13 | low        | 443    | cloud.lutzola.nl
  12345 | 1.2.3.11   | 2017-02-06 19:53:17 | 7da5d2dc-8556-4699-9ea4-7814c6afb8c0 | high       | 80     | cloud.weglaa.wu
  12345 | 1.2.3.12   | 2017-02-06 19:53:17 | adac575f-6a42-487d-a8c3-1b789ebafe39 | medium     | 80     | cloud.breck.aa
  [.....]

 
 Mit freundlichen Gren / Kind regards
 Team CERT-Bund
 
 Bundesamt fr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
 Federal Office for Information Security
 Referat CK22 - CERT-Bund
 Godesberger Allee 185-189, D-53175 Bonn, Germany

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Gestohlene FTP-Zugangsdaten BSI

WOOOOHOOOOO… Ich habe auch mal so eine E-Mail bekommen.


CERT-Bund Reports <noreply@reports.certbund.net> schrieb am 27.05.2014 11:31:10:

Von: CERT-Bund Reports <noreply@reports.certbund.net>
An: registry@domain.tld
Datum: 27.05.2014 11:31
Betreff: [CERT-Bund#2014052612345678] Gestohlene FTP-Zugangsdaten

Sehr geehrte Damen und Herren,

CERT-Bund hat von einer vertrauenswürdigen externen Quelle eine Liste
gestohlener FTP-Zugangsdaten für in Deutschland gehostete Server erhalten.
Die Zugangsdaten wurden im Rahmen der Analyse eines Botnetzes gefunden
und werden offenbar dazu verwendet, um in mit dem FTP-Account
verbundene Webseiten schädlichen Code einzuschleusen, welcher auf
Drive-by-Exploits verweist. Es liegen leider keine Informationen vor,
wann und wie die Zugangsdaten ausgespäht wurden.

Nachfolgend senden wir Ihnen eine Liste der Zugangsdaten für Server in
Ihrem Netzbereich. Die Passwörter wurden sanitarisiert.

Format: ASN | IP-Adresse | FTP-Login

Wir möchten Sie bitten, den Sachverhalt zu prüfen und Ihre Kunden
entsprechend zu informieren.

Bitte bestätigen Sie den Eingang dieser Benachrichtigung und
informieren Sie uns über die von Ihnen getroffenen Maßnahmen.

Liste der Zugangsdaten für Server in Ihrem Netzbereich:

 12345 | 123.123.123.123  | benutzername:IG******@ftp21.domain.tld

Mit freundlichen Grüßen
Team CERT-Bund

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Referat C21 –
CERT-Bund Godesberger Allee 185-189
D-53175 Bonn

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Dies ist eine automatisch generierte Nachricht.
Bitte beachten Sie beim Antworten die Reply-To Adresse.

Siehe auch: E-Mail-Benachrichtigung bei Root-Login

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P-A-N-I-C Millionen E-Mail Kennwörter geknackt!!!

Oh Gott…. Nein was machen wir jetzt bloß?

O-o nun mal im Ernst, mich wundert an der Geschichte eher dass dieses Viele überrascht. Schauen wir uns doch mal die durchschnittlichen Kennwörter der meistern Benutzer an. Die sind nicht wirklich gut und oft haben sie ebenfalls nur ein Kennwort  für alle ihre Dienste. Natürlich haben sie ja per default nichts zu verbergen, also wird auf „Sicherheit“ nicht unbedingt Wert gelegt… Klar geht mir in diesen Fällen immer ein Schmunzeln über die Lippen. Denn man hat ja nichts zu verbergen und ist ja alles nicht SO schlimm. Nur wenn mein E-Mail Passwort von anderen geklaut wurde, ne da muss natürlich was passieren.

Ich lese und höre in den letzten Tagen immer das fiese, böse, Masken und Kapuzen tragende Hacker die E-Mail Accounts gehackt hätten. Viel eher werden wohl verseuchte Rechner die Kennwörter bei der Eingabe oder Übertragung eingesammelt und Kriminellen geschickt haben. Wenn ich mich so bei einigen Kunden umschaue sieht man schnell dass die großen drei Sicherheitslöcher Anwendungsprogramme (Java, Flash, PDF) meist in recht alten Versionen vorliegen. Die Microsoft Produkte selbst bekommen ja meist per WSUS oder direkt von Microsoft ihre Updates. Java, Flash oder der Acrobat Reader kümmern sich „selbst“ darum. Leider muss der Anwender für die Installation der Updates administrative Rechte auf dem Rechner haben. Sonst kann er die Installation kaum durchführen. Gut, es gibt auch hier Lösungen… Welche ich produktiv im Einsatz gesehen habe kann ich an einer Hand abzählen. Daher hängt es mal wieder vom Einsatz der hauseigenen IT ab. Das klappt mal gut, mal weniger gut. Gibt es keine eigene IT, sieht es schnell schlecht aus. Warum muss überhaupt jeder Anwender ins Internet und warum immer mit Flash, Java und PDF?!?!

Es lässt sich kaum ändern. Vor einiger Zeit hatten wir ja schon mal etwas ähnliches. Wie groß ist dann wohl die Dunkelziffer tongue-out ? Beim letzten mal hat unser BSI nach langem überlegen die Idee eine Webseite zur Verfügung zu stellen auf welcher man seine E-Mail Adresse eingeben kann. Die Webseite war natürlich sofort tot und nicht erreichbar. Wer hätte schon damit rechnen können dass die eingeschüchterten Benutzer es wirklich probieren könnten? *kopfschüttel*

Man hat also seine E-Mail Adresse eingegeben und hat daraufhin die Info bekommen: Wenn deine E-Mail Konto geklaut wurde, dann bekommst du von uns eine GPG signierte E-Mail mit folgendem Betreff (Zufallszeichen). Nur wenn die E-Mail auch diesen Betreff hat ist sie von uns und du hast ein Problem!

Einmal mit Profis…. Nun nehmen wir das mal eben auseinander:

1. der GPG Schlüssel vom BSI ist auf der gleichen Webseite zu saugen und ist so vertrauenswürdig wie „der dicke Mann aus der Sparkassenwerbung“…
2. GPG ist toll nur wie viele der Anwender nutzen es wohl?
3. der Betreff, auf welchen es ankommt, wird bei einer GPG signierten E-Mail NICHT signiert. Er kann also wild geändert werden…
4. die E-Mail welche den Anwender darüber informiert das sein Account ggf. von anderen missbraucht wird, geht also an diesen Account. Der Missbrauchende müsste sie also nur ?löschen?.

Worried face meme reacting to stolen passwords

Welcher Internetausdrucker hat sich dieses bitte überlegt?!?!?

Diese Kritikpunkte sind beim BSI angekommen und man könnte meinen, sie hätten es beim jetzt neuen Fall besser gemacht… Haben sie?

Unimpressed reaction meme about password security

Natürlich nicht!!!

Zusätzlich wird man nun noch von seinem Provider informiert das sein Account „gefressen“ wurde und direkt gezwungen sein Kennwort zu ändern. Klappt natürlich nur bei den großen Providern. Ja OK, die meisten abgefischten Accounts liegen dort… Macht es denn noch nicht wirklich besser, oder?

Jetzt halten einige von den Pressemenschen wieder jedem dritten ihr Mikrofon unter die Nase… Dabei ergeben sich so Ideen wie: Es muss rechtliche Regelungen für so etwas geben. Zwei Wege Authentisierung usw. usw… Ob das wirklich alles so richtig ist?

Was bringt das alles wenn man Windows XP einsetzt, Java und Flash einem Sieb ähneln und die großen Provider dir beim Login erzählen das dein Adblocker die Sicherheit deines Browsers gefährdet? Dann sind wir schon bei E-Mail Made in Germany, richtig? Die Jungs hängen gerade an die große Glocke dass sie es 2014 geschafft haben TLS für ihre Verbindung einzuschalten und für die Anmeldung voraussetzten. 2014… Ich meine 2014… Das ist knapp 20 Jahre als. 2014. Die haben ihren Werbemastschweinen Kunden bis 2014 per Plaintext (also im Klartext) ein Login gestellt. Jeder hat durch bloßes hinschauen die Zugangsdaten abschreiben können. Die kommen dann mit „Sicherheit wiederherstellen“ und E-Mail Made in Germany und jetzt ist alles sicher?

Frustrated rage meme about email credential theft

Ach ich rege mich hier schon wieder auf…

Vielleicht sollte man aufhören seine Kunden auszuquetschen und mit Müll zu füttern. Hm, setzt natürlich voraus das die Kunden es wollen und vor allem mal von ihrem „kostenlos“ Ding wegkommen. Ach, ich höre nun auf, sonst habe ich für heute wieder schlechte Laune!

Siehe auch: E-Mail-Benachrichtigung bei Root-Login

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PRISM: Ein Blick auf das Überwachungsprogramm

Nachdem nun dieses Thema in den Medien so hochgekocht ist und auch der letzte Facebooknutzer mitbekommen hat das seine Daten nicht „privat“ sind *lach*.
Kommen in der letzten Zeit vermehrt Fragen zu Verschlüsselung bei mir an. Egal ob Kunden auf der Arbeit, Bekannte vom Stammtisch oder irgendwer aus dem Internet! Zwar hat noch immer keiner etwas zu verbergen, zumindest nicht wirklich, also nur das mit den Filmen und den mp3s und den Spielen und und und….. Darum geht es ja aber nicht, denn plötzlich scheint es doch nicht mehr jeden etwas anzugehen, welche Nachrichten, E-Mails oder Bilder sie verschicken. Bla bla bla bla…
War da nicht etwas mit einem Frosch der aus kochendem Wasser springt, wenn man ihn aber im Wasser erwärmt sitzen bleibt bis er tot ist? Ich habe es noch nie probiert, will es auch nicht… Der Punkt ist denn noch klar, oder? Da rennt man Jahrelang herum und predigt was das Zeug hält und nix is.
Ein paar Leute sind stinkig, einige machen sich Gedanken über Verschlüsselung aber in 1 – 2 Monaten interessiert sich kein Mensch mehr dafür und alle verschicken weiterhin ihre Postkarten. Man hat ja nichts zu verbergen und wenn, soll doch so ein Agent von der NSA oder BSI oder sonst einem Verein die Urlaubsbilder sehen, richtig? *ironie alarm*
Na, was soll es? Die Aluhüte mussten ihren Vorrat an Clinex und Handcreme aufstocken *i told you so* und wir sind alle noch ein kleines Bisschen mehr abgestumpft. Dann kann die nächste Welle der Empörung ja kommen.

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