| Meckenheim |
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Meckenheim liegt vor dem Ahrgebirge am Südrand der Kölner Bucht, im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, etwa 20 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Bonn und unmittelbar an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz im Süden Nordrhein-Westfalens. Im Nordosten der Stadt beginnt der Kottenforst, der sich bis nach Bonn erstreckt. Die Altstadt wird von der Swist durchquert. Etwa 10 Kilometer westlich von Meckenheim beginnt die Eifel. Bonn Die Stadt ist gegliedert in die Altstadt, die etwas höher gelegene sog. "Neue Mitte" und Merl. Des Weiteren gehören die außerhalb liegenden Dörfer Altendorf, Ersdorf und Lüftelberg zur Stadt. Im Nordwesten der Stadt befindet sich ein relativ großes Gewerbe- und Industriegebiet. 1969: 8.053 Die Umgebung von Meckenheim wurde schon etwa um 4000 vor Christus besiedelt. Zur Zeit des römischen Imperiums wurde die Eifelwasserleitung gebaut, die Trinkwasser aus der Gegend um Nettersheim unter anderem durch Meckenheim nach Köln führte. Nach den Feldzügen Cäsars gegen die Eburonen sind nachweislich etwa 20 Einzelsiedlungen, wie etwa Bauernhöfe, militärische Anlagen, Grabanlagen und die Überreste eines Matroneheiligtums verbürgt. Um etwa 450 n. Chr. eroberten die Franken den Meckenheimer Siedlungsraum. Fränkische Ortsnamen enden häufig auf -heim bzw. auf -dorf. Die erste urkundliche Erwähnung Meckenheims ist auf das Jahr 853 datiert. Dies geschah nachdem der Priester Herigar seinen Besitz in Meckenheim dem Stift St. Cassius in Bonn schenkte. Bei den Besitzungen handelte es sich um den Fronhof, der in der Nähe der Kirche St. Johannes der Täufer lag. Damit wurde das Cassiusstift zu Bonn eine der wichtigsten Gemeinwesen des Erzbistums Köln. Zweite wichtige Stütze der Stadt Meckenheim ist das Kölner Mariengradstift, das zu jener Zeit Grund - und Gerichtsherr war und seit 1059 mit Niederhof und Burghof, sowie 21 Lehensträgern über 1000 Morgen Land verfügte. Die Stadtrechte wurden Meckenheim am 28. Juli 1636 vom Kurfürsten Ferdinand von Bayern verliehen, der auch Erzbischof von Köln war. Der Ort blieb aber immer noch Zentrum der Agrarwirtschaft, was auch heute noch mit den Obstplantagen dokumentiert ist. Der 28. März 1787 war ein Schreckenstag für die Meckenheimer Bevölkerung. Ein folgenschwerer Brand legte die Stadt in Schutt und Asche. Zwischen 1794 und 1815 änderte sich die territoriale Zugehörigkeit der Stadt zweimal: Zunächst wurde das Rheinland von Frankreich annektiert, wodurch Meckenheim zum französischen Staat gehörte. Die Stadt verlor durch das französische Gemeindewesen seine Stadtrechte. (vergl. dazu Rheinbach). 1815 fiel das Rheinland und somit auch die Stadt Meckenheim dann wieder an Preußen zurück. Erst 1929 erhielt Meckenheim das Recht den Titel "Landgemeinde Stadt Meckenheim" wieder zu führen Eine für Meckenheim ähnlich große Katastrophe, wie der Brand von 1787, waren die Bombenangriffe am 2. und 5. März 1945: 70% des Stadtkerns wurde dabei zerstört und 250 Personen getötet. Die 40 Sitze im Stadtrat verteilen sich wie folgt: Das Stadtgebiet außerhalb der Wohnbebauung ist durch weitläufige Obstplantagen geprägt. Bekannt ist die Stadt außerhalb ihres allernächsten Umkreises durch die 1981 von Bonn-Bad Godesberg hierher verlegte Nebenstelle des Bundeskriminalamts und durch den "Grafschafter Goldsaft", einen als Brotaufstrich verwendeten dunkelbraunen, zähflüssigen, süßen Sirup, der in Meckenheim hergestellt und aus Zuckerrüben gewonnen wird, die in der Umgebung der Stadt angepflanzt werden. Aber auch Erdbeeren und Äpfel sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2004 wurde die Stadt zur "Apfelstadt" und das Jahr zum "Jahr des Apfels" ausgerufen. Die Stadt trägt außerdem die Beinamen "Baumschulstadt", "Bonner Schlafstadt" (in den siebziger und achtziger Jahren nahmen viele Bundesbedienstete ihren Wohnsitz im ländlich-ruhigen Meckenheim) und "das grüne Tor zu Ahr und Eifel". Der von der Stadtverwaltung gebrauchte weitere Beiname "Rosenstadt" wurde von Bürgermeisterin Yvonne Kempen im autonomen Benennungsverfahren 2003 eingeführt und von der Stadtbevölkerung mit grimmigem Humor aufgenommen, da in Meckenheim nie in nennenswertem Umfang Rosen gezüchtet oder angebaut wurden. Auf einer kleinen Anhöhe inmitten einer Kreisverkehrsanlage an der Giermaarstraße steht eine stilisierte Rose aus Schmiedeeisen, die von der Stadtbevölkerung sehr unterschiedlich bewertet wird. Christuskirche (Erbaut 1960 im Bezirk 1 - Alt-Meckenheim) St. Johannes der Täufer, Meckenheim (Turm um 1300; Kirchenschiff von 1890, erweitert 1974) Der Bahnhof Meckenheim (Bz Köln) und der Haltepunkt Meckenheim Industriepark liegen an der Voreifelbahn (KBS 475) Bonn-Euskirchen, auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die RegionalBahn 23 verkehrt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h einsetzt. Für den Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Innerhalb des Stadtgebietes verlaufen kurze Teilstrecken der Autobahnen A 61 und A 565, welche zwei Abfahrten in Meckenheim hat. Außerdem gab die Stadt dem Autobahnkreuz Meckenheim seinen Namen, welches südlich von Meckenheim liegt, und wo die A 61 und A 565 aufeinandertreffen. Rungis Express: handelt mit Frischware für die "gehobene Gastronomie". Meckenheimer Stadtzeitung (Lokalausgabe von Blick aktuell) - Heimatzeitung für die Stadt Meckenheim und Umgebung (beinhaltet das früher als eigenständige Publikation erschienene Amtsblatt der Stadt Meckenheim) erscheint in einer Auflage von 11.000 Exemplaren Bundeskriminalamt, Dienststelle Bonn Konrad-Adenauer-Gymnasium Tennis Club Blau-Weiß Mathias Joseph Scheeben Horst Köhler, derzeitiger Bundespräsident (Wohnsitz in Meckenheim 1977-1981 sowie 1983-1998) Wegen ihrer Herkunft aus Meckenheim führte die Familie des Bocholter Kupferstechers Israhel van Meckenem ihren niederdeutschen Namen (übertragen ins Neuhochdeutsche also von Meckenheim).
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