Dieser Beitrag ist ein Zeitdokument von 2009. Das Lifebook E7110 war damals schon alt, die Tipps sind heute nur noch historisch interessant. Aber wer wissen will, wie Linux auf einem Pentium 4-M Notebook mit Gentoo, Kernel 2.6.12 und PCMCIA lief, ist hier richtig.
Ich habe mir das Fujitsu Siemens Lifebook E7110 angeschafft. Mitgeliefert wurde Windows XP Professional, was natürlich nicht lange auf dem Gerät überlebt hat. Ungefähr so lange, bis ich es in Händen gehalten habe. Installiert habe ich sofort Linux. Da ich mich vor dem Kauf über die Hardware informiert hatte, lief auch so ziemlich alles.
Hardware-Kompatibilität
| Status | Gerät | Details |
| Ja | Prozessor | Intel Mobile Pentium 4-M, 2,0 GHz |
| Ja | Chipsatz | Intel 845 MP |
| Ja | Speicher | 1 GB DDR-RAM |
| Ja | Grafik | ATI Radeon M 7500, 32 MB DDR (dedicated) |
| Ja | Display | 15,1″ SXGA+ (1024×786) |
| Ja | Sound | SigmaTel STAC9767, SB Pro kompatibel |
| Ja | Ethernet | Realtek 8139/8139C |
| Ja | WLAN | Prism2 (InterSil), MiniPCI |
| Ja | USB | Intel 845-MP 82801CA |
| Ja | IEEE 1394 | Texas Instruments TSB43AA21 |
| Ja | IrDA | SMSC LPC47N267 |
| Ja | CardBus | O2Micro OZ 711 E1 |
| Ja | DVD-Combo | Toshiba SD-R2212 |
| Ja | TV-Out | S-Video (über atitvout) |
| Ja | ACPI | Phoenix ACPI, Suspend funktioniert |
| Teilweise | Modem | V.90 Mini-PCI (nie getestet, nicht gebraucht) |
| Nein | Sondertasten | 5 Tasten, unter Linux nicht nutzbar |
Festplatten-Tuning
Die originale Toshiba MK4018GAS (40 GB) habe ich gegen eine Hitachi Travelstar 7200 RPM (60 GB) getauscht. 40 MB/s statt 26 MB/s. Dazu noch etwas hdparm-Tuning:
hdparm -d1 -c1 -A1 -m16 -u1 -a64 -k1 /dev/hda
WLAN-Firmware
Die Prism2-Karte von InterSil kam mit einer alten Firmware (~1.4.1). Damit gab es defekte Pakete und kein Hidden ESSID. Erst ab Firmware 1.7.4 lief alles sauber. Das Flashen war etwas abenteuerlich, hat aber funktioniert.
Bluetooth und SmartCard
Bluetooth per USB-Stick (MSI BToes) lief sofort. Hauptnutzen: SMS verschicken und das Sony Ericsson T610 synchronisieren. Später kam eine 3COM Bluetooth PCMCIA-Karte, die direkt mit dem Kernel-Treiber funktionierte.
Der mitgelieferte O2Micro SmartCard Reader (PCMCIA) brauchte den MUSCLE-Treiber und pcsc-lite. Die Konfigurationsdatei musste manuell in die PCMCIA-Config kopiert werden, dann lief auch das.
Das System
Gentoo Linux mit Kernel 2.6.12 und KDE. Der Kernel war sorgfältig auf das Notebook zugeschnitten. Ab Kernel 2.6.13 gab es Probleme mit dem neuen PCMCIA-Subsystem (pcmciautils statt cardmanager), deshalb bin ich bei 2.6.12 geblieben.
Wer noch mehr mit WLAN-Hardware experimentieren will: Im Beitrag D-Link DWL-900AP+ aufbohren geht es darum, die Sendeleistung eines Access Points per Lötkolben zu erhöhen.
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