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TLS 1.3 ist da!

Im August wurde TLS 1.3 auf der IETFE-Tagung als fertig beschlossen :-D Damit haben sich aber alle wirklich Zeit gelassen! OpenSSL hat am 11.09.2018 die Version 1.1.1 (LTS) freigegeben. Am 12.09.2018 ist diese in die FreeBSD Ports gekommen und:

root@www:/ # /usr/local/bin/openssl version
OpenSSL 1.1.1 11 Sep 2018

Fehlt also nur noch ein Eintrag in der make.conf und schon lässt sich nginx sauber dagegen bauen und alles automatisch mit portmaster auf dem neusten Stand halten :)

/etc/make.conf
DEFAULT_VERSIONS+= ssl=openssl111

Schaut mal nach, die meisten machen wohl jetzt schon TLS 1.3 beim lesen dieser Zeilen ^^

  • TLS-1-3-4
  • TLS-1-3-5
  • tls1-3-2
  • tls1-3-3
  • tls1-3

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Qualys und SSL Labs hängen leider noch etwas nach, hier wird noch auf/gegen die Draft Version geprüft (For TLS 1.3 tests, we currently support draft version 28.). Aber ich wette das wird nicht mehr lange dauern!

Kleines Update, die HIGH-TECH Bridge Jungs testen sauber auf TLS 1.3.

Ich wurde gerade drauf hingewiesen, dass die Developer Version von ssllabs TLS 1.3 schon sauber testet. Danke Jost :-D

https://dev.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=www.kernel%2derror.de&s=2a01%3a4f8%3a161%3a3ec%3a0%3a0%3a0%3a443&hideResults=on&latest

Bild zum Geburtstag

Das mir meine Kinder ein Bild malen ist nichst ungewöhnliches. Heute hat mir aber ein Arbeitskollege ein Bild überreicht, welches er mir zum Geburtstag gemalt hat :-D

Ich find es klasse und freue mich wie "Bolle".

  • FreeBSD-Bild

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Danköööööö

FreeBSD 11.1 Jail will nicht auf 11.2

Nachdem FreeBSD 11.2 nun aktuell ist wurde es natürlich Zeit alles auf diese Version zu haben. FreeBSD macht es einem zum Glück sehr einfach mittels freebsd-update.

Ein Upgrade auf eine neue Version sieht im Groben immer so aus:

root@hostname:/ # freebsd-update -r 11.1-RELEASE upgrade
root@hostname:/ # freebsd-update install
root@hostname:/ # reboot
root@hostname:/ # freebsd-update install
root@hostname:/ # Alle möglichen Programme auf den aktuellen Stand bringen (aus den ports oder die fertigen Pakete mit pkg).
root@hostname:/ # freebsd-update install
root@hostname:/ # fertig.. (vielleicht noch zpool upgrade)

FreeBSD trennt (ganz grob gesehen) das eigentliche System und die Anwendungen. Man zerlegt sich also nicht so leicht wie mit einem "dist upgrade" sein System. Zusammen mit Boot Environments wie in Solaris und auch der Rollbackfunktion kommt man eigentlich immer schnell wieder auf ein sauberes System, wenn wirklich mal etwas schief gehen sollte.

Setzt man auf kein spezielles Management für seine Jails kommen die Jails über den gleichen Weg auf die neue Version.

root@hostname:/ # service jail status
 JID             IP Address      Hostname                      Path
 test            10.18.10.200   test.test          /zroot/jails/test
root@hostname:/ # freebsd-update -r 11.2-RELEASE upgrade -b /zroot/jails/test
root@hostname:/ # freebsd-update install -b /zroot/jails/test
root@hostname:/ # service jail restart test
Stopping jails: test.
Starting jails: test.
root@hostname:/ # freebsd-update install -b /zroot/jails/test
root@hostname:/ # Alle möglichen Programme auf den aktuellen Stand bringen (aus den ports oder die fertigen Pakete mit pkg).
root@hostname:/ # freebsd-update install -b /zroot/jails/test
root@hostname:/ # fertig..

Leider war in meinem Fall freebsd-update fest davon überzeugt, dass die Jail schon auf Version 11.2 ist. War die Jail aber nicht:

root@hostname:/ # jexec test freebsd-version
11.1-RELEASE-p9

Man kann freebsd-update in solchen Fällen fest vorgeben welche Version aktuell in der Jail läuft und so dieses Problem erschlagen:

root@hostname:/ # freebsd-update -b /zroot/jails/test --currently-running 11.1-RELEASE-p9 -r 11.2-RELEASE upgrade

Zack schon ist alles auf der richtigen Version :-D

FreeBSD Kernel Quellen installieren | How to install FreeBSD kernel sources

Wie immer wenn mich eine Frage oft erreicht, gibt es hier dazu eine kurze Erklährung. Dieser Beitrag wird wirklich extrem kurz, denn um die Kernel Quellen für sein FreeBSD zu installieren nuzte ich selbst immer folgenden Einzeiler:

# sudo svn checkout https://svn.freebsd.org/base/releng/`uname -r | cut -d'-' -f1,1` /usr/src

Tja, ich sag doch... Einfach und kurz :-) Viel Spaß

OpenPower Testsystem von Thomas Krenn mit der POWER8 CPU

Die netten Leute von Thomas Krenn haben uns ihr OpenPower Testsystem zur Verfügung gestellt \o/ Wir wollten dieses System schon etwas länger in die Finger bekommen. Jetzt hat es endlich geklappt!

Der Server verballert mit seinen zwei 1200 Watt Netzteilen in der Spitze etwas um 370Watt (im normalen Betrieb etwas um die 230Watt) und soll laut TK 1.325 BTU/h produzieren.

Verbaut sind 128GB RAM und natürlich eine Power8 CPU:

root@ubuntu:/home/tk# lscpu
Architecture:          ppc64le
Byte Order:            Little Endian
CPU(s):                64
On-line CPU(s) list:   0-63
Thread(s) per core:    8
Core(s) per socket:    8
Socket(s):             1
NUMA node(s):          1
Model:                 2.0 (pvr 004d 0200)
Model name:            POWER8 (raw), altivec supported
CPU max MHz:           3857.0000
CPU min MHz:           2061.0000
Hypervisor vendor:     horizontal
Virtualization type:   full
L1d cache:             64K
L1i cache:             32K
L2 cache:              512K
L3 cache:              8192K
NUMA node0 CPU(s):     0-63

OS ist ein Ubuntu:

root@ubuntu:/home/tk# lsb_release -a          
No LSB modules are available.
Distributor ID:	Ubuntu
Description:	Ubuntu 16.04.4 LTS
Release:	16.04
Codename:	xenial

Die im Testsystem mitgelieferten Festplatten (3,5" Nearline SAS mit 7,2k) waren für unseren Datenbanktest etwas zu langsam, daher haben wir ein paar ältere 15k 2,5" Platten aus unserem Lager verbaut und diese in ein Raid 10 geworfen. Damit ist das lokale Storage-Backend nun laut pg_test_fsync vergleichbar mit unseren anderen Testsystemen. Wir wollen ja sehen welche CPU "schneller" ist und nicht welche Festplatte am meisten "bremst".

So "einfach" ist es nicht zu sagen welche CPU nun wirklich schneller ist als eine andere. Ich habe als erstes versucht ein paar alltägliche Dinge miteinander zu vergleichen:

 CPU  SHA256-hashing 500 MB  bzip2-compressing 500 MB  AES-encrypting 500 MB 
 2 x Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2665 0 @ 2.40GHz  3.859 seconds  5.445 seconds  1.337 seconds
 1 x Power8 2.0 (pvr 004d 0200)  3.803 seconds  7.868 seconds  0.866 seconds
 1 x Intel(R) Core(TM) i7-6700 CPU @ 3.40GHz  2.370 seconds  4.207 seconds  0.831 seconds
 2 x Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2650 v4 @ 2.20GHz  2.652 seconds  5.413 seconds  1.585 seconds
 2 x Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2650 v3 @ 2.30GHz  2.484 seconds  5.217 seconds  1.500 seconds

Als nächstes habe ich unixbench.sh laufen lassen:

wget --no-check-certificate https://github.com/teddysun/across/raw/master/unixbench.sh
chmod +x unixbench.sh
./unixbench.sh

Hier sollte nun das OpenPower System einmal gegen einen Dell System mit zwei verbauten Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2665 0 @ 2.40GHz antreten. Natürlich sind hier nur die Infos zu CPU/RAM spannend!

 2 x Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2665 0 @ 2.40GHz        Power8  
 Dhrystone 2 using register variables   34551077.1 lps   (10.0 s, 7 samples)     27167563.6 lps   (10.0 s, 7 samples)
 Double-Precision Whetstone   4082.2 MWIPS   (9.9 s, 7 samples)     4092.2 MWIPS   (9.7 s, 7 samples)
 Execl Throughput   2124.0 lps   (30.0 s, 2 samples)     2776.0 lps   (29.9 s, 2 samples)
 File Copy 1024 bufsize 2000 maxblocks   1087796.7 KBps   (30.0 s, 2 samples)     299978.8 KBps   (30.0 s, 2 samples)
 File Copy 256 bufsize 500 maxblocks   299275.0 KBps   (30.0 s, 2 samples)     75847.4 KBps   (30.0 s, 2 samples)
 File Copy 4096 bufsize 8000 maxblocks   3350511.2 KBps   (30.0 s, 2 samples)     1079708.7 KBps   (30.0 s, 2 samples)
 Pipe Throughput   2067851.3 lps   (10.0 s, 7 samples)     465883.7 lps   (10.0 s, 7 samples)
 Pipe-based Context Switching   215476.9 lps   (10.0 s, 7 samples)     132003.3 lps   (10.0 s, 7 samples)
 Process Creation   4278.0 lps   (30.0 s, 2 samples)     7390.5 lps   (30.0 s, 2 samples)
 Shell Scripts (1 concurrent)   5542.8 lpm   (60.0 s, 2 samples)     7085.1 lpm   (60.0 s, 2 samples)
 Shell Scripts (8 concurrent)   6090.1 lpm   (60.0 s, 2 samples)     4356.5 lpm   (60.0 s, 2 samples)
 System Call Overhead   4186839.6 lps   (10.0 s, 7 samples)     344156.5 lps   (10.0 s, 7 samples)
           
 System Benchmarks Index Values   BASELINE   RESULT   INDEX   RESULT   INDEX
 Dhrystone 2 using register variables   116700.0   34551077.1   2960.7   27167563.6   2328.0
 Double-Precision Whetstone   55.0   4082.2   742.2   4092.2   744.0
 Execl Throughput   43.0   2124.0   494.0   2776.0   645.6
 File Copy 1024 bufsize 2000 maxblocks   3960.0   1087796.7   2747.0   299978.8   757.5
 File Copy 256 bufsize 500 maxblocks   1655.0   299275.0   1808.3   75847.4   458.3
 File Copy 4096 bufsize 8000 maxblocks   5800.0   3350511.2   5776.7   1079708.7   1861.6
 Pipe Throughput   12440.0   2067851.3   1662.3   465883.7   374.5
 Pipe-based Context Switching   4000.0   215476.9   538.7   132003.3   330.0
 Process Creation   126.0   4278.0   339.5   7390.5   586.5
 Shell Scripts (1 concurrent)   42.4   5542.8   1307.3   7085.1   1671.0
 Shell Scripts (8 concurrent)   6.0   6090.1   10150.2   4356.5   7260.8
 System Call Overhead  15000.0  4186839.6   2791.2   344156.5   229.4
           
 System Benchmarks Index Score      1629.6     851.8

 

Die hohe Anzahl Threads und die fette Speicheranbindung der CPU sind ein paar Besonderheiten, welche dieses System theoretisch sehr gut brauchbar als Datenbankserver machen sollten. Wir arbeiten viel mit PostgresSQL, daher war einer unserer Tests ein Restore unserer Testdatenbank.

 CPU  Restore Zeit
 2 x Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2650 v3 @ 2.30GHz  129min 34s
 1 x Power8 2.0 (pvr 004d 0200)  120min 43s

 

Bisher zeigt sich folgendes Bild: Die Power8 CPU ist ohne Zweifel sehr leistungsstark. Die "bessere" Speicheranbindung und die vielen Threads bemerkt man. Das OpenPower System von Thomas Krenn gibt es nur mit einem CPU Socket, also ist es immer eine singel CPU. Im direkten Vergleich mit einer Intel single CPU macht das Power8 System bei Datenbanken sicher den Stich. Da es preislich viel eher an einem dual Intel CPU System angesiedelt ist, muss es sich damit vergleichen lassen, selbst wenn es nicht ganz fair ist. Hier hat im direkten Vergleich ein solches Intel System die Nase vorne.

IBM hat im Jahr 2013 ihre Power8 CPU vorgestellt. Jetzt haben wir 2018.... Daher sind die Vergleichssysteme ebenfalls etwas älter. Unterm Strick: Echt tolle CPU, leider im Preis/Leistungsvergleich (für einen Datenbankserver) gegenüber eines Intel-Systems, der Verlierer! Was sicher im HPC oder bei Anbindungen von Nvidia Rechenbeschleunigern anders aussieht. Dual CPU Systeme wären spannend, besser noch direkt Power9 Systeme (mit AES und GZIP im Chip). Da IBM von diesen CPUs im Vergleich mit Intel nur sehr geringe Stückzahlen verkauft ist der Preis hoch. Vielleicht passiert hier ja noch mal irgendwann etwas?!?!

Wir haben hier noch ein paar Tests mehr gemacht und wir werden in den nächsten Tagen noch ein paar Experimente mit dem System vornehmen. Wenn sich also am ersten Eindruck noch etwas ändert schreibe ich es.

Hier habe ich noch ein paar Bilder..

  • OpenPower8-test-Hardware-01
  • OpenPower8-test-Hardware-02
  • OpenPower8-test-Hardware-03
  • OpenPower8-test-Hardware-04
  • OpenPower8-test-Hardware-05
  • OpenPower8-test-Hardware-06
  • OpenPower8-test-Hardware-07
  • OpenPower8-test-Hardware-08
  • OpenPower8-test-Unix-Bench
  • OpenPower8-test-htop

Simple Image Gallery Extended

Fragen? Na dann wie immer einfach fragen :-)