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Lasiodora Klugi

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Lasiodora klugi

(C. L. KOCH, 1842)

 

Eine unserer beiden Hausspinnen :-D

 

Beschreibung

Lasiodora klugi ist die Typusart der Gattung Lasiodora. KOCH beschrieb 1842 ein Weibchen als Mygale klugii; den Namen wählte er als Ehrerbietung gegenüber dem Naturforscher und Geheimrat Dr. KLUG, dem er viele seiner Informationen über Theraphosidae zu verdanken hatte. 1850 schuf er dann für sie die Gattung Lasiodora. Das passende Männchen wurde von STRAND 1907 fälschlicherweise als Lasiodora bahiensis beschrieben, bis sich heraus stellte, dass es sich dabei um das bis dato unbekannte Männchen von Lasiodora klugi handelte.

Mit 9-10 cm Körperlänge gehört die Art zu den Riesenvogelspinnen und macht ihrer Gattung alle Ehre. Sie ist dicht behaart, wobei Carapax und Extremitäten schwarz gefärbt sind, das Abdomen hingegen rot behaart ist. Damit erinnert sie - auch durch ihren massigen Körperbau - etwas an eine übergroße Brachypelma vagans. Es ist Markus BAUMGARTEN zu verdanken, dass diese hochinteressante Art mittlerweile in unseren Terrarien immer öfter auftaucht: er brachte Anfang der 1990er Jahre mehrere Wildfänge mit nach Deutschland, die erfolgreich nachgezogen wurden.

Verbreitung

Lasiodora klugi bewohnt die Gegend von Bahia im Osten Brasiliens, wo sie laut SMITH sehr verbreitet ist.

Verhalten

Lasiodora klugi ist wie alle Lasiodoriden recht aggressiv und bombardierfreudig, zudem besonders flink. Vorsicht im Handling ist angesagt. Darüber hinaus zeichnet sie sich laut KOTHE durch eine artspezifische hohe Aktivität aus: sie baut keine Wohnröhren, sondern streift nachts auf der Suche nach Futter umher.

 

Haltung im Terrarium


Terrarium

Standard für Bodenbewohner (50X30x40). Die Größe des Terrariums ergibt sich zum einen daraus, dass es sich um eine Riesenvogelspinne handelt. Zum anderen weißt KOTHE mehrfach auf die große Aktivität der Art hin, die die Möglichkeit zum Auslauf bedingt.

Licht

Ein 25-30 Watt Halogenspot im Terrarium schafft die nötige Wärme.

Temperatur

Tag 23-26° C, Nacht 18-20° C.

Luftfeuchtigkeit

65-75% Bodenfeuchtigkeit im Versteck. Bodengrund

Torf-Sandgemisch oder Blumenerde. Das Substrat zur Hälfte befeuchten. Einrichtung

5-7 cm hoher Bodengrund. Ein großes gebogenes Stück Korkrinde als Versteck. Notwendig ist zudem ein Trinknapf von ca. 12-14 cm Durchmesser (Blumenuntersetzer, Ton, innen glasiert) mit einem Stück Kork als Rettungsring für Futtertiere. KOTHE empfiehlt darüber hinaus die Einbringung einer Wurzel, um Klettermöglichkeiten zu schaffen. Fütterung

Heimchen, Grillen, Schaben, Nacktmäuse und Heuschrecken, je nach der Größe des Vorderleibs. Zucht

Laut PETERS ist die Zucht sehr ergiebig, obwohl längst nicht so zahlreich wie bei Lasiodora parahybana (mehr als 2000 Nymphen pro Kokon!).

Literatur
KLAAS, P. (2003): Vogelspinnen
KOTHE, H. W. (2003): Vogelspinnen
PETERS, H.-J. (2000): Kleiner Atlas der Vogelspinnen, Band 2
Biotropics

 

 

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